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Borussia Dortmund verliert mehr als drei Punkte

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Lewandowski: "Scheiß-Situation"  

Borussia Dortmund verliert mehr als drei Punkte

08.12.2013, 10:49 Uhr | t-online.de

. Kevin Großkreutz und Borussia Dortmund blicken sorgenvoll in die Zukunft. (Quelle: dpa)

Kevin Großkreutz und Borussia Dortmund blicken sorgenvoll in die Zukunft. (Quelle: dpa)

"Wunder geschehen immer wieder, aber nicht so oft", resignierte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 0:1 im Bundesliga-Topspiel gegen Bayer Leverkusen. Tatsächlich könnte die Borussia wundersame Fügungen an allen Ecken und Enden gut gebrauchen. Nach der bitteren Heimpleite scheint nicht nur Bayern München im Rennen um die Deutsche Meisterschaft längst enteilt. Der BVB droht seinen Status als Nummer zwei der Liga einzubüßen. Obendrein hält die Verletzungsmisere an: Im entscheidenden Champions-League-Vorrundenspiel gegen Olympique Marseille (Mittwoch, ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) droht der Ausfall weiterer Stammkräfte. Torjäger Robert Lewandowski fand deutliche Worte: "Wir befinden uns in einer Scheiß-Situation."

Wenn selbst Sven Bender nicht mehr weitermachen kann, dann scheint man in Dortmund den Glauben zu verlieren. Als der "Iron Manni" genannte Mittelfeldmotor von Betreuern gestützt zur Trainerbank humpelte und mit seinem Trainer sprach, nahm Klopp seinen leidgeprüften Schützling in die Arme. Eine schöne, aber auch bittere Szene.

Als kurz darauf nämlich auch noch Nuri Sahin verletzt vom Platz musste, sank die Anzahl gesunder Sechser auf genau einen. Nur noch Sebastian Kehl bleibt als etatmäßige Defensivzentrale ohne Verletzung übrig. "Das ist sehr, sehr tragisch", sagte Klopp.

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"Die können nicht mal Trost gebrauchen"

Nuri Sahin hat sich laut BVB-Mannschaftsarzt Dr. Markus Braun einen Außenbandteilriss am rechten Sprunggelenk zugezogen, Sven Bender eine Innenbanddehnung am rechten Sprunggelenk und Einblutungen in die Sehnenscheiden erlitten. Während Sven Bender damit für das letzte Gruppenspiel der UEFA Champions League bei Olympique Marseille definitiv ausfallen wird, ist ein Einsatz von Nuri Sahin nicht ausgeschlossen.

Die depressive Stimmung in der Dortmunder Kabine ging auch Reinhard Rauball nahe. "Ich habe den Spielern gar nichts gesagt und nur die Hand geschüttelt. Niedergeschlagen wie sie waren, hätte alles andere keinen Sinn gemacht", kommentierte der Vereinspräsident und fügte mitfühlend an: "Die können im Moment nicht mal Trost gebrauchen."

Negativrekord für Klopp

Fragen zur Leistung und zur Strategie rückten angesichts der Neuzugänge im Lazarett in den Hintergrund. "Was bringt es mir, darüber nachzudenken, was ich besser machen kann, wenn ich nicht weiß mit wem?" Dass es nicht rundläuft, hat aber natürlich auch der Trainer erkannt. "Ich kann mich nicht erinnern, wann wir schon einmal so viele Zweikämpfe verloren haben", sagte Klopp nach dem verlorenen Spitzenspiel: "Wir haben oft zu langsam gedacht."

Mit dem 0:1 blieb Borussia Dortmund erstmals unter Jürgen Klopp in zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen torlos. Das war dem BVB zuletzt im Frühjahr 2007 unter Thomas Doll passiert.

Löst Leverkusen Dortmund ab?

Die Dominanz, mit der man sich zum einzig wahren Gegner der übermächtig wirkenden Triple-Bayern aufschwang, scheint aktuell verloren. "Sie sind eigentlich die Nummer zwei, nun steht Leverkusen dort", lautete der Einstieg zu einer Reporter-Frage nach der Partie gegen die Werkself. Die Tabelle spricht eine klare Sprache: Der BVB liegt nun schon zehn Punkte hinter Spitzenreiter Bayern und sechs hinter Bayer.

"Leverkusen war heute zweikampfstärker und bissiger. Wir haben verdient verloren, das müssen wir akzeptieren", sagte Kevin Großkreutz. "Kein gutes Spiel und das gegen Leverkusen, da kannst du nicht gewinnen - nicht mal wir", ergänzte sein Coach.

Sokratis fehlt in der Liga

Ehe ein Angriff auf die Liga-Spitze möglich ist, muss sich die Borussia nach hinten erwehren. Der Namensvetter aus Mönchengladbach ist nach Punkten gleichgezogen und drängt mit starken Leistung nach oben. Als nächster Gegner wartet 1899 Hoffenheim. Neben den zahlreichen Verletzten fehlt für dieses Spiel auch Innenverteidiger Sokratis, der sich gegen Leverkusen unnötig Gelb-Rot abholte.

Immerhin wird der Verteidiger unter der Woche in der Champions League auflaufen können. Nicht nur floskelhaft heißt es, dass das nächste Spiel das wichtigste sei. Im Fall des BVB trifft dies angesichts der allgemeinen Bedeutung der Partie gegen Marseille besonders zu. "Abhaken und Marseille schlagen", richtete Großkreutz den Blick entsprechend nach vorne.

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