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Horst R. Schmidt hört beim DFB auf

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Fußball  

Horst R. Schmidt hört beim DFB auf

24.10.2013, 11:28 Uhr | dpa

Horst R. Schmidt hört beim DFB auf. Horst R.

Horst R. Schmidt schließt das Kapitel DFB. Foto: Jens Wolf. (Quelle: dpa)

Nürnberg (dpa) - Als Horst R. Schmidt 1974 zum ersten Mal eine WM mitorganisierte war von den aktuellen Nationalspielern noch keiner geboren. Franz Beckenbauer dirigierte in kurzen Hosen auf dem Rasen und der heutige DFB-Chef Wolfgang Niersbach startete gerade seine erste Karriere als Journalist.

Wenn Schmidt beim DFB-Bundestag am 25. Oktober in Nürnberg satzungsgemäß aus Altersgründen sein Amt als Schatzmeister aufgibt, endet eine Ära im deutschen Fußball. So viel Organisations-Know-how wie "HR" hat im deutschen Fußball niemand, und auch weltweit ist die Kompetenz des 71-Jährigen hoch geschätzt.

"Er vereint in sich einen scharfen, analytischen Verstand und menschliche Herzenswärme, Fachwissen und Erfahrung, Engagement und Verantwortungsgefühl; alles in einem Maße, wie es nur wenige Menschen tun", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter schon zu Schmidts 65. Geburtstag. Da hatte der Aschaffenburger gerade als Beckenbauers rechte Hand und OK-Vize maßgeblichen Anteil am WM-Sommermärchen 2006 gehabt. War Beckenbauer das Gesicht der deutschen WM, so war Schmidt das Hirn. Kein Wunder, dass ihn Blatter dann als Feuerwehrmann nach Südafrika holte, als die WM 2010 dort in Vorbereitungsproblemen steckte. Auch am Kap hat Schmidt noch heute einen guten Namen.

Beckenbauer lobte Schmidt einst als "einen Topmanager ohne Allüren und ein Mann von Welt, der, egal wer sein Gesprächspartner ist, immer die richtigen Worte findet". Den Eindruck eines modernen Managers aus der High Society macht Schmidt aber gar nicht. Mit seiner ganz gewöhnlichen Brille und meist im grauen Anzug verkörpert der gebürtige Franke optisch eher den Beamtentyp. Doch Schmidt kann selbstbewusst sagen: "Ich bin oft in der ersten Reihe gewesen und habe meine Aufgaben dort erledigt."

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war Schmidt an der Organisation beteiligt, dann kam der Wechsel vor der Heim-WM zum DFB. Das R. für Rudolf bekam er in seine Namenszeile, weil es beim Fußball-Verband noch einen anderen Horst Schmidt gab. "HR" stieg zum Abteilungsleiter und Direktor auf. Von 1992 bis 2007 war er DFB-Generalsekretär als Vorgänger Niersbachs. Nicht wenige hätten ihm auch den Präsidentenposten zugetraut oder gar gewünscht, den nun Niersbach innehat. Die Altersgrenze von 70 Jahren beim DFB hätte dies aber nicht lange möglich gemacht.

Gemeinsam mit Beckenbauer wird Schmidt in seiner Geburtsstadt Nürnberg zum Ehrenmitglied des DFB ernannt. Dann ist zumindest im deutschen Verband Schluss. "Meine Frau macht sich auch schon Gedanken", sagte Schmidt mit einem Lächeln über mögliche Probleme beim Schritt in den Ruhestand. Daheim in Aschaffenburg wird Schmidt aber nicht permanent anzutreffen sein. Die FIFA hat ihn schon weiter als Berater engagiert - für die WM 2014 in Brasilien.

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