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Eintracht-Adler weiter im Sturzflug

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Spielbericht  

Eintracht-Adler weiter im Sturzflug

10.11.2013, 17:30 Uhr | dpa

. Frankfurts Vaclav Kadlec (li.) schirmt den Ball gegen FSV-Spieler Joo-Ho Park ab. (Quelle: Reuters)

Frankfurts Vaclav Kadlec (li.) schirmt den Ball gegen FSV-Spieler Joo-Ho Park ab. (Quelle: Reuters)

Der FSV Mainz 05 hat sich durch einen Last-Minute-Sieg im Rhein-Main-Derby etwas Luft im Tabellenkeller verschafft und die Frankfurter Krise massiv verschärft. Im elften Erstliga-Duell der beiden Nachbarn gelang dem eingewechselten Eric Maxim Choupo-Moting (88.) beim verdienten 1:0 (0:0) der entscheidende Treffer.

Die Eintracht wartet in der Bundesliga nun schon seit sieben Spielen auf einen Sieg. Drei Tage nach dem peinlichen 2:4 in Tel Aviv zeigte der Europa-League-Teilnehmer spielerisch erneut eine eher enttäuschende Vorstellung. Bei den Mainzern feierte der erst 20 Jahre alte Torhüter Loris Karius vor 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Coface-Arena ein gutes Startelf-Debüt im Oberhaus und rettete den Gastgebern mit einigen Paraden den Dreier.

Es war eine richtungsweisende Partie für beide Klubs, die in dieser Spielzeit bisher hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind. Die Mainzer gingen nach nur einem Sieg in den vergangenen acht Spielen mit Selbstzweifeln in die Begegnung.

Kopfball von Meier streift das Lattenkreuz

Auch bei der Eintracht war die Verunsicherung deutlich zu spüren. Durchhalteparolen machten die Runde, die Klub-Verantwortlichen sprachen sogar von Abstiegskampf. Frankfurts Coach Armin Veh, der auf den gelbgesperrten Carlos Zambrano verzichten musste, war nach der Rückkehr aus Israel mal wieder als einfühlsamer Krisenmanager gefragt. Frankfurts Trainer rotierte prompt fünf Neue rein und überraschte mit einer offensiven Ausrichtung.

Trotz Reisestrapazen und Müdigkeit ließ er seine Truppe beherzt angreifen. Ein Kopfball von Kapitän Alexander Meier streifte nur das Lattenkreuz (3.). Die Gäste setzten auf Ballbesitzfußball, hohe Laufbereitschaft und aggressive Zweikampfführung - und sie wollten den unerfahrenen Mainzer Nachwuchskeeper Karius möglichst oft beschäftigen. Der 20-Jährige musste in Abwesenheit des verletzten Stammtorhüters Heinz Müller und der rotgesperrten Nummer zwei, Christian Wetklo, zwischen die Pfosten. Den Mainzern fehlten verletzungsbedingt zudem ihr erfolgreichster Torjäger Nicolai Müller und die beiden Abwehrspieler Bo Svensson und Niko Bungert.

Malli und Polter vergeben

Es entwickelte sich ein unterhaltsames Derby. Die Eintracht hatte zunächst mehr vom Spiel, Mainz 05 die besseren Möglichkeiten, obwohl sich das Team von Trainer Thomas Tuchel weitgehend aufs Kontern beschränkte. Dabei musste Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp gegen Shinji Okazaki (22.) und Zdenek Pospech (29.) jeweils in höchster Not retten.

Auch nach dem Wechsel blieb es spannend. Nach einer vergebenen Chance durch Sebastian Polter (46.) konnten sich die Mainzer gleich zweimal bei Karius bedanken, dass es weiter 0:0 stand. Der unerfahrene Youngster rettete glänzend gegen Tranquillo Barnetta (49.) und Vaclav Kadlec (50.).

Erst jetzt schien Tuchels Mannschaft richtig aufzuwachen und wurde stärker. Die Eintracht baute dagegen vor allem kräftemäßig ab. Mit zunehmender Spieldauer wurde Tuchel immer aufgeregter. Er wollte den Sieg, brachte Choupo-Moting (61.), aber Yunus Malli (56.) und erneut Polter (72.) vergaben in vielversprechenden Situationen die längst verdiente Mainzer Führung. Der glückliche Choupo-Moting sorgte dann kurz vor dem Abpfiff für die Erlösung.

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