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Keine Zeit zum Verschnaufen: Die IOC-Pläne von Bach

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Sportpolitik  

Keine Zeit zum Verschnaufen: Die IOC-Pläne von Bach

24.11.2013, 15:57 Uhr | dpa

Keine Zeit zum Verschnaufen: Die IOC-Pläne von Bach. Präsident Thomas Bach treibt die Reformen im IOC voran.

Präsident Thomas Bach treibt die Reformen im IOC voran. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - IOC-Think-Tank, Programmreformen, veränderte Bewerbungskriterien - Thomas Bach legt bei der Umgestaltung der Ringe-Organisation ein bemerkenswertes Tempo vor.

Kaum hatte der neue IOC-Präsident die Audienz bei Papst Franziskus und die stressigen Reisen nach China, Japan und Südkorea hinter sich, ging er bereits die nächste Offensive an. Nach der Sitzung der IOC-Exekutive am 10. Dezember in Lausanne will der Jurist aus Tauberbischofsheim nach dpa-Informationen mit seinem Kabinett vier Tage in Klausur gehen und die Zukunft der olympischen Bewegung besprechen.

Dabei soll in Montreux auch über die überfällige Modernisierung des olympischen Programms, realistischere Vorgaben für interessierte Olympia-Gastgeber, Beschränkung der hohen Kosten und eine Erhöhung der Altersgrenze für IOC-Mitglieder diskutiert werden. Mitglieder, die seit 2000 ins Internationale Olympische Komitee (IOC) gewählt wurden, müssen derzeit mit dem 70. Lebensjahr ausscheiden, bei den davor Berufenen liegt das Alterslimit bei 80 Jahren.

Knapp zweieinhalb Monate vor den Problem-Spielen in Sotschi gönnt sich Bach bei der Umsetzung seiner präsidialen Pläne keine Verschnaufpause. Auch zur Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) will er persönlich kommen. Am 7. Dezember soll Alfons Hörmann in Wiesbaden zum künftigen DOSB-Chef gekürt werden. Bachs langjähriger Mitstreiter im deutschen Dachverband, DOSB-Generaldirektor Michael Vesper, wurde bereits am Freitag in Rom in die Exekutive der Vereinigung aller Nationalen Olympischen Komitees Europas (EOC) gewählt.

Mit einer Zeremonie im Vatikan bei Papst Franziskus ging Bachs zweitägiger Rom-Besuch am Samstag zu Ende. Der 59-Jährige führte eine große Abordnung von EOC-Delegierten an und zeichnete den Papst mit dem olympischen Orden in Gold aus. Das Kirchenoberhaupt rief die EOC-Funktionäre auf, die pädagogische Funktion des Sports zu fördern. Die Sprache des Sports sei universell, der Sport könne die Menschen einen.

Gleichzeitig warnte Papst Franziskus aber auch vor den Gefahren der Kommerzialisierung des Sports: "Sport ist Harmonie, aber wenn nur Geld und Erfolg das Ziel sind, zerbricht diese Harmonie." Werde der Sport allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet, bestehe die Gefahr, Athleten nur noch auf eine bloße Handelsware zu reduzieren, aus der man Profit schlägt. Diese Entwicklung könne die Athleten überfordern. Zum Abschluss des Treffens erteilte der Papst allen Olympia-Teilnehmern von Sotschi 2014 seinen Segen. Bach hatte den Papst schon am Tag zuvor bei einer Privataudienz getroffen und mit ihm über den Beitrag des Sports zum Aufbau einer friedlichen und besseren Welt diskutiert.

Am Rande seines Rom-Besuchs heizte der IOC-Chef gleich das Rennen um die Olympischen Spiele 2024 an. Nach einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Enrico Letta begrüßte er die Unterstützung der Regierung für eine mögliche Kandidatur Roms für die Sommerspiele 2024. "Die Spiele könnten Katalysator für eine Entwicklung im Lande sein", sagte Bach und rief zudem die USA zu einer Bewerbung auf: "Ich denke, es ist Zeit für eine starke Kandidatur aus den USA." Die US-Metropolen Washington, San Francisco, Los Angeles, Boston und Dallas haben ihr Interesse schon angekündigt.

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