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FINA warnt Katar und VAE wegen Israel-Diskriminierung

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FINA warnt Katar und VAE wegen Israel-Diskriminierung

24.10.2013, 14:22 Uhr | dpa

Berlin (dpa) - WM-Gastgeber Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sind vom Schwimmweltverband angezählt worden. Die FINA verwarnte beide arabische Staaten wegen der Diskriminierung israelischer Athleten. Anlass waren verschiedene Vorfälle beim Kurzbahn-Weltcup in Dubai und Doha.

Dabei soll nach Augenzeugenberichten eine Siegerehrung ausgefallen sein, um Israel nicht beim Namen zu nennen. Aus dem gleichen Grund war der Ländername des Staates bei der TV-Übertragung nicht eingeblendet worden, bei Vorläufen unterblieb die sonst übliche Vorstellung der Schwimmer mit ihrer Herkunft.

Katar, 2014 Gastgeber der Kurzbahn-WM, 2015 Gastgeber der Handball-WM und 2022 Ort der Fußball-WM und die Emirate gehören zu den Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten. Die FINA betonte in ihrer Mitteilung, sie habe nach den ersten Vorfällen dieser Art bei den Veranstaltern interveniert. Danach habe es keine diskriminierenden Aktionen bezüglich israelischer Schwimmer gegeben. Die FINA garantierte, "alle nötigen Schritte zu unternehmen, um ein solches Verhalten in Zukunft zu verhindern".

Israels Schwimmer Gal Nevo berichtete der israelischen Tageszeitung Haaretz von den Ressentiments der arabischen Gastgeber. "Damit unsere Flagge nicht gezeigt und unsere Namen nicht genannt werden mussten, wurden die Ergebnisse der Rennen, in denen wir starteten, nicht veröffentlicht", zitiert das anerkannte Fachportal "swimvortex.com" den 26-Jährigen. "Auch unsere Gegner erwarteten nach den Vorläufen die Resultate auf der Anzeigetafel. Doch dort zeigten sie bereits das nächste Rennen ohne die Namen und Zeiten des vorherigen zu erwähnen."

Die deutsche Schwimmerin Theresa Michalak bekundete ihre Solidarität und postete in einem sozialem Netzwerk ein Foto von sich in einem Sweatshirt mit der Aufschrift "Team Israel". Michalak war bei den Kurzbahn-Weltcups ebenfalls dabei gewesen. "Politische Probleme im Sport unterzubringen sind eben nicht immer wirklich passend", schrieb sie.

Ähnliche Vorfälle hatte es bereits im internationalen Tennis gegeben. 2010 durfte die Israelin Shahar Peer nicht zu einem WTA-Turnier in Dubai einreisen. Zuletzt trat ein Tunesier auf Druck seines Landesverbandes bei einem Turnier in ATP-Taschkent nicht zum Viertelfinale an, weil er gegen einen Israeli hätte spielen müssen.

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