Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Formel 1: Lauda angefressen - Mercedes droht Millionen-Einbuße

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Standpauke von Lauda  

Mercedes droht Millionen-Einbuße

13.10.2013, 13:51 Uhr | t-online.de, dpa

Formel 1: Lauda angefressen - Mercedes droht Millionen-Einbuße. Niki Lauda ist nach dem GP von Japan angefressen. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Niki Lauda ist nach dem GP von Japan angefressen. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Niki Lauda wollte schnell weg, Lewis Hamilton und Nico Rosberg eilten frustriert zum wartenden Helikopter. Nach dem Debakel von Suzuka muss der Mercedes-Rennstall plötzlich wieder um das Formel-1-Saisonziel und einen Millionen-Bonus von Bernie Ecclestone bangen. "Menschen machen Fehler, aber mir gefällt die Gesamtperformance nicht", knurrte Team-Aufsichtsratsboss Lauda vor laufender RTL-Kamera und kündigte eine interne Standpauke an: "Jetzt muss man den Druck erhöhen, und das wird sicherlich gemacht."

Für Hamilton war der Große Preis von Japan schon vor der ersten Kurve gelaufen, als er sich nach starkem Start den rechten Hinterreifen am Frontflügel von Sebastian Vettels Red Bull aufschlitzte. In der neunten Runde musste der Brite seinen lahmenden Silberpfeil endgültig in der Garage parken. Rosberg kam nach einem verpatzten Boxenstopp und einer Durchfahrtstrafe nur als Achter ins Ziel. Das sei "sehr schwer zu verdauen", gestand Rosberg. "Das war ein charakterbildendes Rennen für unser Team", bilanzierte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ernüchtert.

Brawn: "Müssen die Ärmel hochkrempeln"

Der Aufschwung des Werksteams ist zu einem kritischen Zeitpunkt der Saison gestoppt. Nun will die Teamleitung noch einmal alles auf den Prüfstand stellen. Platz zwei in der Konstrukteurswertung steht auf dem Spiel. Denn die entscheidet über die Verteilung von Ecclestones Vermarktungsmillionen. "Das Ziel können wir nicht aufgeben", sagte Wolff. Noch aber liegt Ferrari hinter Branchenführer Red Bull auf Rang zwei. 297 Zähler hat die Scuderia, Mercedes 287 Punkte .

"Die Ferrari waren heute nicht so gut, deswegen wäre es wahnsinnig wichtig gewesen, mit Lewis und Nico weiter vorne zu landen. Es ist leider nicht passiert", sagte Lauda. "Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln", forderte Teamchef Ross Brawn.

Wolff: "Falsche Abzweigung genommen"

Und von hinten macht auch noch die erstarkte Lotus-Mannschaft mit nun 264 Punkten Druck. Bei einem Abrutschen auf Platz vier würde Mercedes wohl rund 15 Millionen Euro fürs Budget 2014 einbüßen. "Wir sind als Team und mit der Kraft des Konzerns im Rücken so aufgestellt, dass sich unsere Leistung an Red Bull und nicht an Lotus orientieren muss", erklärte Wolff. Der Österreicher räumte aber ein, dass die Franzosen derzeit stärker seien. Nun überlegt die Teamspitze sogar, einen Teil der eigentlich schon für die Vorbereitung der kommenden Saison eingesetzten Ressourcen wieder auf die Weiterentwicklung des aktuellen Autos zurückzulenken.

"Jetzt muss man alle Kräfte zusammennehmen", forderte Lauda. Der Ton bei Mercedes dürfte also in den kommenden Tagen wieder etwas rauer werden. Dabei schienen die Silberpfeile mit insgesamt drei Grand-Prix-Siegen und acht Pole-Positions in dieser Saison endlich auf dem richtigen Weg angekommen. "Wir müssen jetzt verstehen, ob wir irgendwo eine falsche Abzweigung genommen haben", sagte Wolff.

Was passiert mit Brawn?

Da kommt die Debatte um Brawn zur Unzeit. Der 59-Jährige will sich erst nach Saisonende entscheiden, ob er weitermacht. Vor dem Japan-Rennen blühten schon Gerüchte, Brawn habe Lauda bereits seinen Abschied angekündigt. Dies dementierten jedoch alle Beteiligten.

Sicher ist ein Verbleib des Weltmeistermachers von Michael Schumacher damit aber keineswegs. Hinter den Kulissen wird über Brawns künftige Kompetenzen gerungen. Der Brite will sich seine Chefrolle nicht beschneiden lassen. Wolff und Lauda haben wohl andere Vorstellungen. Mercedes stehen entscheidende Wochen bevor.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal