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Mark Webber: Abschiedsfahrt ohne Helm

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Ein Australier sagt "Good Bye"  

Mark Webbers Abschiedsfahrt "oben ohne"

24.11.2013, 21:05 Uhr | sid, dpa

Mark Webber: Abschiedsfahrt ohne Helm. Mark Webber lässt sich zum Abschied den Fahrtwind ins Gesicht wehen. (Quelle: xpb)

Mark Webber lässt sich zum Abschied den Fahrtwind ins Gesicht wehen. (Quelle: xpb)

Auf den letzten Metern genoss Mark Webber in seinem Formel-1-Boliden des Red-Bull-Racing-Teams den Fahrtwind im verschwitzten Haar. Kurz nachdem der 37-Jährige beim Großen Preis von Brasilien über die Ziellinie gefahren war, nahm der Australier seinen Helm ab. Platz zwei zum Abschied, nur geschlagen von Teamrivale und Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel: Webber sagte der Königsklasse des Sports mit Klasse und Stil Goodbye.

"Eine fantastische Karriere, es war brillant mit dir zu arbeiten", lobte Teamchef Christian Horner seinen Schützling, ehe er ihm auf dem Podium die australische Flagge reichte. "Ich möchte mich bei allen im Team bedanken", sagte Webber, nachdem er während der Champagnerdusche kurzzeitig unfreiwillig die Bodenhaftung verloren hatte.

Den Sieg in seinem 215. Rennen bekam er von Vettel zwar nicht geschenkt, dafür ließ der Weltmeister seinem Stallrivalen den Vortritt bei den Interviews der ersten Drei. Nachher sagte Vettel. "Alles in allem hatten wir nicht die beste Beziehung, aber immer Respekt voreinander", sagte er. "Ich möchte Mark alles Gute wünschen."

Webber: "Es war eine tolle Reise"

Von Wehmut war bei Webber, der künftig für Porsche Sportwagen fährt, vor seinem letzten Start nichts zu spüren gewesen. "Es ist ein guter Moment, kein trauriger." Auf dem Siegertreppchen waren ihm die Emotionen dann doch deutlich anzusehen. "Sicher war die Entscheidung nicht leicht. Aber irgendwann weiß man einfach, dass man bestimmte Dinge nicht mehr machen will. Es wurde einfach Zeit für eine Veränderung", sagte er. "Ich danke dem Team, das war eine tolle Reise und eine schöne Karriere."

Insgesamt zwölf Jahre fuhr Webber in der Königsklasse, holte neun Siege, stand 13 Mal auf der Pole Position und sammelte mehr als 1000 WM-Punkte. Doch vor allem die oftmals auch öffentlich ausgetragene Rivalität zu Vettel dürfte Webber nun endgültig die Lust auf weitere Jahre in der Formel 1 verdorben haben.

Tischtuch zwischen Webber und Vettel längst zerschnitten

Auch wenn er seinen deutschen Teamkollegen zuletzt in den höchsten Tönen lobte ("Seb ist ist einfach phänomenal, ein richtig harter Brocken"), werden die beiden in diesem Leben keine Freunde mehr. Spätestens seit dem Grand Prix von Malaysia in diesem Jahr ist das Tischtuch zwischen beiden zerschnitten. Entgegen der Anweisung des Teams zog Vettel kurz vor Schluss mit einem riskanten Manöver an Webber vorbei und holte den Sieg. Webber zeigte sich danach öffentlich sauer, eine Entschuldigung Vettels brachte nur wenig Besserung.


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