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FC Bayern: Ribéry macht Robben vergessen

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"Schön auf die Fresse"  

Ribéry macht Robben vergessen

07.12.2013, 19:42 Uhr | t-online.de

FC Bayern: Ribéry macht Robben vergessen. Franck Ribéry (re.) zeigt in Bremen eine herausragende Vorstellung. (Quelle: dpa)

Franck Ribéry (re.) zeigt in Bremen eine herausragende Vorstellung. (Quelle: dpa)

Sturmtief Xaver hat Bremen noch einmal weitgehend verschont - der Orkan FC Bayern hat allerdings schwere Schäden an der Weser hinterlassen. Mit 7:0 (3:0) fegte der Rekordmeister über Werder hinweg und sorgte für die höchste Heimniederlage in der Bundesliga-Geschichte der Grün-Weißen. "Es war für mich das frustrierendste Spiel seit ich bei Werder bin", sagte Bremens Clemens Fritz: "Wir haben schön was auf die Fresse gekriegt."

Angeführt vom wiedergenesenen Wirbelwind Franck Ribéry blieb der Rekordmeister zum 40. Mal in Folge ungeschlagen, stellte mit 90 Zählern in einem Kalenderjahr mal wieder einen neuen Rekord auf und steht bereits am 15. Spieltag kurz vor der Herbstmeisterschaft. "Wir sind alle glücklich", sagte der alles überragende Ribéry, der bei seinem Startelf-Comeback insgesamt sechs Mal aufs Tor schoss, zwei Treffer vorbereitete und zudem einen Doppelpack schnürte: Note eins mit Sternchen.

Der Franzose erstickte damit die Diskussion darüber, ob die Bayern den Ausfall von Arjen Robben verkraften können, im Keim. Klare Antwort: Sie können. Der Holländer, der in dieser Spielzeit zuvor in 19 Pflichtspielen stolze 13 Treffer erzielt hatte, wurde in Bremen schlicht nicht gebraucht.

Drei Änderungen - große Wirkung

Trainer Pep Guardiola hatte die Aufstellung im Vergleich zur DFB-Pokal-Partie in Augsburg gleich auf drei Positionen verändert. Thomas Müller spielte für Robben auf der rechten offensiven Seite, Ribéry übernahm seine Stammposition auf links. Mario Götze rückte nach innen, für Javi Martinez blieb nur der Platz auf der Bank. In der Viererkette verteidigte zudem Daniel van Buyten an Stelle von Dante.

Und diese Umstellungen machten sich bezahlt. Nach dem eher müden Auftritt gegen den FCA unter der Woche brauchten die Bayern zwar auch in Bremen etwas, um in die Partie zu finden. Die Hausherren konnten sich letztlich aber nur in den ersten 20 Minuten, in denen sie mit 66 Prozent sogar die Mehrzahl der Zweikämpfe gewannen, wehren. Was danach folgte, war die pure Dominanz der Triple-Bayern.

"Eine Ehre, hier Trainer zu sein"

Nach 90 Minuten standen knapp 75 Prozent Ballbesitz auf der Habenseite der Gäste, die Statistiker zählten zudem 17:6 Torschüsse, 696:233 Pässe – und letztlich sieben zu null Tore. Ein Klassenunterschied. "Ich muss meinen Spielern großen Dank sagen, sie haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Heute war es eine Ehre, hier Trainer zu sein", sagte ein sichtlich zufriedener Guardiola.

Die Bayern-Stars zeigten beinahe über die volle Spielzeit, wie es aussehen kann, wenn sie die Ideen von Gaurdiola nahezu perfekt auf den Rasen übertragen. Denn dieses Mal lief nicht nur der Ball wie am Schnürchen durch die eigenen Reihen, auch die Spieler waren ständig in Bewegung. Vor allem das Quintett Thiago-Kroos-Götze-Ribéry-Müller zeigte sich extrem variabel. Die einzelnen Positionen wurden immer wieder getauscht, Ribéry spielte plötzlich rechts, dafür wich Müller auf die linke Seite aus, Götze stieß in die Spitze, Kroos ließ sich für Thiago fallen. Das Bayern-Mittelfeld glich einem drehenden Strudel - die Werder-Spieler schauten staunend zu.

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Lobeshymnen aus allen Ecken

Die Bremer Defensive lief ständig hinterher – und war in den meisten Fällen einfach überfordert. Dementsprechend euphorisch fiel dann auch das Lob von Guardiola aus. "Es ist das erste Spiel, in dem wir ein gutes Positionsspiel gemacht haben", sagte er. Auch Uli Hoeneß zeigte sich nach Abpfiff rundum zufrieden: "Sobald unser Team in Führung geht, geht die Batterie so richtig los. Man kann die Spiele als Bayern-Fan und Präsident sehr genießen." Allen voran die Leistung Ribérys zauberte dem Bayern-Präsidenten sein berühmtes Sieger-Lächeln auf die Lippen.

Ribéry, der sich im WM-Relegationsspiel seiner Franzosen gegen die Ukraine eine Rippe angebrochen hatte, setzte dem herausragenden Bayern-Spiel die Krone auf. Er war der Beste unter den Besten. "Unsere Mannschaft hat einen unglaublichen Lauf, Franck ist ein unglaublicher Spieler", brachte es Hoeneß auf den Punkt. Arjen Robben vermisste an diesem Nachmittag niemand.

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