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Bundesliga: Hannover schlägt die Eintracht

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Spielbericht  

96 gewinnt das Krisenduell

01.12.2013, 18:53 Uhr | t-online.de

Bundesliga: Hannover schlägt die Eintracht. Vaclav Kadlec (re.) im Duell mit dem Hannoveraner Christian Schulz. (Quelle: dpa)

Vaclav Kadlec (re.) im Duell mit dem Hannoveraner Christian Schulz. (Quelle: dpa)

Innig schloss Mirko Slomka 96-Manager Dirk Dufner in die Arme, befreit lächelnd klatschte er sich mit seinen Assistenten ab. Durch das 2:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt darf Hannovers Trainer durchatmen, für seinen Kollegen Armin Veh wird es immer ungemütlicher. Nach sieben sieglosen Spielen holte Hannover 96 am Sonntag wieder einmal drei Punkte. Der in die Schusslinie geratene 96-Coach darf also vorerst wieder ruhiger arbeiten. Der auf die Tribüne verwiesene Veh blieb hingegen mit den Frankfurtern auch im neunten Spiel in Serie in der Bundesliga ohne Erfolg und besitzt nur wegen der Europapokal-Ergebnisse noch ausreichend Rückendeckung.

Der Befreiungsschlag gelang Hannover dank der Tore von Mame Diouf (25. Minute) und Szabolcs Huszti (67.). Die Niedersachsen kletterten damit in der Tabelle vom 14. auf den 9. Platz, die Hessen stecken dagegen weiter in der gefährdeten Zone fest. Frankfurt verlor vor 40.700 Zuschauern nicht nur das Spiel, sondern auch Martin Lanig mit Gelb-Rot (57.) sowie Trainer Veh, der nach lauten Beschwerden in der 66. Minute von Schiedsrichter Günter Perl auf die Tribüne geschickt wurde.

"Das bringt eine gewisse Zuversicht, in der Bundesliga mit breiterer Brust aufzutreten", sagte Slomka beim Fernsehsender Sky. So dramatisch sei die Situation für ihn nicht gewesen, weil ihm die Vereinsführung Rückendeckung gegeben habe. 96-Profi Leon Andreasen meinte: "Das war sehr wichtig für Hannover, für die Fans, für den Verein, heute einen Sieg einzufahren." Edgar Prib befand: "Das war der erste Schritt aus der Misere."

Bruchhagen kann es nicht fassen

Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen äußerte sich dagegen unzufrieden: "Wir waren insgesamt nicht gut genug, wir haben zerfahren gespielt. Wir konnten die fehlenden Leistungsträger nicht ersetzen." Und Pirmin Schwegler mahnte: "Wir haben es im momentan ganz, ganz schwer."

Beide Klubs waren nach der Misere der vergangenen Wochen in der Pflicht, vor allem der in die Kritik geratene 96-Coach Slomka stand enorm unter Erfolgsdruck. Die Hausherren schienen nur anfangs nervös und unsicher. Mit zunehmender Spielzeit dominierten die Gastgeber die Partie, hatten mehr Ballbesitz und erarbeiteten sich die besseren Torchancen. Auffallend waren zudem die Vorteile in den Zweikämpfen.

Dreifachbelastung hinterlässt Spuren

Die Frankfurter wirkten drei Tage nach dem gesicherten Weiterkommen in der Europa League in der ersten Hälfte wacklig in der Abwehr, im Angriff unterliefen ihnen zu viele Fehlpässe. 96-Torwart Ron-Robert Zieler erlebte einen weitgehend ruhigen Nachmittag. Die Führung der Hannoveraner durch Diouf war fast eine logische Folge. Nachdem sich Edgar Prib auf der linken Seite gegen Carlos Zambrano durchgesetzt hatte, wuchtete der Senegalese den Ball ins Tor - 1:0.

Nur drei Minuten später freuten sich die Niedersachsen über das vermeintliche 2:0, Slomka ballte erleichtert die Fäuste, aber der Treffer zählte nicht. Nach einem langen Pass von 96-Torwart Zieler hatte der Pole Artur Sobiech abgeschlossen, Frankfurts Torwart Kevin Trapp ließ den Ball durch die Hände rutschen. Doch Schiedsrichter Perl erkannte nach einigem Zögern den Treffer nicht an.

"Nachdem ich es mir jetzt mal anschauen durfte, kann ich es nachvollziehen. Ich denke, es war die richtige Entscheidung", gestand 96-Manager Dirk Dufner in der Halbzeit am Mikrofon des Fernsehsenders Sky. Und auch der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Uwe Kemmling stufte die Entscheidung als richtig ein, weil Sobiech bei dem Pass von Zieler im Abseits gestanden und Diouf vorher den Ball nicht mehr berührt hatte.

Lanig muss vorzeitig zum Duschen

Nach der Gelb-Roten Karte für Mittelfeldspieler Lanig in der zweiten Halbzeit mussten die Hessen eine gute halbe Stunde in Unterzahl auskommen. Nach einem Zweikampf von Pirmin Schwegler und Hiroki Sakai forderten die Gäste Elfmeter (66.), Trainer Veh musste auf die Tribüne. "Das war für mich Elfmeter", kommentierte der Coach nach dem Abpfiff. Auf der Gegenseite sorgte Huszti dann für das beruhigende 2:0 für 96: Der Ungar zirkelte einen Freistoß ins rechte obere Ecke.

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