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Zoff mit Thomas Müller: Pep Guardiola pfeift Arjen Robben zurück

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Elfer-Zoff mit Müller  

Guardiola pfeift Robben zurück

20.10.2013, 09:00 Uhr | t-online.de

Zoff mit Thomas Müller: Pep Guardiola pfeift Arjen Robben zurück. Thomas Müller (li.) übernimmt die Verantwortung vom Punkt. Arjen Robben ist bedient. (Quelle: imago/Ulmer)

Thomas Müller (li.) übernimmt die Verantwortung vom Punkt. Arjen Robben ist bedient. (Quelle: Ulmer/imago)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

"Müüüller, Müüüüller!" Man musste kein Lippenleser sein, um zu erkennen, was Pep Guardiola quer über den Platz rief. Es lief die 82. Spielminute im Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem FSV Mainz 05 als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nach einem Foul an Bastian Schweinsteiger auf Elfmeter entschied. Doch anstatt Thomas Müller schnappte sich Arjen Robben den Ball, um den Strafstoß auszuführen und wurde prompt vom spanischen Coach zurückgepfiffen.

Das passte dem Niederländer gar nicht. Als der bemerkt hatte, dass der Trainer einen anderen Schützen bevorzugt, warf er den Ball wütend Müller entgegen und stapfte vom Elfmeterpunkt zurück ins Mittelfeld. Einige Zuschauer quittierten diese Aktion mit Pfiffen.

"Arjen wollte schießen aber der Trainer hat gesagt, ich soll schießen. Als loyaler Spieler habe ich die Anordnung ausgeführt", kommentierte Müller die Szene nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern. 

Kurzer Rückfall in alte Zeiten

Robben selber wollte anschließend nicht mehr zusätzlich Öl ins Feuer gießen: "Ich möchte nicht viel darüber sagen. Wer schießt ist egal. Hauptsache das Ding geht rein. Für mich ist wichtig, dass wir gewonnen haben."

Die Überreaktion ist typisch für den ehrgeizigen Robben. Er will immer Tore erzielen, er will immer spielen, er will immer Vollgas geben. Er sei der professionellste Spieler, den er jemals erlebt habe, sagte einmal Karl-Heinz Rummenigge, als sich Robben während einer Verletzungspause wie ein Verrückter im Kraftraum für ein Comeback quälte. Doch dieser Ehrgeiz steht Robben manchmal auch im Weg.

In seinen ersten Jahren beim Rekordmeister kam er mit dieser Einstellung bei der Mannschaft nicht wirklich gut an. Er erhielt den Spitznamen "Alleinikov". Der verschossene Elfmeter im Champions League-Finale von 2012 gegen den FC Chelsea sorgte dann auch dafür, dass er auch bei den Fans in Ungnade gefallen war. Im Halbfinale zuvor gegen Real Madrid stritten er und Franck Ribéry wie zwei kleine Kinder darum, wer von den beiden Stars einen Freistoß ausführen durfte. In der Halbzeitpause wurde die Meinungsverschiedenheit fortgesetzt und der Franzose wurde gegenüber Robben handgreiflich.

Ärger schnell wieder verraucht

Doch längst haben Mannschaft und der eigenwillige Robben zueinander gefunden. In seinem fünften Jahr beim FC Bayern weiß Robben, was er an der Mannschaft hat. Umgekehrt gilt dies genauso. Und spätestens mit dem Siegtor gegen Dortmund im Finale der Königsklasse 2013 haben ihn auch die Fans wieder in ihr Herz geschlossen.

Und so war Robbens Ärger um den Elfmeter schnell wieder verraucht. Bereits nachdem Müller zum 4:1-Endstand gegen die Rheinhessen sicher verwandelt hatte, gratulierte der 29-Jährige dem Schützen zum Torerfolg. Diese Reaktion dürfte ihm auch weiteren Ärger erspart haben. "Ich bin der Trainer und ich wollte, dass Thomas Müller schießt", sagte Guardiola nach dem Spiel.

Guardiola droht mit der Tribüne

Wer weiß, was passiert wäre, hätte sich Robben nicht gefügt. Denn ausgerechnet im aktuellen Bayern-Magazin warnte Guardiola die Profis. "Ich bin ein großer Freund meiner Spieler, wenn sie akzeptieren, was ich sage", sagte der 42-Jährige. "Wer meine Entscheidungen annimmt, den unterstütze ich. Wer das aber nicht verstehen will, wird oft auf der Tribüne sitzen." Mannschaftskapitän Philipp Lahm nahms zumindets nach außen hin locker. "Thomas ist ein relativ guter Schütze. Und irgendjemand muss sagen, wer schießt."

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