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Ferrari-Boss Luca di Montezemolo fordert Sieg von Scuderia

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"Ein Jahr zum Vergessen"  

Ferrari-Boss di Montezemolo verliert die Geduld

27.11.2013, 12:00 Uhr | dpa

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo fordert Sieg von Scuderia . Ferrari-Boss Luca di Montezemolo und sein Star Fernando Alonso. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo und sein Star Fernando Alonso. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Klare Worte von Luca di Montezemolo: Der Ferrari-Chef hat den Druck auf die Scuderia nach dem Scheitern im Rennen um Platz zwei der Formel-1-Teamwertung noch einmal erhöht. "Wir haben den Erfolg zu oft um Haaresbreite verpasst, jetzt müssen wir gewinnen", sagte di Montezemolo im italienischen Fernsehen. 2013 sei "ein Jahr zum Vergessen, eine enttäuschende Saison" gewesen, so der 66-Jährige weiter.

Fernando Alonso hatte als WM-Zweiter hinter Sebastian Vettel den Fahrer-Titel klar verpasst, im Mannschafts-Klassement verlor Ferrari im Saison-Endspurt Platz zwei an Mercedes.

"Ich verlange Erklärungen"

Vor allem die Unfähigkeit seines Teams, das Auto in der zweiten Saisonhälfte weiterzuentwickeln, sei Grund für das schwache Abschneiden gewesen, urteilte die Montezemolo. "Ich verlange Erklärungen dafür, denn wenn wir die Ursachen nicht verstehen, ist es nicht gut", sagte der Ferrari-Präsident. Dabei habe sich die Scuderia vor der Saison neu strukturiert und begehrte Ingenieure verpflichtet. "Alle Zutaten für Siege sind vorhanden", konstatierte di Montezemolo.

Während der Italiener erneut die ungenügende Punktausbeute des nun ausgemusterten Felipe Massa beklagte, nahm er den Spanier Alonso ausdrücklich von Kritik aus. Der zweimalige Weltmeister sei vermutlich der beste Rennfahrer, den er je getroffen habe. "Im nächsten Jahr möchte ich ihm ein Auto geben, das sogar noch besser als der Red Bull ist. Lasst uns nicht vergessen: Wir wissen, wie das geht", sagte di Montezemolo.

Geht es mit Räikkönen wieder aufwärts?

Große Hoffnungen setzt er zudem in Rückkehrer Kimi Räikkönen als Antreiber für Alonso. "Wir haben Räikkönen wegen seiner Erfahrung zurückgeholt, wegen seiner Leistungen in den vergangenen zwei Jahren, und weil er innerhalb und außerhalb des Teams verehrt wird", sagte der Ferrari-Chef. Der Finne hatte 2007 den bislang letzten Fahrertitel für die Scuderia geholt.

Die häufiger aufflackernden Spekulationen um eine Verpflichtung von Vierfach-Champion Vettel dämpfte di Montezomolo indes: "Wer weiß, was die Zukunft bringt? Aber derzeit sind die Fahrer nicht unser Problem."

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