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Hörmann vor DOSB-Wahl: "Ich möchte ein ehrliches Votum"

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Sportpolitik  

Hörmann vor DOSB-Wahl: "Ich möchte ein ehrliches Votum"

05.12.2013, 13:57 Uhr | dpa

Hörmann vor DOSB-Wahl: "Ich möchte ein ehrliches Votum". Alfons Hörmann soll am Samstag in das Amt des DOSB-Präsidenten gewählt werden.

Alfons Hörmann soll am Samstag in das Amt des DOSB-Präsidenten gewählt werden. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Es ist eine Wahl ohne Auswahl. Der designierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann will deshalb seine Kür bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Wiesbaden nicht per Handzeichen öffentlich absegnen lassen, sondern durch eine geheime Abstimmung.

"Ich will ein ehrliches Votum", erklärte der 53 Jahre alte Unternehmer, der die Nachfolge des DOSB-Gründungspräsidenten Thomas Bach antreten soll.

Schließlich wurde in dieser Woche Staub aufgewirbelt, weil das Kartellamt gegen die Baustoff-Firma Creaton AG, deren Vorstandsvorsitzender Hörmann war, ein Bußgeldverfahren wegen angeblich verbotener Absprachen einleitete. Dies hat laut DOSB formal keine Auswirkungen auf die Kandidatur, da nur der Verdacht einer Ordnungswidrigkeit besteht. "Wenn sich dies bestätigen würde, wäre das schon ein Ballast", sagte Leichtathletik-Präsident Clemens Prokop.

Bis zu seiner Wahl zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vor drei Monaten führte Bach den DOSB sieben Jahre lang. "Das ist ein tiefer Einschnitt", heißt es im Bericht des DOSB-Präsidiums zum bevorstehenden Führungswechsel. "Wir haben Thomas Bach als echten Mannschaftskapitän schätzen gelernt." Für seine Verdienste soll er zum Ehrenpräsidenten ernannt werden.

Hörmann, der seit 2005 an der Spitze des Deutschen Skiverbandes (DSV) steht und zunächst für ein Jahr in das DOSB-Spitzenamt gewählt wird, blickt der neuen Herausforderung mit großem Respekt entgegen. "Dies beinhaltet auch Mut und Zuversicht, aber auch die Portion Demut und Achtung vor der besonderen Aufgabe", sagte er. Dass er keine lange Schonfrist zu erwarten hat, erlebte Hörmann bereits bei der medialen Begleitung seiner Kandidatur, die "nicht nur wohlwollend und sachgerecht" gewesen sei.

Der in Kempten geborene Bayer geht mit keinem konkreten Maßnahmen- und Prioritätenkatalog an den Start, zählt aber Doping zu "den drei Topthemen" in den ersten zwölf Monaten. "Es muss uns gelingen, bei diesem Thema aus der Defensive herauszufinden", erklärte er. Und wenn ein bisher vom DOSB abgelehntes Anti-Doping-Gesetz dazu beitragen könne, "ein anderes Bild in der Öffentlichkeit zu schaffen, würde ich mich dafür einsetzen", kündigte Hörmann an.

Eine klare Position bezieht er nach dem Scheitern der Münchner Winterspiele-Kandidatur auch bei der Frage einer weiteren Olympia-Bewerbung. "Es muss ein grundsätzliches Ziel bleiben, das größte Sportfest der Welt auszurichten", sagte Hörmann, "aber das Thema steht auf der Prioritätenliste aktuell nicht mehr ganz oben."

Bei den Erwartungen vor den Olympischen Winterspielen im Februar in Sotschi ist Hörmann zurückhaltend. Während das bisherige DOSB-Präsidium "mindestens ebenso viele, möglichst mehr Medaillen" als 2010 in Vancouver gewinnen wollte, hält er allein das Erreichen der 30 Edelplaketten für ein ehrgeiziges Ziel und warnt: "Ich wäre mit weiteren Forderungen sehr vorsichtig."

Bereits vor seiner Wahl sind aus den Fachverbänden der fast 28 Millionen Mitglieder großen Dachorganisation zahlreiche Anforderungen und Forderungen an den neuen Lenker herangetragen worden. Das Spektrum reicht von der Frage nach einer Reform des DOSB, der Struktur und einer größeren Anerkennung des Leistungssports bis hin zu insgesamt mehr Akzeptanz für den Sport in der Gesellschaft.

"Ich weiß, was ich als DOSB-Präsident zu tun habe", sagte Hörmann zu all den Begehrlichkeiten. Er versicherte: "Ich habe nie Klientelpolitik betrieben." Ob es um den richtigen Weg bei der Bekämpfung des Dopings geht oder um die Rolle als Lobbyist, der beim Bund um mehr Fördermittel kämpft: Hörmann will die Forderungen nicht lautstark plakativ über den Marktplatz rufen. "Ich würde mich eher als Diplomat sehen."

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