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Pferdesport  

Werth kämpft weiter: "Ich fühle mich kriminalisiert"

15.11.2013, 19:29 Uhr | dpa

Werth kämpft weiter: "Ich fühle mich kriminalisiert". Isabell Werth ist der Kampf vor Gericht wichtiger als die WM.

Isabell Werth ist der Kampf vor Gericht wichtiger als die WM. Foto: Friso Gentsch. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa) - Schwache Nerven sind nicht Isabell Werths Problem. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt kämpft vehement gegen ein Urteil wegen verbotener Medikation und reitet scheinbar unbeeindruckt davon weiter.

Gar nicht nervös? "Nee", sagte die 44-Jährige in Stuttgart und schob keck grinsend hinterher: "Wieso?" Die Dressurreiterin wehrt sich gegen ihre sechsmonatige Sperre wegen verbotener Medikation. Diese juristische Auseinandersetzung bedroht sogar ihren WM-Start, doch Werth nimmt das in Kauf. "Wenn das so kommt, dann ist es so", sagte sie und wurde wieder deutlich ernster. Der Kampf gegen das "unfaire Urteil" der Disziplinarkommission des Reitverbandes FN sei ihr wichtiger. "Ich fühle mich unangemessen bestraft und kriminalisiert", sagte Werth. Dieses Urteil ist wegen der Berufung noch nicht rechtskräftig.

Das Verfahren wird nun so lange dauern, dass Werth bei einer Bestätigung des Urteils nicht bei der WM Ende August 2014 in Frankreich reiten kann. Die nächste Instanz wird nach Angaben der FN frühestens im Januar entscheiden, so dass Werth bei einer sechsmonatigen Auszeit nicht die WM-Qualifikationen reiten könnte. Werth hatte bereits angekündigt, dass sie auch vor ein ordentliches Gericht ziehen werde.

Die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin war vor zehn Tagen wegen einer verbotenen Medikation von El Santo für ein halbes Jahr gesperrt worden. Bei ihrem Pferd war im Juni 2012 die verbotene Substanz Cimetidin festgestellt worden. Die Erste Kammer der Disziplinarkommission geht nach FN-Angaben davon aus, dass die positive Kontrolle auf eine fahrlässige Sorgfaltspflichtverletzung im Stall der Reiterin zurückzuführen ist. Das Richtergremium bestrafte das mit der halbjährigen Sperre, obwohl es sich nicht um einen Dopingfall handelt und Cimetidin - anders als in Deutschland - international nicht verboten ist.

Werths Unmut richtet sich gegen die Richter. "Man muss unterscheiden, das eine ist der Verband, das andere das Schiedsgericht", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin: "Das kann ich sehr wohl trennen." Sie fühlt sich ungerecht behandelt: "Ich möchte ein faires Verfahren."

Werth weiß: "Ich finde nicht jedermanns Verständnis." Und der juristische Streit belastet sie. Aber er schmälert zumindest nicht ihre sportliche Leistung. Mit El Santo ritt sie am Freitag im Grand Prix nahezu fehlerfrei zu 75,298 Prozentpunkten und kam auf Platz zwei.

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