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Bundesliga: Massiver Polizeieinsatz verhindert schwere Ausschreitungen

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Polizei, Pyros und Wasserwerfer  

DFL-Chef: "So macht es keinen Spaß mehr"

09.11.2013, 07:57 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Bundesliga: Massiver Polizeieinsatz verhindert schwere Ausschreitungen. Die Polizei hatte beim Niedersachsen-Derby alle Hände voll zu tun.  (Quelle: dpa)

Die Polizei hatte beim Niedersachsen-Derby alle Hände voll zu tun. (Quelle: dpa)

Das Konzept ging auf: Nur mit einem massiven Polizeieinsatz sind schwere Ausschreitungen am Rande des Derbys zwischen Hannover 96 und EIntracht Braunschweig verhindert worden. Bereits Stunden vor dem Anpfiff des Spiels und während der Partie (0:0) hatten die Einsatzkräfte aber alle Hände voll zu tun. Zahlreiche gewaltbereite Chaoten auf beiden Seiten hielten seit dem frühen Abend die Sicherheitskräfte in Atem. "An der Stadionbrücke eskaliert die Situation, Polizeibeamte wurden massiv mit Pyrotechnik beschossen. Haltet Euch aus diesem Bereich fern, es ist gefährlich", hatte die Polizei Hannover um 18.55 Uhr auf Facebook geschrieben.

An dieser Stelle postierten die Beamten Wasserwerfer, die dann kurz vor dem Anpfiff in grellem Scheinwerferlicht auch zum Einsatz kamen, nachdem vermummte Braunschweiger Flaschen in Richtung der Beamten geworfen hatten. Zudem wurden Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt.

Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste über dem Stadiongelände, um die Einsatzkräfte am Boden logistisch zu unterstützen. Ein beklemmendes Szenario, das auch den DFL-Chef entsetzte. "Es ist eine Katastrophe, was hier bislang passiert ist. So macht das keinen Spaß mehr", sagte Andreas Rettig der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" noch vor dem Anpfiff. "Ich bin nur hier, um ein Fußballspiel anzusehen – und jetzt fühle ich mich wie im Krieg", sagte ein älterer Fußball-Fan.

Polizei zieht zufrieden Bilanz

Am Ende der Einsatzes, der bis nach Mitternacht andauerte, zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit. "Das Gesamtkonzept ist komplett aufgegangen", sagte ein Polizeisprecher. Bei Krawallmachern haben die Beamten auf einen massenhaften Zugriff verzichtet, um unbeteiligte Dritte zu schützen.

Nach Polizeiangaben wurden 14 Beamte leicht verletzt und vier Menschen festgenommen. Auch wenige Unbeteiligte und Störer wurden verletzt, die genaue Zahl konnte die Polizei am Samstagmorgen zunächst aber nicht nennen.

Während des Spiels blieb es bis auf einige Bengalos ruhig, die im Stadion abgefeuert wurden. "Wir müssen natürlich wegen des Abrennens von Pyrotechnik mit Konsequenzen rechnen, das ist ja immer so. Wir werden dafür die Verantwortung tragen, aber die zur Rechenschaft ziehen, die uns das eingebrockt haben", sagte Hannovers Manager Dirk Dufner nach dem Abpfiff bei Sky. Insgesamt war der frühere Freiburger einigermaßen erleichtert: "Wir haben alles getan, um die Sicherheit zu gewährleisten. Während des Spiels ist es auf den Rängen zum Glück gut abgelaufen."

Randale-Tourismus bleibt aus

Insgesamt ging das Sicherheitskonzept auf: Mit 1000 Polizisten, 700 Ordnern, Alkoholverbot und einer Trennung der Fangruppen wollten die Verantwortlichen bei diesem Hochrisikospiel die Gewalt unterbinden und für Sicherheit sorgen. Die extreme Zwietracht der beiden Lager hat historische Ursprünge. Neben Krawallen unter den Fangruppen war zudem für Freitagabend und -nacht ein Randale-Tourismus befürchtet worden.

Rund 850 Hooligans der Kategorie B und C, also der gewaltbereiten und gewaltsuchenden Fans, hatte die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) im Vorfeld der Partie auf beiden Seiten ausgemacht. In der Innenstadt und rund um das Stadion am Maschsee hatten die Polizeibeamten seit Mittag verstärkt Präsenz gezeigt. An allen relevanten Kreuzungen waren Polizeifahrzeuge postiert, zudem wurden Reiterstaffeln eingesetzt.

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