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Spielbericht  

Braunschweig entführt einen Punkt aus Hannover

08.11.2013, 22:24 Uhr | t-online.de

Braunschweig entführt einen Punkt aus Hannover. Braunschweigs Dennis Kruppke (li.) im Laufduell mit Hannovers Leon Andreasen. (Quelle: dpa)

Braunschweigs Dennis Kruppke (li.) im Laufduell mit Hannovers Leon Andreasen. (Quelle: dpa)

Jede Menge Pyrotechnik auf den Rängen, aber kein Fußball-Feuerwerk auf dem Rasen: Hannover 96 ist im Hochrisiko-Spiel gegen Eintracht Braunschweig nicht über 0:0 hinausgekommen und wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. Im ersten Erstliga-Derby der niedersächsischen Rivalen seit 37 Jahren zeigten beide Teams Magerkost und sorgten für das 1000. torlose Remis in der Bundesliga-Geschichte. Aufsteiger Braunschweig verließ durch das Unentschieden vor 47.200 Zuschauern in der ausverkauften HDI Arena immerhin zumindest für eine Nacht den letzten Tabellenplatz.

Rund um das aufgeladene Duell der beiden Nachbarn herrschte im Umfeld des Stadions nach Angaben der Polizei eine sehr aufgeheizte Stimmung. Es kam auch zu Ausschreitungen zwischen Fans und Polizei.

Im Stadion fielen beide Fanlager durch das Abbrennen von Pyrotechnik negativ auf, der Stadionsprecher musste die Anhänger beider Klubs immer wieder ermahnen. "Das ist vollumfänglich abzulehnen und sehr bedauerlich", sagte Hannovers Präsident Martin Kind in der Halbzeitpause im Pay-TV-Sender Sky. Er forderte die große Mehrheit der Zuschauer auf, ihr Schweigen zu brechen und etwas gegen die Chaoten zu unternehmen. Beide Klubs hatten im Vorfeld in zahlreichen Aktionen an die eigenen Anhänger appelliert.

Rückkehr von Diouf sorgt für Schwung

So extrem wie zwei Wochen zuvor beim Revier-Derby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund wurde es wohl auch dank dieser Initiativen nicht. Die Begegnung hatte vor zwei Wochen wegen des Abfeuerns von Leuchtraketen erst mit einigen Minuten Verspätung beginnen können.

Sportlich übernahmen die zuletzt kriselnden Gastgeber von Beginn an das Kommando. 96-Coach Mirko Slomka konnte wieder auf Stürmer Mame Diouf zurückgreifen, der beim 2:3 in Bremen in der Vorwoche noch gesperrt war. Der Senegalese belebte das Angriffsspiel der Hausherren deutlich. Die erste gute Gelegenheit bot sich jedoch Andre Hoffmann, der nach einem Eckball per Kopfball an Braunschweigs Torhüter Daniel Davari scheiterte (9. Minute).

Davari vertändelt den Ball

Die Eintracht beschränkte sich indes ausschließlich auf die Sicherung des eigenen Tores. Mit sieben Defensivspielern versuchten die Gäste, den 96ern jeglichen Raum zum kombinieren zu nehmen und hatten damit Erfolg. Hannover war zwar klar feldüberlegen und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Bis auf einen Kopfball von Diouf brachte 96 aber offensiv nicht viel zustande, weil der letzte Pass fehlte.

Im Spiel nach vorne konnten die Braunschweiger allerdings keinerlei Akzente setzen. Das Fehlen von Karim Bellarabi, der kurz vor dem Spiel wegen Leistenbeschwerden passen musste, machte sich deutlich bemerkbar. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Eintracht-Keeper Davari dann für den größten Aufreger der ersten Halbzeit. Der 25-Jährige vertändelte an der Strafraumgrenze den Ball gegen Edgar Prib, hatte aber Glück, dass der Mittelfeldspieler daraus kein Kapital schlagen konnte.

Pocognoli scheitert aus der Distanz

Nach dem Seitenwechsel dauerte es eine Viertelstunde, ehe die Gastgeber wieder etwas durchschlagskräftiger wurden. Der Belgier Sebastien Pocognoli verfehlte mit einem Fernschuss das Braunschweiger Tor nur knapp (59.), wenig später vergab Diouf. Doch wie schon in den vergangenen Woche fehlte es den Hausherren an spielerischen Mitteln. Am Ende jubelten nur die Braunschweiger über einen verdienten Punkt.

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