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Spielbericht  

Kruse lässt Gladbach beim HSV jubeln

02.11.2013, 17:29 Uhr | dpa

Kruse lässt Gladbach beim HSV jubeln. Heiko Westermann (re.) versucht, den Gladbacher Doppeltorschützen Max Kruse aufzuhalten.  (Quelle: dpa)

Heiko Westermann (re.) versucht, den Gladbacher Doppeltorschützen Max Kruse aufzuhalten. (Quelle: dpa)

Borussia Mönchengladbach hat seinen Trainer Lucien Favre zum 56. Geburtstag mit dem ersten Auswärtssieg der Saison beschenkt. Beim 2:0 (1:0) beim Hamburger SV untermauerten die Fohlen den vierten Tabellenplatz in der Bundesliga und fügten Coach Bert van Marwijk beim HSV die erste Niederlage zu.

Zum Matchwinner wurde der gebürtige Hamburger Max Kruse mit seinen Saisontoren sechs und sieben (23./63. Minute). Damit fuhr Gladbach nach dem 4:1 gegen Frankfurt erstmals seit Februar 2012 zwei aufeinanderfolgende Siege in der Liga ein.

Im erstmals seit Mai mit 57 000 Besuchern ausverkauften Stadion am Volkspark setzte van Marwijk mit einer Ausnahme auf die Siegerelf von Freiburg. Nur Lasse Sobiech (22) ersetzte den verletzten Johan Djourou und bildete zusammen mit dem 17-jährigen Jonathan Tah die jüngste Innenverteidigung der Liga. Nach einem kurzen Abtasten beider Teams machte Sobiech den ersten entscheidenden Fehler: Der Verteidiger passte zurück zu René Adler, doch Ex-St.-Pauli-Profi Kruse war schneller als der Nationalkeeper, legte sich den Ball vor und traf ohne Probleme.

Van der Vaart fordert ter Stegen

Schon zuvor hatte Juan Arango den jungen Tah schlecht aussehen lassen. Die Gäste hätten durch Patrick Hermann (27.) erhöhen können, doch der verfehlte knapp das Gehäuse. Der HSV war zunächst geschockt nach dem Gegentor und wagte weniger in der Vorwärtsbewegung. Erst Kapitän Rafael van der Vaart (30./34.) zwang den vom FC Barcelona umworbenen Marc-André ter Stegen zu Höchstleistungen.

Auch Marcel Jansen (35.) und Hakan Calhanoglu (40./61) prüften den starken Torhüter. Kurz vor der Halbzeit wackelte auch die schon so oft in dieser Saison wegen Verletzungen umgestellte Abwehr der Borussia.

Zwar kehrte der zuletzt gesperrte Martin Stranzl in die Innenverteidigung zurück, Roel Brouwers (Muskelfaserriss) und Alvaro Dominguez (Schlüsselbeinbruch) werden aber noch schmerzlich vermisst. Stranzl bremste zu Beginn der zweiten Hälfte den Aktivposten Maximilian Beister unsanft an der Strafraumgrenze aus. Der Freistoß von van der Vaart (47.) ging an die Latte, Beisters Nachschuss neben das Tor.

Sobiech patzt

Dann war es erneut ein Fehler des unsicheren Sobiech gegen Raffael, dieser bediente Kruse zum 2:0. Auch Tah konnte den Doppeltorschützen nicht aufhalten.

Die so wacklige Innenverteidigung des HSV bedarf dringend eines erfahrenen Spielers als Stabilisator. Heiko Westermann vertritt derzeit auf der rechten Seite noch Dennis Diekmeier (Fußbruch), der seinen Vertrag bis 2016 verlängerte. Den Anschlusstreffer für die Gastgeber verfehlte nur knapp Pierre-Michel Lasogga (75.), der einen Freistoß von van der Vaart an den rechten Pfosten köpfte. Danach verwaltete die Favre-Elf die Führung souverän.

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