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Sportpolitik  

DOSB: Politik bei Spitzensportförderung mehr gefordert

30.10.2013, 15:07 Uhr | dpa

München (dpa) - Nach der Kritik des Bundesinnenministeriums an den Mehrforderungen des Deutschen Olympischen Sportbundes appelliert DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank an ein Umdenken in der Politik.

"Ich wäre mal an einer Generaldebatte im Bundestag dazu interessiert. Doch das Interesse ist scheinbar nicht vorhanden", monierte Schwank auf einem ARD-Forum zur deutschen Sportförderung in München. Es gehe um die Grundsatzfrage, was Spitzensport wert sei. Mit Olympia 2016 in Rio de Janeiro stehe der Dachverband "vor der nächsten Bugwelle, die wir bewältigen müssen".

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass eine interne Kommission des DOSB aus Sorge um die internationale Konkurrenzfähigkeit seiner Spitzenathleten einen Mehrbedarf von jährlich 38 Millionen Euro errechnet habe. Das sei "belastbar", sagte Schwank. Er betonte zugleich: "Jetzt müssen wir gemeinsam entscheiden, welche Teile davon sind uns so wichtig, dass wir sie als politische Forderung gegenüber Parlament und Regierung formulieren."

Der Beitrag der Steuerzahler für die Finanzierung des olympischen Spitzensports würde bei einem Plus von 38 Millionen Euro von derzeit 113 Millionen auf gut 150 Millionen Euro klettern. Die Gesamtförderung des Sports durch das Bundesinnenministerium (BMI) würde von 130 Millionen Euro im Jahr 2013 auf knapp 170 Millionen Euro steigen.

Das BMI untermauerte seine Kritik. "Bestimmte Fakten sind vonseiten des Sports noch nicht so unterlegt, als dass wir diese im Kabinett einfordern könnten", sagte Ministerialdirektor Gerhard Böhm. "Wir hatten sieben Millionen mehr für den Haushalt 2014 eingefordert, bereits das ist rundherum abgelehnt worden", monierte er mit Blick auf die angespannte Lage. Um die internationale Leistungsfähigkeit zu messen, laufe derzeit eine Studie des Ministeriums, in der es um die Bezahlung und Qualität von Spitzensporttrainern gehe.

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