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Sportpolitik  

Großer Aufgabenkatalog für Hörmann

04.12.2013, 13:45 Uhr | dpa

Großer Aufgabenkatalog für Hörmann. Auf Alfons Hörmann wartet viel Arbeit.

Auf Alfons Hörmann wartet viel Arbeit. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Der Aufgabenkatalog der deutschen Sportverbände für den designierten DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann ist umfangreich, die Erwartungen an ihn sind groß.

Für viele Funktionärskollegen ist er der geeignete Kandidat für das Spitzenamt, in das er am Samstag auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Wiesbaden gewählt werden soll. "Ich halte ihn für eine sehr respektable Person", sagte Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen Handball-Bundes, in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Er steht dem deutschen Sport gut zu Gesicht."

Eishockey-Präsident Uwe Harnos sieht in Hörmann "ohne Frage den richtigen Mann", der über den "notwendigen Weitblick" verfügt. Auch Triathlon-Union-Chef Martin Engelhardt hält ihn für einen "sehr geeigneten Kandidaten". Allerdings ist der 53-jährige Unternehmer, der seit 2005 den Deutschen Skiverband führt, sportpolitisch für viele ein noch unbeschriebenes Blatt. "In den sportpolitischen Diskussionen habe ich ihn eher wenig wahrgenommen", stellte Leichtathletik-Präsident Clemens Prokop fest.

Einig sind sich alle, dass auf den Nachfolger von Thomas Bach, der den DOSB mehr als sieben Jahre lenkte, eine Menge Arbeit wartet. "Ich denke, dass viel liegengeblieben ist und es viel Handlungsbedarf gibt. Das fängt beim Thema Doping an", meinte Prokop. "Beim DOSB sind ein paar Reformen notwendig, da gibt es einige Dinge, an die sich bisher niemand herangewagt hat", sagte Thomas Schwab, Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes. Dafür sei Hörmann der Richtige.

"Ich erwarte deutliche Worte zum System der Leistungssportförderung und eine Änderung im Anti-Doping-Kampf", forderte Thomas Weikert, Präsident des Tischtennis-Bundes und Sprecher der Ballsportverbände. "Der Leistungssport muss schlagkräftiger werden", nannte Judo-Präsident Peter Frese einen "ganz, ganz wichtigen Punkt" bei den Ansprüchen an den künftigen DOSB-Chef. "Da gibt es einige Themen", meinte auch Siegfried Kaidel, Vorsitzender des Ruderverbandes. Dazu zählten die Anti-Doping-Gerichtsbarkeit oder die Verteilung der staatlichen Fördergelder. "Da ist er gefordert."

Der neue DOSB-Präsident soll dem Sport aber auch grundsätzlich mehr Gewicht in der Gesellschaft verschaffen. "Die gesellschaftliche Anerkennung des Leistungssports muss unbedingt verbessert werden", sagte Gerd Heinze, der Präsident der Eisschnellläufer. Der Sport werde "zu viel über Doping" wahrgenommen. "Bei aller Notwendigkeit einer effektiven Doping-Bekämpfung, die Prioritäten liegen woanders." Auch für Hockey-Präsident Stephan Abel gibt es ein generelles Thema: "Das Sportbewusstsein in Deutschland zu entwickeln und zu stärken. Es sollte nicht immer nur auf Medaillenränge geguckt werden."

Sieben Jahre nach der von Bach bewerkstelligten Fusion von Deutschem Sportbund und Nationalem Olympischen Komitee soll Hörmann den DOSB neu aufstellen. "Das ist schon ein schweres Erbe. Thomas Bach ist nicht umsonst IOC-Präsident geworden. Seine Fußstapfen sind groß", sagte Schwab. "Als erster Präsident hat Thomas Bach dem DOSB ein Gesicht gegeben und dem deutschen Sport zu großer Anerkennung verholfen", meinte Bauer zur Bach-Bilanz.

Etwas zurückhaltender beurteilte Weikert die Bach-Ära "Er hat keine Hypothek hinterlassen, aber es gibt halt Themen, die nun verstärkt angepackt werden müssen", sagte der Tischtennis-Chef. Schon in einem Jahr wird Hörmann Rechenschaft ablegen müssen, ob er den Anforderungen in der ersten Kurzamtszeit gerecht geworden ist. Dann steht die Wahl des DOSB-Präsidiums für vier Jahre an. "In dem Jahr wird sich erweisen, ob er die Integrationsfähigkeit hat, die man ihm zutraut", sagte Abel. "Ich glaube, dass Herr Hörmann eine gute und längerfristige Option darstellt."

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