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Bundesliga: Garcia lässt Werder jubeln

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Spielbericht  

Werder bezwingt Hannover

03.11.2013, 19:29 Uhr | dpa

Bundesliga: Garcia lässt Werder jubeln. Clemens Fritz im Duell mit dem Hannoveraner Szabolcs Huszti. (Quelle: dpa)

Clemens Fritz im Duell mit dem Hannoveraner Szabolcs Huszti. (Quelle: dpa)

Die ersten zwei Tore in der Fremde erzielt, aber wieder keinen Punkt geholt: Hannover 96 bleibt durch das 2:3 (2:2) bei Werder Bremen die schlechteste Auswärtsmannschaft der Bundesliga. Die ambitionierten Niedersachsen stecken damit zu Beginn ihrer norddeutschen Derby-Wochen tief im Mittelmaß und warten auch nach dem 26. Spiel im Weserstadion weiter auf ihren zweiten Sieg in Bremen.

Szabolcs Huszti (20./Foulelfmeter) und Hiroki Sakai (41.) trafen am Sonntag nach bislang vier Auswärtsniederlagen ohne eigenes Tor für Hannover. Aaron Hunt (25./Foulelfmeter), Cedrick Makiadi (39.) und Matchwinner Santiago Garcia (86.) mit seinem ersten Werder-Tor erzielten vor 40.435 Zuschauern die Tore zum zweiten Saisonsieg der Bremer.

Die Bremer überflügelten damit mit nun 15 Punkten als Tabellen-Achter den enttäuschten Gegner. Hannover ist mit 13 Zählern Elfter. Für die weiteren anstehenden Nord-Duelle gegen Erzrivale Eintracht Braunschweig am kommenden Freitag und nach der Länderspielpause beim Hamburger SV konnten die Niedersachsen kein Selbstvertrauen tanken.

Beide Teams mit Sturmproblemen

Auf beiden Seiten herrschte Stürmernot. Werder-Coach Robin Dutt wählte dennoch eine offensive Ausrichtung und beorderte die Mittelfeldakteure Zlatko Junuzovic und Eljero Elia in die Spitze. Hunt agierte zentral dahinter als Frontmann der einst klassischen Werder-Raute. Bei Hannover sollte Artur Sobiech die Personalmisere vorne beheben - nach nur einer halben Stunde musste aber auch er wegen Achillessehne-Problemen raus. 96-Coach Mirko Slomka brachte Deniz Kadah, der beim 9:2 im Duell beider Reserveteams kürzlich viermal getroffen hatte - im Bundesliga-Vergleich klappte das nicht.

Werder tat deutlich mehr für das Spiel und musste dennoch einen Rückstand verkraften. Huszti wurde von Clemens Fritz gefoult und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher - es war der 200. Elfmeter in der Bundesliga gegen Werder, zum 150. Mal ging der Ball ins Tor. Fünf Minuten später nutzte Elia ein unbedachtes Tackling von Salif Sané zu einem Faller - Referee Thorsten Kinhöfer wertete dies als Strafstoß, den Hunt zu seinem ersten Saisontor verwandelte. Sané sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt im Derby gegen Braunschweig.

Garcia der gefeierte Mann

Hannovers Edgar Prib (31.) schoss aus kurzer Distanz Werder-Keeper Sebastian Mielitz direkt in die Arme. Bremens Makiadi stand nach einem Junuzovic-Schuss so nah am Tor, dass er bei seinem ersten Treffer für Werder nicht mehr vorbei zielen konnte. Das schöne Gefühl der Führung währte in einem nun munteren Spiel ganze zwei Minuten, dann zog Sakai aus rund 25 Metern ab - wie ein Strich pfiff der Ball über den verdutzten Mielitz in die Maschen.

Auch im zweiten Abschnitt war Werder die aktivere Mannschaft. Makiadi bot sich einen hervorragende Chance, doch der Ball ging über das Tor. Gegen Hunt (73.) parierte 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler aufmerksam. Bei Werder feierte der 18-jährige Davie Silke sein Bundesliga-Debüt - als mögliche Sturmalternative für kommende Tage. Für Hannover ging das Verletzungspech weiter. Andre Hoffmann musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung raus. Und der nächste Nackenschlag kam kurz vor Schluss, als Garcia den Ball aus kurzer Distanz zum Werder-Sieg über die Linie bugsierte.

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