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Sportpolitik  

Menschenrechtler: Lob für Gaucks Olympia-Entscheidung

09.12.2013, 11:36 Uhr | dpa

Lob für Joachim Gaucks Olympia- Entscheidung. Bundespräsident Joachim Gauck boykottiert die Olympischen Winterspiele in Sotschi.

Bundespräsident Joachim Gauck boykottiert die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Menschenrechtler haben die Entscheidung von Bundespräsident Joachim Gauck gegen einen Besuch der Olympischen Winterspiele in Sotschi gelobt.

"Weil wir uns nicht für einen Olympia-Boykott der Sportler aussprechen, die sich über Jahre auf ihre Wettkämpfe vorbereiten, sehen wir die Absage des Bundespräsidenten für seinen Sotschi-Besuch als besonders starkes Zeichen", sagte der Sprecher von Human Rights Watch, Wolfgang Büttner, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Gaucks Entscheidung lenke das Augenmerk auf Menschenrechtsverletzungen in Russland und die Probleme in der Olympiastadt Sotschi.

Das Bundespräsidialamt hat der russischen Regierung bereits mitgeteilt, dass Gauck nicht nach Sotschi reisen wird. "Das ist ein gutes Signal. Mit seinem Besuch der Spiele in Sotschi würde er das System nur aufwerten", sagte die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Europäischen Parlament, die Grünen-Politikerin Barbara Lochbihler, der "FAZ". Gauck zeige mit seinem Entschluss Haltung. Der Bundespräsident hatte in der Vergangenheit wiederholt mehr Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit in Russland angemahnt.

Spitzenfunktionäre des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) warnten erneut davor, Gaucks Entscheidung als Boykott zu werten. Der Bundespräsident habe einen Besuch nie wirklich im Terminkalender gehabt, sagte Athletensprecher Christian Breuer am Montag im Deutschlandfunk. Gauck setze aber ganz sicher ein Zeichen. In einer Mitteilung hatte der Verband zuvor darauf hingewiesen, dass Gauck die deutsche Olympia-Mannschaft bei ihrer Rückkehr in München begrüßen werde.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper betonte, der deutsche Sport werde in Sotschi auf die Wahrung der Grundwerte der Charta des Internationalen Olympischen Komitees achten. "Wir sind natürlich auch nicht unpolitisch. Wir wissen um die Menschenrechtsrechtsverletzungen in Russland. Wir sehen die Probleme auch der Olympischen Spiele in Sotschi", sagte Vesper im ARD-"Morgenmagazin". "Der Sport ist nicht in der Lage, Regierungspolitik grundlegend zu ändern. Aber er kann deutlich machen, was unsere Prinzipien sind, und es ist zugesichert worden, dass diese Prinzipien während der Spiele auch eingehalten werden."

Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, forderte von der deutschen Politik erhöhten Druck auf Russland zur Einhaltung von Menschen- und Minderheitenrechten. "Die deutsche Politik sollte die Olympischen Winterspiele in Sotschi boykottieren", sagte er im Deutschlandradio. Ob und wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das Sportereignis besuchen wird, blieb zunächst offen.

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