Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Bach ruft UN zu olympischer Waffenruhe auf

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sportpolitik  

Bach ruft UN zu olympischer Waffenruhe auf

06.11.2013, 18:43 Uhr | dpa

Bach ruft UN zu olympischer Waffenruhe auf. Thomas Bach spricht vor der UN-Vollversammlung.

Thomas Bach spricht vor der UN-Vollversammlung. Foto: Andrew Gombert. (Quelle: dpa)

New York (dpa) - Knapp einen Monat nach seiner Wahl zum neuen IOC-Präsidenten treibt Thomas Bach die Umgestaltung der Ringe-Organisation mit Hochdruck voran.

Der 59 Jahre alte Jurist aus Tauberbischofsheim bat die UN-Vollversammlung in New York erfolgreich zur olympischen Waffenruhe während der Winterspiele vom 7. bis 23. Februar im russischen Sotschi - und kündigte veränderte Kriterien bei der Vergabe künftiger Olympischer Spiele an. "Wir bitten heute um Ihre Unterstützung für den olympischen Waffenstillstand", sagte Bach in seiner Rede vor den Vereinten Nationen.

Seit den Olympischen Spielen 1994 habe die UN diese Waffenruhe unterstützt, die schon in der Antike üblich war. Per Akklamation wurde die von der russischen Regierung eingebrachte und von mehr als 70 Ländern, auch Deutschland, unterstützte Resolution schließlich angenommen. Darin wurden alle Länder gebeten, eine Woche vor Beginn der Spiele bis eine Woche nach ihrem Ende die Waffen ruhen zu lassen.

Ähnliche Resolutionen hatten sich in der Vergangenheit allerdings nicht immer als wirksam erwiesen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat seit Oktober 2009 einen Beobachterstatus in der Vollversammlung. Ein Wahlrecht hat das IOC dadurch nicht, darf aber an sämtlichen Diskussionen im Plenum teilnehmen und bei der Ausarbeitung von Resolutionen mitwirken, die der Vollversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden.

Bach gab bei seinem Auftritt in Manhattan zudem einen Einblick in die geplante politische Neupositionierung des IOC. Anders als sein Vorgänger Jacques Rogge, der bei seinem Versuch, das IOC in allen Diskussionen unpolitisch und trotzdem glaubwürdig und stark zu präsentieren, nicht immer eine gute Figur abgab, will der Franke mehr Verantwortung übernehmen. Innerhalb der Partnerschaft mit der Politik müsse der Sport politisch neutral bleiben, erklärte Bach. "Das bedeutet aber nicht, dass er unpolitisch ist."

Der Wirtschaftsanwalt aus Tauberbischofsheim ging sogar noch weiter und präzisierte, was er in seinem Wahlprogramm bereits angedeutet hatte: Die Anforderungen bei der Vergabe lukrativer Sportveranstaltungen stehen vor einer Überarbeitung. "Sport muss politische Überlegungen in seine Entscheidungen miteinbeziehen. Sport muss zudem die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen seiner Entscheidungen berücksichtigen", sagte Bach. "Dies gilt ganz besonders für die Auswahl der Ausrichter sportlicher Großereignisse, allen voran den Olympischen Spielen."

Gleichzeitig rief er die UN-Mitgliedsstaaten auf, "bitte helft uns, die Autonomie des Sports zu schützen und zu stärken". In diesem Zusammenhang konnte sich Bach auch einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. In vielen UN-Mitgliedsstaaten werde es nicht immer verstanden, dass der Sport nur mit Autonomie seine internationalen Wettkämpfe ausrichten und seine Werte promoten könne.

Gerade vor den erwarteten Problem-Spielen in Sotschi schien Bach bemüht, als starke Führungspersönlichkeit aufzutreten. Das heftig kritisierte Anti-Homosexuellen-Gesetz der russischen Regierung hatte einen weltweiten Aufschrei ausgelöst und auch bei Athleten und IOC-Sponsoren Sorgen hervorgerufen. Selbst US-Präsident Barack Obama hatte die umstrittene Gesetzgebung kritisiert. Aktivisten hatten sogar zu einem Boykott der Spiele aufgerufen. Bach wies diese Forderungen entschieden zurück: "Boykotte sind ein fundamentaler Widerspruch des sportlichen Geistes."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

Shopping
Macht den Kaffeemoment zur besten Zeit des Tages

Siemens Kaffeevollautomat der EQ Serie: Erfahren Sie vollendeten Kaffeegenuss. von OTTO

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal