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Hörmann: "Wollen einen Profi aus den eigenen Reihen"

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Sportpolitik  

Hörmann: "Wollen einen Profi aus den eigenen Reihen"

06.12.2013, 16:49 Uhr | dpa

Hörmann: "Wollen einen Profi aus den eigenen Reihen". Alfons Hörmann macht Christian Neureuther Hoffnungen auf die DSV-Präsidentschaft.

Alfons Hörmann macht Christian Neureuther Hoffnungen auf die DSV-Präsidentschaft. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Für DSV-Präsident Alfons Hörmann wäre der frühere Skirennläufer Christian Neureuter bei der Suche nach einem Nachfolger für das Spitzenamt im Deutschen Skiverband (DSV) eine mögliche Wahl.

"Wir suchen einen Profi aus den eigenen Reihen und er gehört dem Aufsichtsrat an", sagte Hörmann, einen Tag vor der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Wiesbaden. Der designierte DOSB-Präsident wird nach seiner als sicher geltenden Wahl am Samstag sein Amt als DSV-Chef auf dem Verbandstag am 29. Dezember in Oberstdorf aufgeben.

Bereits in der nächsten Woche soll eine Vorentscheidung bei der Sichtung eines geeigneten DSV-Präsidentschaftskandidaten fallen. "Auf der DSV-Präsidiumssitzung am 11./12. Dezember werden wir intensiv über die Nachfolgefrage diskutieren", erklärte Hörmann.

Auch DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach betonte, dass ein Quereinsteiger als Präsident nicht in Frage komme, sondern nur ein Mann, "der die Strukturen und Abläufe im deutschen Sport kennt", sagte er während des Biathlon-Weltcups in Hochfilzen (Österreich). Neureuther hatte als erster sein Interesse an einer Nachfolge von Hörmann öffentlich bekundet. "Natürlich bin ich nicht ein typischer Verbandspräsident, weiß aber, wie der Skiverband tickt, was er braucht. Ich habe intern meinen Hut in den Ring geworfen", sagte der 64-Jährige in einem Interview des "Münchner Merkur". Derzeit ist Neureuther Mitglied im fünfköpfigen Aufsichtsrat der DSV Marketing GmbH.

Neben Neureuther gebe es einige weitere Kandidaten aus den Reihen des DSV-Präsidiums, erklärte Schwarzbach. Namen wurden aber nicht genannt. DSV-Vizepräsident Peter Schlickenrieder hatte bereits signalisiert, nicht zur Verfügung zu stehen.

Als wichtigste Aufgabe bei einer möglichen Wahl zum Präsidenten bezeichnete Neureuther, Olympia-Fünfter von 1980, die Förderung des Leistungssports. Speziell Nachwuchsförderprogramme lägen ihm am Herzen. "Wir dürfen den Ursprung mit Schulen, Vereinen, Kindern, Eltern nicht verlassen, sonst wandern alle zum Fußball ab", warnte der Garmisch-Partenkirchner. Der Vater von Slalom-Vizeweltmeister Felix Neureuther und Ehemann von Olympiasiegerin Rosi Mittermaier plädierte dafür, ehemalige Leistungssportler in die Nachwuchsarbeit zu integrieren.

Der DSV müsse zudem aufpassen, weiter genug finanzielle Unterstützung zu bekommen. "Wenn große Firmen erkennen, dass Deutschland in absehbarer Zeit keine Olympischen Spiele mehr bekommen wird, besteht die Gefahr, dass sie sich gar nicht mehr engagieren wollen", mahnte Neureuther. Auch die Politik müsse erkennen, "welchen Stellenwert Sport in der Gesellschaft habe".

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