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Felipe Massa würde nie Geld für ein Formel-1-Cockpit bezahlen

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Massa würde nie für Cockpit bezahlen  

"Das treffendste Wort ist Prostitution"

21.11.2013, 17:46 Uhr | TM, t-online.de

Felipe Massa würde nie Geld für ein Formel-1-Cockpit bezahlen.  (Quelle: imago/Crash Media Group)

Am Wochenende wird Felipe Massa bei seinem Heimrennen in Sao Paolo vorerst zum letzten Mal in einem roten Rennwagen sitzen. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Am Wochenende findet in Sao Paulo das letzte Formel-1-Rennen der Saison 2013 statt. Nur einen Steinwurf von seinem Zuhause entfernt, wird Felipe Massa zum letzten Mal für Ferrari in den Rennwagen steigen. In einem Interview hat der Brasilianer jetzt klar gestellt für seinen Wechsel zum Traditionsrennstall Williams kein Geld bezahlt zu haben.

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Acht lange Jahre hat Massa der Scuderia treu gedient, meist als klassischer Zweitfahrer hinter den Top-Piloten Michael Schumacher, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso. Mit seinem nicht ganz freiwilligen Abgang von den Roten beginnt für den 32-Jährigen ein neues Kapitel. Er wird in der Saison 2014 das Cockpit von Pastor Maldonado übernehmen.

Keine Prostitution

Der Grund für den Williams-Wechsel habe aber nichts mit Geld zu tun gehabt: "Im ersten Gespräch sagten sie: 'Wir wollen dich', das war sehr wichtig für mich", so Massa. Er weist auch Vorwürfe zurück, wonach er Geld für das Cockpit habe zahlen müssen, denn Maldonado war stets von finanzkräftigen Sponsoren aus Venezuela mit etlichen Millionen unterstützt worden.

"In Anbetracht dessen, was ich alles durchgemacht und erreicht habe, würde es keinen Sinn ergeben, fürs Rennfahren zu bezahlen", stellt Massa gegenüber "Globo" klar. "Ich weiß nicht, ob ich es so beschreiben sollte, weil es ein sehr starker Ausdruck ist, aber das treffendste Wort ist Prostitution", wird er von "UOL Esporte" zitiert: "Das nicht tun zu müssen - fürs Fahren zu bezahlen -, ist mein größter Stolz. Es ist logisch, mit Sponsoren zu helfen, aber ich werde mich nicht der Prostitution hingeben."

Massa sichert Unterstützung zu

Der Brasilianer hat kein Problem damit, seinem neuen Arbeitgeber bei der Suche nach Sponsoren zur Seite zu stehen. "Natürlich werde ich da alles tun, was ich kann. Geld ist hilfreich, um das Auto zu verbessern und ich habe hervorragende Beziehungen zu manchen Unternehmen - einige davon in Brasilien."

Denn die Formel 1 ist eine sehr teure Rennserie. Zahlungskräftige Unterstützer sind dort immer herzlich willkommen, für die meisten Teams sogar überlebenswichtig.

Formel-1-Anfänge im Sauber

Seine Karriere in der Königsklasse des Motorsports startete Massa 2002 in den Reihen des Sauber-Teams, für die er nach einem Jahr Pause von 2004 bis 2005 erneut an den Start ging. Im Jahr 2006 folgte der Wechsel zu Ferrari. Nach einem Jahr an der Seite von Rekordweltmeister Schumacher, wurde ihm der Finne Räikkönen vor die Nase gesetzt. Noch deutlicher ins zweite Glied wurde er 2010 gedrückt, als Alonso ins Team geholt wurde.

Aber auch als Schattenfahrer kam Massa zu Erfolgen. Seine beste Saison absolvierte der Brasilianer im Jahr 2008. Nachdem sich der amtierende Weltmeister Räikkönen früh aus dem Titelrennen verabschiedet hatte, wurde Massa in einem der denkwürdigsten Finale der Formel-1-Geschichte erst auf der Zielgeraden der WM-Titel noch von Lewis Hamilton weggeschnappt.

Neue Herausforderung bei Williams

Genau an diesem Ort, an dem er seine größte Niederlage einstecken musste, wird er am kommenden Wochenende sein 139. und damit letztes Rennen für die traditionsreichen Italiener bestreiten. "Ferrari ist ein Traum für jeden Fahrer. Mein erstes Kart war rot, mein erster Overall war rot", hatte Massa noch vor kurzem in einem Interview gesagt.

Doch für Massa wird zählen, dass er künftig überhaupt noch in eines der begehrten Formel-1-Cockpits steigen darf. Denn das ist mittlerweile selbst für gute Fahrer keine Selbstverständlichkeit mehr.

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