Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Teamchef Ross Brawn verlässt Mercedes GP

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Abschied mit Misstönen  

Teamchef Ross Brawn verlässt Mercedes

28.11.2013, 17:01 Uhr | t-online.de, dpa

Teamchef Ross Brawn verlässt Mercedes GP. Ross Brawn und Mercedes gehen in Zukunft getrennte Wege. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Ross Brawn und Mercedes gehen in Zukunft getrennte Wege. (Quelle: LAT Photographic/imago)

Die Spekulationen haben ein Ende: Teamchef Ross Brawn verlässt Mercedes zum Jahresende. Das bestätigte der Formel-1-Rennstall. "Es ist klar, dass man jemanden nicht aufhalten kann, wenn er sich dazu entschlossen hat zu gehen", sagte Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda.

Die Formel-1-Fahrer im Saison-Check

So schneiden die Toppiloten der Königsklasse im Jahr 2013 ab.

Die Formel-1-Fahrer im Saison-Check


Brawn konnte sich mit der Mercedes-Führung um Lauda und Motorsportchef Toto Wolff nicht über seinen künftigen Aufgaben-Zuschnitt einigen. Die Mercedes-Vertreter wollen demnach die Macht auf mehrere Schultern verteilen. Künftig sollen sich der neue Technikchef Paddy Lowe und Wolff die bisherige Rolle von Brawn als Doppelspitze teilen.

Brawn: "Der richtige Zeitpunkt"

Mit Blick auf die umfassende Regelreform mit völlig neuen Turbomotoren im kommenden Jahr und dem erhofften Großangriff auf Vettels Red-Bull-Team erschien Brawns Erfahrung als Weltmeistermacher unverzichtbar. Dennoch entschied er sich gegen eine Verlängerung seines Vertrags. Und das auch, weil Brawn sich in seiner Entscheidungsgewalt von Wolff und Lauda zusehends beschnitten sah. Sein Credo: Drei Chefs sind mindestens einer zu viel.

Es sei der "richtige Zeitpunkt" für seinen Abschied, versicherte der 59-Jährige. "Ich bin überzeugt, dass die Zukunft noch viele Erfolge für dieses Team bereithalten wird", betonte er. Silberpfeil-Pilot Nico Rosberg twitterte: "Es war eine tolle Erfahrung, mit Ross zu arbeiten. Er ist ein großartiger Anführer und wir haben besondere Zeiten geteilt."

Schumacher zu sieben Titeln geführt

Brawn gilt als einer der findigsten Ingenieure der Branche und als gewiefter Taktiker am Kommandostand. Bei Benetton und Ferrari hatte er Rekordchampion Michael Schumacher zu all seinen sieben Titeln geführt. 2009 übernahm er nach einem Jahr als Teamchef das sportlich erfolglose Honda-Team, fand eine Lücke im technischen Regelwerk und wurde mit BrawnGP prompt wieder Weltmeister. Danach verkaufte er den Rennstall mit sattem Gewinn an Mercedes, blieb aber als Teamchef.

Es folgten drei frustrierende Jahre mit dem reaktivierten Schumacher, in denen die Silberpfeile nie zur Spitze aufschließen konnten. Erst in der abgelaufenen Saison gelang die Wende. Rosberg und Neuzugang Lewis Hamilton holten drei Siege, acht Pole Positions und Platz zwei in der Konstrukteurswertung hinter Branchenführer Red Bull. "Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Titelgewinn", sagte Brawn. Er selbst will auf dem letzten Wegstück nicht mehr mitwirken.

Lowe muss sich noch beweisen

Mit der Verpflichtung von Lowe hatte Mercedes schon während der Saison für diesen Fall vorgebaut. Der 51 Jahre alte Brite gilt ebenfalls als Spitzen-Ingenieur, muss aber seine Führungskraft als Team-Häuptling erst noch beweisen. Dagegen hat sich der Österreicher Wolff schon in seiner ersten Saison als meinungsstarker Entscheider präsentiert. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Toto und Paddy auf der guten Arbeit von Ross aufbauen werden und sie genau die erforderlichen Fähigkeiten besitzen, um unser Team zum Gewinn der Weltmeisterschaft zu führen", sagte Daimler-Boss Dieter Zetsche.

Brawns Zukunft ist dagegen offen. Hartnäckig halten sich Spekulationen, der Brite werde wieder zu Honda gehen. Der japanische Autohersteller kehrt 2015 als Motorenlieferant für McLaren in die Formel 1 zurück. Aber auch Williams, McLaren und Ferrari wurden als Optionen gehandelt. Sogar eine Rolle beim Weltverband FIA gilt als möglich. Denkbar ist aber auch, dass der passionierte Angler und Rosenzüchter wie schon 2007 nach seiner Zeit bei Ferrari eine längere Auszeit nimmt oder sogar ganz in die Formel-1-Rente geht.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal