Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Deutsche Olympia-Pläne für 2024 - Kaum Chancen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia  

Deutsche Olympia-Pläne für 2024 - Kaum Chancen

12.11.2013, 15:06 Uhr | dpa

Deutsche Olympia-Pläne für 2024 - Kaum Chancen. Berlins Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit, würde die Olympischen Spiele gerne nach Berlin holen.

Berlins Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit, würde die Olympischen Spiele gerne nach Berlin holen. Foto: Bernd von Jutrczenka. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Klaus Wowereit mag den Sport - zumindest mag er große Sportereignisse in der Hauptstadt. Die Leichtathletik-EM 2018 und das Finale der Fußball-Champions-League 2015 sind eingetütet. In das Konzept von Berlins Regierenden Bürgermeisters würden Olympische Spiele perfekt passen.

Nach den gescheiterten Winter-Plänen für München 2022 wird in Berlin diskutiert: Kann Spree-Athen Olympia 2024? Auch in Hamburg glauben die Politiker an das Potenzial der Hansestadt - aber erst zu einem späteren Zeitpunkt.

"Wenn es eine Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes für die Sommerspiele gibt, wäre Berlin eine gute Wahl", wird Wowereit am Dienstag in mehreren Berliner Zeitungen zitiert. Doch genau da liegt die Krux: Der DOSB wird eine deutsche Bewerbung für Sommer-Spiele 2024 wohl nicht befeuern. "Wie man hört, wird 2024 eine Bewerbung aus den USA kommen. Klar ist: Wir gehen auf keinen Fall in ein Bewerbungsverfahren, wenn wir von vornherein keine Chance sehen", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper der "Bild"-Zeitung.

Sind damit alle Schwärmereien für Olympia 2024 in der Hauptstadt vom Tisch? Klaus Böger glaubt an die Vision. Der Präsident des Berliner Landessportbundes (LBS) sagte am Dienstag radioeins vom rbb: "Berlin kann Großereignisse." Er mahnte aber an: Bei einer möglichen Bewerbung müssen die Berliner Einwohner involviert werden. Eine Bürgerentscheid wie zuletzt für die München-Pläne sei Voraussetzung. In einer Abstimmung hatte sich am vergangenen Sonntag eine Mehrheit gegen die Austragung der Winterspiele 2022 ausgesprochen.

Auch in Hamburg sei eine Befragung der Bürger unabdingbar, schon allein aus der Erfahrung mit den ausufernden Kosten für den Prestigebau Elbphilharmonie. "Die Spiele in London haben zwölf Milliarden Euro gekostet. Da muss man vorher sagen, wer das am Ende bezahlt", sagte Günter Ploß, Präsident des Hamburger Sportbunds (HSB), dem "Hamburger Abendblatt". Unter diesen Gesichtspunkten sei "2024 für Hamburg nicht erreichbar".

Die Olympia-Idee werde in der Hansestadt aber weiter verfolgt. "Eine Bewerbung für Olympia ist ein Marathon, kein Sprint", betonte Frank Reschreiter, Sprecher des Sport- und Innensenators Michael Neumann (SPD): "Hamburg hat das Potenzial, jede große Veranstaltung ausrichten zu können. Spätestens Ende des Jahrzehnts wollen wir so weit sein, dass wir uns erfolgreich auf jedes nationale und internationale Event bewerben können." Hamburg war zuletzt in der nationalen Ausscheidung um die Spiele 2012 an Leipzig gescheitert.

Gegen Olympia 2024 Deutschland spricht auch der Vergabezeitplan. Viel Zeit für einen breiten Diskurs in der Öffentlichkeit bleibt nicht. Bereits im Frühjahr 2015 beginnt das Bewerbungsverfahren für die Sommerspiele 2024 - eine Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) 2017.

Einmal richtete Berlin bereits die Olympischen Spiele aus - 1936 unter dem Nazi-Regime. Zuletzt wollte die Hauptstadt die Spiele 2000 bekommen. Damals gab es bereits große Skepsis an der Spree - Demonstrationen inklusive. Auch deshalb scheiterte die deutsche Metropole an Sydney. Im Jahr 2001 hatte zudem das Berliner Parlament schon einmal gegen eine Olympia-Bewerbung gestimmt - weil die Ausrichtung der Spiele zu teuer sei.

Das Land Berlin ist derzeit mit etwa 63 Milliarden Euro verschuldet. Bis 2015 sind zwar zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 678 Millionen Euro prognostiziert. Das Geld wird aber wohl zum Großteil vom weiter im Bau befindlichen Hauptstadtflughafen BER und von Rückzahlungen nach der Volkszählung aufgefressen. Finanzsenator Ulrich Nußbaum hatte erst unlängst erklärt, keine neuen Spielräume für Ausgaben zu sehen. Auch nicht für Olympische Spiele.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
"PussyTerror" 
Carolin Kebekus macht einen auf Melania Trump

Die zukünftige First Lady gibt Einblicke in ihre frühere Arbeit als Nacktmodel. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal