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Pleite gegen FC Bayern: Dortmunds Seuchen-Wochen gehen weiter

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Dritte Pleite in Folge  

Borussia Dortmunds Seuchen-Wochen gehen weiter

23.11.2013, 22:12 Uhr | t-online.de

Pleite gegen FC Bayern: Dortmunds Seuchen-Wochen gehen weiter. Dortmund in der Mini-Krise: Für Marco Reus und Co. läuft es gerade überhaupt nicht. (Quelle: dpa)

Dortmund in der Mini-Krise: Für Marco Reus und Co. läuft es gerade überhaupt nicht. (Quelle: dpa)

Es ist erst Ende November - und die Saison von Borussia Dortmund steht schon jetzt auf der Kippe. Denn der BVB scheint derzeit die Wochen der Wahrheit vollends zu verkorksen: Die 0:3-Pleite im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München war bereits die dritte Niederlage der Schwarzgelben in Folge. Die Meisterschaft ist damit wohl endgültig gelaufen, die Laune verdorben. Die Krönung der BVB-Seuche wäre nun auch noch das Aus in der Champions League.

"Wir erzielen im Moment nicht die entscheidenden Tore, weil wir nicht zielstrebig sind", haderte Neu-Nationalspieler und BVB-Keeper Roman Weidenfeller nach dem Spiel bei Sky. "Wir müssen den Ball auch mal mit der Pike reinmachen. Bitter ist, dass wir über 80 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht haben und nicht belohnt worden sind."

Der Motor stottert

Zuvor hatten ausgerechnet der ehemalige BVB-Spieler Mario Götze, Arjen Robben und Thomas Müller mit ihren Toren alle Hoffnungen der Borussen auf eine Wende im Titelkampf der Bundesliga begraben und für hängende Köpfe in Dortmund gesorgt. "Nach dem 2:0 hat man schon gesehen, dass die Mannschaft einen richtigen Knick bekommen hat", sagte Trainer Jürgen Klopp.

Doch der Borussia fehlen aktuell die Mittel, wichtige Spiele zu entscheiden - und das nicht erst seit dem Duell mit dem Triple-Sieger. Mangelnder Biss, fehlende Abschlussstärke: Während der Konkurrent aus München mit der Inbrunst der Selbstverständlichkeit von Sieg zu Sieg eilt, hakt und stottert ausgerechnet beim schwarzgelben Hochgeschwindigkeitsexpress der Motor.

Massive Personalprobleme

Die Gründe dafür sind vielfältig und ein ganz wichtiger ist das enorme Verletzungspech - gerade in den letzten Wochen. Zunächst verletzte sich Stammverteidiger Neven Subotic am Kreuzband, die Saison ist für ihn gelaufen. Dann erwischte es auch Nebenmann Mats Hummels, er fällt zwei Monate wegen einer Knöchelblessur aus. Marcel Schmelzer war der Nächste, ihn setzte eine Wadenverletzung außer Gefecht. Und dann wären da noch die Langzeitausfälle. Lukasz Piszczek fehlte wegen einer Hüft-OP schon seit Sommer, Ilkay Gündogan kämpft seit Monaten mit rätselhaften Rückenproblemen. Obwohl im Sommer personell nachgerüstet wurde, kann der Kader diese Ausfälle nicht kompensieren.

Kaltschnäuzigkeit geht dem BVB völlig ab

Das liegt auch daran, dass die Neuzugänge um Henrich Mchitarjan zwar ihre lichten Momente haben wie beim 3:1-Derbysieg auf Schalke, aber in engen Spielen zu oft abtauchen. Gegen die Bayern scheiterte der Armenier wie schon zuletzt im Heimspiel gegen den FC Arsenal in einer womöglich entscheidenden Situation an seiner Umständlichkeit und brachte den Ball aus bester Position nicht im Tor unter. Die Kaltschnäuzigkeit, die der Rekordmeister im Überfluss hat, geht Klopps Team aktuell völlig ab.

Null Tore, null Punkte, null Chancen auf die Meisterschaft

Anzeichen dafür hatte es bereits beim Auftakt der Dortmunder Pleiten-Serie, dem 1:2 in Wolfsburg, gegeben. Der körperlich extrem robuste VfL stellte die Borussen vor eine Aufgabe, die Marco Reus und Co. spielerisch nicht zu lösen imstande waren. Es folgte die bittere 0:1-Heimpleite gegen den FC Arsenal, bei der man sich nach dem Rückstand ebenfalls erschreckend kraft- und ideenlos präsentierte.

Zwar war gegen den FC Bayern in dieser Hinsicht eine deutliche Steigerung zu erkennen, die dezimierte BVB-Mannschaft bewies durchaus Willen und Leidenschaft. Sie spulte insgesamt zwei Kilometer mehr als der Gegner aus München ab und erarbeitete sich immerhin eine ausgeglichene Zweikampfbilanz. Das Ergebnis blieb aber das Gleiche: Null Tore, null Punkte. Dazu kaum noch Chancen auf die Meisterschaft.

Schalter muss umgelegt werden

Der Druck wächst - auf die Mannschaft, aber auch den Trainer. Am Dienstag muss der BVB dringend den Schalter umlegen und gegen den SSC Neapel alles daran setzen, die vierte Niederlage in Folge zu verhindern. Sollte es gegen die Italiener nämlich wie schon im Hinspiel nicht klappen, kann der Finalist der Vorsaison die aktuelle Spielzeit bereits abschreiben: Aus nach der Gruppenphase und Europa League. Auch wenn BVB-Boss Hans-Joachim Watzke es aktuell noch vehement bestreitet, nach den sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahre wäre das ein mittleres Desaster für die Borussia.

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