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Früherer Kanu-Weltverbandspräsident Feldhoff ist tot

21.10.2013, 17:01 Uhr | dpa

Früherer Kanu-Weltverbandspräsident Feldhoff ist tot. Ulrich Feldhoff starb im Alter von 75 Jahren.

Ulrich Feldhoff starb im Alter von 75 Jahren. Foto: Roland Weihrauch. (Quelle: dpa)

Duisburg (dpa) - Fast 30 Jahre lang spielte Ulrich Feldhoff auf höchster sportpolitischer Bühne eine bundesweit entscheidende Rolle.

Der gebürtige Oberhausener traf große Namen und große Entscheidungen - im Alter von 75 Jahren ist das langjährige Gesicht des Kanu-Weltverbandes ICF am Samstag gestorben, wie der Deutsche Kanu-Verband (DKV) bekanntgab. Mit Feldhoff verliere der deutsche Sport "eine der herausragendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte", urteilte der DKV in einer Würdigung - nicht nur bei den Paddlern herrscht "Trauer und Bestürzung".

Feldhoff spielte jahrelang auf höchster sportpolitischer Bühne mit, war Vizepräsident des Deutschen Sportbundes und in den 1990-er Jahren zweimal Chef de Mission der deutschen Olympia-Teams. Von 1981 bis 2005 stand er dem DKV vor und von 1998 bis 2008 sogar dem ICF - mehr als ein Jahrzehnt war er der entscheidende Mann im Kanusport schlechthin. Erst nach den Olympischen Spielen in Peking wechselte Businessman Feldhoff in den Ruhestand - mit 70 Jahren.

Noch bei der Heim-WM Ende August in Duisburg war Feldhoff Ehrengast an der Regattastrecke am Niederrhein, schon damals gezeichnet von seiner Krankheit. "Die Weltmeisterschaften waren noch mal wie ein neues Lebenselixier für ihn. Er wollte unbedingt noch mal im Kreis seiner Kanufamilie Wettbewerbe in Duisburg erleben und ist von Tag zu Tag aufgeblüht", sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko.

Hans-Peter Krämer, Interimschef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), würdigte Feldhoff als "Gestalter und Wegweiser". "Entscheidende Weichenstellungen" seien zu Feldhoffs Zeiten nötig gewesen, um den deutschen Sport international nach vorn zu bringen. "Viele von ihnen sind Uli Feldhoff zu verdanken", urteilte Krämer.

Rund 60 Stunden arbeitete der Mann aus dem Ruhrgebiet bis zu seinem Abschied von der ICF-Spitze durchschnittlich wöchentlich im Ehrenamt - er verdiente sich die Bezeichnung Workaholic wie sonst kaum jemand. Schon zwei Jahre vor seinem Funktionärs-Abgang hatte er alles ganz genau mit seiner Frau besprochen, berichtete er im Februar zu seinem 75. Geburtstag; "intensive Gespräche" seien das gewesen. In seinem Kanu-Abschiedsjahr 2008 trieb er sich an rund 40 Wochenenden irgendwo in der Weltgeschichte herum, zuletzt war er stattdessen fast immer daheim. Und musste doch mitansehen, wie sich seine zwei Enkeltöchter nicht wie er dem Kanusport verschrieben. "Sie sind leider begeisterte Reiterinnen geworden", berichtete er im Winter augenzwinkernd.

Mehr Zeit für die Familie zu haben - das war Feldhoff wichtig, als er den Entschluss fasste, aufzuhören mit der großen Sportpolitik. Spätestens in den 1980-er Jahren verschaffte er sich in Deutschland großes Gehör - manchmal auch mit der Brechstange, was ihm bisweilen Kritik einbrachte. "Ich habe immer für meine Standpunkte gestritten. Jetzt, im Alter, bemühe ich mich aber ein freundlicherer Mensch zu werden", scherzte er zuletzt. In der olympischen Familie stärkte er in erster Linie den Stellenwert seiner Kanuten. Gut für Deutschland, denn auf das Paddlerteam war bei der Medaillenjagd immer Verlass.

Ganz nebenbei avancierte Feldhoff zum munteren Sammler diverser Auszeichnungen. Nach seinen Abtritten beim DKV und ICF wurde er in beiden Verbänden jeweils Ehrenpräsident, zudem war er Ehrenmitglied des DOSB und Inhaber des olympischen Ordens, verliehen vom Internationalen Olympischen Komitee. Auch das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1. Klasse heimste er ein. "Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Edith sowie seiner Familie", sagte DOSB-Interimschef Krämer.

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