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Fußball  

Merkel und Beckenbauer weisen Blatter-Vorwürfe zurück

25.11.2013, 16:23 Uhr | dpa

Merkel und Beckenbauer weisen Blatter-Vorwürfe zurück. Der Kaiser hat FIFA-Präsident Sepp Blatter widersprochen.

Der Kaiser hat FIFA-Präsident Sepp Blatter widersprochen. Foto: Felix Hörhager. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Vorwärtsverteidigung von FIFA-Präsident Joseph Blatter prallte an Bundeskanzlerin Angela Merkel ab.

Auch Franz Beckenbauer, langjähriger Mitglied der Exekutive des Fußball-Weltverbandes (FIFA), reagierte mit großer Verwunderung auf die Vorwürfe des Schweizers, Deutschland und Frankreich hätten vor der umstrittenen Vergabe der WM 2022 an Katar aus wirtschaftlichen Interessen Druck auf FIFA-Entscheidungsträger ausgeübt.

"Ich kann für die Bundeskanzlerin hier nur ganz klar sagen, dass es zu keiner Zeit eine Empfehlung an ein deutsches FIFA-Exekutivmitglied gegeben hat, eine Stimme für eine Wahl Katars als Ausrichtungsort abzugeben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Beckenbauer wies Blatters Anschuldigungen ebenfalls entschieden zurück. "Ich weiß nicht, wie er darauf kommt", erklärte Bayerns Ehrenpräsident in der Sendung Sky 90. "Ich habe weder Druck gespürt noch Druck auf meine Kollegen gespürt."

Beckenbauer war als damaliges Exekutivmitglied am Votum über die WM-Gastgeber 2018 und 2022 beteiligt, hat aber sein Stimmverhalten bisher nicht offen gelegt. Katar hatte sich beim Kampf um die WM 2022 im Stechen mit 14:8-Stimmen gegen die USA durchgesetzt. Unterstützung erhielt Beckenbauer von Bayerns Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge. Es sei bekannt, dass Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Nicolas Sarkozy ein großer Freund von Katar sei. "Aus Deutschland ist mir dergleichen nichts bekannt", betonte Rummenigge.

Blatters Manöver ist typisch für den FIFA-Boss. Nach dem Amnesty-Bericht über Menschenrechtsverletzungen und massive Missstände auf den Baustellen im Golf-Emirat stand er selbst wieder mal unter Druck. Blatter ging in die Offensive, unterstellte Deutschland und Frankreich politische Einflussnahme und verlangte aus beiden Ländern Äußerungen von höchster politischer Stelle.

"Zwei der Länder, die Druck auf die Wahlmänner in der FIFA gemacht haben, waren Frankreich und Deutschland", so Blatter. "Sie sollen erklären, was sie von der Situation halten. Es ist leicht zu sagen, alle Verantwortung liegt bei der FIFA - nein, nein." Die großen Baufirmen, die in Katar aktiv sind und alle aus Europa stammen, seien auch für ihre Arbeiter verantwortlich, fügte er hinzu. Detaillierte Angaben über den Umfang der Aufträge oder gar Firmennamen lieferte Blatter allerdings nicht.

Das EU-Parlament will voraussichtlich im Frühjahr 2014 eine Delegation an den Golf schicken. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Europa-Abgeordneten den WM-Ausrichter zur Vermeidung von Zwangsarbeit und Sklaverei aufgefordert. Zudem plant der Menschenrechtsausschuss im EU-Parlament eine Anhörung zur Causa Katar, an der Vertreter der FIFA, der Europäischen Fußball-Union UEFA und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) teilnehmen sollen.

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