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BVB-Randale auf Schalke sorgt für Ärger bei Klopp, Watzke und Heldt

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Revierderby  

Klopp und Watzke schämen sich für Randale

27.10.2013, 14:06 Uhr | dpa, sid

BVB-Randale auf Schalke sorgt für Ärger bei Klopp, Watzke und Heldt. Feuerwerk und gesplitterte Scheiben: Einige BVB-Anhänger randalierten im Rahmen des Derbys im Schalker Stadion. (Quelle: AP/dpa)

Feuerwerk und gesplitterte Scheiben: Einige BVB-Anhänger randalierten im Rahmen des Derbys im Schalker Stadion. (Quelle: AP/dpa)

Pyrotechnik, Randale und drohender Spielabbruch: Nach den Ausschreitungen rund um das 143. Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund haben Verantwortliche beider Vereine die Vorfälle in der Veltins-Arena scharf verurteilt. "Es ist unangenehm. Wir gewinnen 3:1 und müssen jetzt - zurecht - über diese Situation reden", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Spiel. "Manchmal bin ich unfassbar stolz auf unsere Fans. Die machen viele gute Sachen. Aber dafür habe ich mich geschämt. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Das hilft nicht, ist verboten und außerdem gefährlich."

Hans-Joachim Watzke schämte sich laut eigener Aussage für das "asoziale Verhalten" einiger Anhänger. "Ich bin verärgert über einen Teil der Fans und habe dafür null Verständnis. Es tut mir leid. Ich entschuldige mich bei Schalke dafür. Ich verspreche, dass wir etwas unternehmen werden. Wir können schon einschätzen, wer die Rädelsführer waren", sagte der BVB-Geschäftsführer.

Heldt: "Das ist eine neue Dimension"

Die Partie konnte erst mit fünfminütiger Verspätung angepfiffen werden, weil im Gäste-Fanblock der Veltins-Arena kurz vor 15.30 Uhr Feuerwerkskörper gezündet wurden. Schiedsrichter Knut Kircher beorderte beide Mannschaften, die schon zum Anstoß bereitstanden, wieder zurück in die Kabinen. Knall- und Leuchtkörper flogen auf das Spielfeld und in die Ränge. Der Stadionsprecher forderte die BVB-Anhänger auf, das Abbrennen der Pyrotechnik zu unterlassen. Andernfalls drohe ein Spielabbruch.

Schalkes Manager Horst Heldt sprach von einer "anderen Qualität" der Gewalt, wenn Bengalos auf gegnerische Fans geschossen würden. "Das kann ich überhaupt nicht verstehen. Das ist eine neue Dimension", sagte Heldt. Er räumte ein, dass es schwierig sei, das Hereinschmuggeln von Feuerwerkskörpern in Stadien ganz zu unterbinden. "Die haben ja mittlerweile Labello-Größe."

Randalierer stark vermummt

Ein kompromissloses Vorgehen gegen die Übeltäter forderte die DFL. "Wir verurteilen die Vorfälle aufs Schärfste. Hier werden von Einzelnen Verletzungen Anderer billigend in Kauf genommen", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig. "Jetzt gilt es, dass die Polizei gemeinsam mit den Klubs die Täter schnellstmöglich ermittelt, damit diese gezielt bestraft werden." Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. "Diese gestalten sich nach der ersten Auswertung des Bildmaterials aber schwierig, da die BVB-Anhänger überwiegend stark vermummt waren", sagte Polizeisprecher Johannes Schäfers. "Das sind keine Fans, sondern Kriminelle. Sie wollten Leib und Leben Unbeteiligter schädigen."

Schäfers stellte klar, dass der Verein das Hereinschmuggeln von Feuerwerkskörpern unterbinden muss: "Die Kontrollen sind Aufgabe des Ordnungsdienstes, nicht der Polizei."

Auch Schalker Fans beteiligt

Nach Polizeiangaben gelang es den Borussen-Fans große Mengen Pyrotechnik in die Arena zu bringen und zu entzünden. Mit Nothämmern, wie man sie aus Bussen und Straßenbahnen kennt, wurden mehrere Glasscheiben im Dortmunder Bereich komplett zerstört. BVB-Anhänger versuchten, in den Schalker Bereich zu gelangen und schossen Pyrotechnik gezielt in andere Blöcke. Watzke will das nicht hinnehmen: "Es gehört sich nicht, Raketen in andere Blöcke zu schießen und so ein Spektakel zu veranstalten. Das ist schlicht und ergreifend nicht tolerabel."

Schalker Fans versuchten ihrerseits in den Block der BVB-Anhänger zu gelangen. Die Polizei setzte auch Pfefferspray zur Bewältigung der Lage ein. Ein Polizeibeamter, der ein deeskalierendes Gespräch führen wollte, wurde durch Fußtritte und Faustschläge verletzt. Für Verwunderung sorgte zunächst, dass die Sieger nach Spielschluss dennoch mit den Krawallmachern feierten. "Wir sind völlig unbeleckt in die Kurve gegangen und haben gar nicht mehr darüber nachgedacht", ergänzte Klopp. Was er nicht wusste: Es geschah in Abstimmung mit den Sicherheitskräften, um nicht weitere Ausschreitungen zu provozieren.

Nackte Zahlen sprechen für ruhiges Derby

Schon am Vormittag hatten etwa 350 Fans des BVB am Bahnhof Essen-West für Chaos gesorgt. Die Anhänger durchbrachen nach Angaben der Polizei Gelsenkirchen eine "polizeiliche Absperrung", stiegen in einen Zug und provozierten einen Nothalt.

Abgesehen von abgebrannter Pyrotechnik und Feuerwerkskörpern zog die Polizei angesichts der nackten Zahlen ein positives Fazit. "Insgesamt wurden neun freiheitsentziehende Maßnahmen durchgeführt. Fünf Personen wurden festgenommen. Gegen vier Fans wurden Ingewahrsamnahmen ausgesprochen. Das ist für ein Derby rein zahlenmäßig im unteren Bereich", sagte Polizeisprecher Schäfers dem "RevierSport". Die Abreise der Anhänger verlief demnach weitgehend störungsfrei. "Lediglich drei Busse wurden beschädigt", erklärte Schäfers. "Aber die erschreckenden Bilder haben wir alle vor Augen"

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