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Tor-Streit in Gladbach! Nürnberg fühlt sich betrogen

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Treffer oder nicht?  

Tor-Streit! Nürnberg fühlt sich betrogen

10.11.2013, 10:46 Uhr | dpa, t-online.de

Tor-Streit in Gladbach! Nürnberg fühlt sich betrogen. Nürnbergs Drmic (Mitte) kann nicht fassen, dass Schiedsrichter Dingert nicht auf Tor entscheidet. (Quelle: imago/Zink)

Nürnbergs Drmic (Mitte) kann nicht fassen, dass Schiedsrichter Dingert nicht auf Tor entscheidet. (Quelle: Zink/imago)

Die Diskussionen um das Phantom-Tor von Leverkusens Stefan Kießling im Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim sind noch nicht richtig verhallt, da entfacht die nächste knifflige Schiedsrichter-Entscheidung in der Bundesliga einen Streit über den Einsatz von Technologie im Fußball. Der Schauplatz diesmal: die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Nürnberg am 12. Spieltag. Es läuft die 81. Spielminute, Gladbach führt mit 2:1. Nürnbergs Stürmer Josip Drmic zieht aus etwa zehn Metern ab, der Ball knallt an die Unterkante der Latte und von dort aus Richtung Torlinie. Treffer oder nicht? Schiedsrichter Christian Dingert lässt zum Ärger der Gäste weiterspielen.

Beim Club ist man sich jedoch sicher, dass man um den Ausgleich betrogen wurde. "Der ist drin", sagte Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer nach der Partie gegenüber Sky. "Das ist sehr bitter und wäre ein wichtiges Tor für uns gewesen." Trainer Gertjan Verbeek stimmte seinem Kapitän bei: "Tor! Der Linienrichter war nicht an der Stelle, deswegen konnte er es nicht sehen." Zudem fordert Verbeek den Einsatz technischer Hilfsmittel: "Das ist das Problem im Fußball, es braucht eine Technologie. Selbst in Australien haben sie einen Video-Schiedsrichter."

Sogar die begünstigten Gladbacher hatten Mitleid mit ihrem Gegner. "Wir haben i-pads, i-phones, aber wir haben keine Torlinientechnik. Heute haben wir ein bisschen Glück gehabt", sagte Fohlen-Verteidiger Tony Jantschke.

Undankbarer Job für den Unparteiischen

Da selbst die TV-Bilder keinen wirklich eindeutigen Aufschluss geben, herrschen auch weit nach dem Spiel noch zwei Meinungen. Ein Indiz dafür, dass es für einen Schiedsrichter in manchen Situationen mitunter fast unmöglich sein kann, mit Überzeugung eine korrekte Entscheidung zu treffen.

FIFA-Schiedsrichter Dingert berief sich im Anschluss an das Spiel in Gladbach darauf, dass der Ball nicht mit vollem Durchmesser über der Linie gewesen sei. Doch kann man das in diesen Sekundenbruchteilen überhaupt sehen, womöglich noch aus einem ungünstigen Blickwinkel?

Fakten vs. Emotionen

Sicher ist, dass die Rufe nach Torkameras und anderen Technologien mit jeder umstrittenen Entscheidung lauter werden. Die Gegner dieser Meinung werden auch zukünftig darauf verweisen, dass eine Einführung solcher Maßnahmen dem Fußball die Emotionen nimmt und solche Diskussionen einfach zum Sport dazugehören. Welche Einstellung die Nürnberger nach den Geschehnissen in Gladbach haben, ist jedenfalls klar.

Gegen eine Einführung technischer Hilfsmittel hat sich die UEFA bisher gewehrt. "Wir haben die Technologie, aber wir haben auch einen Michel Platini. Und der ist der Boss", sagte Verbeek süffisant in Richtung des UEFA-Präsidenten.

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