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Sportpolitik  

Harting dementiert Aufgabe seines Sportförderprojekts

08.12.2013, 15:55 Uhr | dpa

Harting dementiert Aufgabe seines Sportförderprojekts. Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat Enttäuschung über den DOSB geäußert.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat Enttäuschung über den DOSB geäußert. Foto: Oliver Mehlis. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat Spekulationen um ein frühes Ende seines geplanten Sportförderprojekts widersprochen. "Es wird nicht aufgegeben. Wir arbeiten im Hochleistungssport", twitterte der Berliner.

In einem Interview des TV-Senders Sky Sport News hatte er sich zuvor beklagt, dass er sich vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hintergangen fühlt und gesagt: "Ich arbeite da jetzt auch nicht mehr weiter und hoffe auch nicht, irgendwas verändern zu können." Der DOSB führe "hinterrücks" viele Gespräche, klagte Hartig.

Die Sportlotterie, die sich am Beispiel Großbritanniens orientiert, will der dreifache Weltmeister im Frühjahr starten. Mindestens 35 Prozent der Einnahmen sollen dabei in die Sportförderung fließen. Das Modell wäre eine Konkurrenz für die Glücksspirale. Sie wurde 1969 vom Nationalen Olympischen Komitee, Deutschen Lotto- und Totoblock und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegründet und aus ihr fließen bis heute Gelder in den Sport.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hatte darauf verwiesen, dass Sportvereine und Sportverbände bislang schon in hohem Maße von den Erträgen aus Glücksspielen profitieren. Die Gewinnchancen bei seinem Modell stünden laut Harting etwa zehnmal besser als im klassischen Lotto "6 aus 49".

"Wie gesagt: Ich hatte einen eigenen Weg eingeschlagen mit Unternehmern, mit der deutschen Sportlotterie, das Problem ist leider, dass wir selbst da behindert werden", beklagte sich Harting jetzt. Bei den Landesverbänden würden schlechte Nachrichten verbreitet. "Wir haben es grade sehr schwer, denn in zwei Wochen müssen wir den Antrag einreichen und dann gilt's."

Harting hatte bemängelt, dass sich Deutschland in Sachen Sportförderung auf dem Weg zum Entwicklungsland befinde. Der Leichtathlet stellte im Oktober sein Projekt vor und kündigte damals an: "Wir wollen langfristig erreichen, dass die Topsportler statt 300 Euro auf 1000 Euro Förderung monatlich kommen."

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