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Borussia Dortmund: Unfreiwilliger Kampf gegen "spanische Verhältnisse"

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"Verspielte Chancen ein hartes Brot"  

Gefühlte Niederlage für den BVB in Hoffenheim

14.12.2013, 19:35 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund: Unfreiwilliger Kampf gegen "spanische Verhältnisse". BVB-Trainer Jürgen Klopp war mit der Chancenverwertung seines Teams alles andere als zufrieden.  (Quelle: dpa)

BVB-Trainer Jürgen Klopp war mit der Chancenverwertung seines Teams alles andere als zufrieden. (Quelle: dpa)

Aus Sinsheim berichtet Jan Vogel

Vor Weihnachten werden jedes Jahr die Klassiker ausgepackt. "Last christmas, I gave you my heart", trällerte es nach Abpfiff aus den Stadionlautsprechern in Sinsheim. Und das ewig alte Lied erklang auch bei Borussia Dortmund. Der BVB holte zwar gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen 0:2-Rückstand noch auf, vergab jedoch mal wieder drei Punkte, weil in der Offensive reihenweise beste Chancen versiebt wurden. Am Ende stand mit dem 2:2 (1:2) nicht nur eine gefühlte Niederlage zu Buche, sondern auch die Verfolger rücken dem Vizemeister immer dichter auf die Pelle.

Von den oft beschworenen "spanischen Verhältnissen", der alleinigen Dominanz zweier Mannschaften, scheint die Bundesliga aktuell wieder weit entfernt. Während der FC Bayern München an der Tabellenspitze einsam seine Kreise zieht, rutscht Dortmund als Tabellen-Dritter mit nunmehr zwölf Punkten Rückstand auf den Triple-Sieger in der Liga weiter ab. Aus den letzten fünf Spielen holten die Schwarz-Gelben nur vier Zähler.

Teils unglücklich, teils kläglich 

"Wir haben unglaublich viele tolle Momente kreiert“, lobte BVB-Trainer Jürgen Klopp seine Mannschaft nach dem Spiel in der Rhein-Neckar-Arena. "Aber was wir dann so an Chancen vergeben, das ist schon ein hartes Brot. Selber schuld, muss man da wohl sagen." Sowohl Marco Reus (16. und 87. Minute) und Robert Lewandowski (76.), als auch die eingewechselten Henrich Mchitarjan (74.)  und Julian Schieber (89.) vergaben teils unglücklich, teils kläglich, riesige Chancen. Was beim nervenaufreibenden 2:1 in der Champions League gegen Marseille noch gut gegangen war, wollte trotz einer starken Willensleistung gegen körperlich sehr robust zu Werke gehende Hoffenheimer nicht klappen.

Schipplock und Volland schocken den BVB

Die TSG hielt von Beginn an dagegen und war bei Kontern stets gefährlich. Gerade hatte Reus seine erste Großchance vertan, da fiel fast im Gegenzug das 1:0 für 1899. Roberto Firmino schickte Schipplock auf rechts steil, BVB-Youngster Marian Sarr, der mit Manuel Friedrich die Innenverteidigung bildete, kam nicht hinterher. Schipplock, vor dem Spiel mit einem neuen Vertrag bis 2016 ausgestattet, versenkte den Ball an Mitch Langerak vorbei ins lange Eck (17.). Als es schien, als hätten sich die BVB-Profis von dem Gegentor erholt, schlug Kevin Volland nach Vorarbeit von Sebastian Rudy zu und erhöhte auf 2:0.

Mit "gewürgten" Toren zum Ausgleich

Kevin Großkreutz, der in der Königsklasse den Ball entscheidend "reinwürgte" (Zitat Klopp), hatte gegen die TSG wie Keeper Roman Weidenfeller und Henrich Mchitarjan eine Verschnaufpause bekommen. Doch auch ohne den Ur-Borussen gelangen dem BVB zwei Tore der ähnlichen Sorte. In der 44. Minute war es der ansonsten sehr unauffällige Pierre-Emerick Aubameyang, der den Ball zum Anschluss ins Tor beförderte.

Hoffenheims neuer Stammkeeper Jens Grahl hatte sich zuvor einen schweren Schnitzer geleistet. Der 25-Jährige fischte eine Ecke von Reus aus der Luft, ließ den Ball jedoch fallen. Lewandowski stocherte nach und der Gabuner hämmerte die Kugel über die Linie. In der zweiten Halbzeit köpfte Lukasz Piszczek nach einer Traumflanke von Nuri Sahin erst direkt auf Grahl, drückte den Ball aber im Nachsetzen ins Tor (67.).

Knockout gelingt nicht

Nicht nur die mitgereisten Dortmunder Fans, vor dem Spiel durch die Worte von 1899-Mäzen Dietmar Hopp im Stadionmagazin erst recht angestachelt, sondern auch die Spieler auf dem Platz erkannten nun, dass mehr drin war als nur ein Unentschieden. Nach einer Stunde hatte die Borussia knapp 60 Prozent Ballbesitz gegen nun verunsicherte Kraichgauer. Doch der Knockout gelang der Borussia nicht.

Hängende Köpfe in der BVB-Kabine

Stattdessen hatte die Borussia in einem Spiel, das ständig auf der Kippe stand, auch noch Glück, dass 1899 gute Kontergelegenheiten ebenfalls verstreichen ließ. "Wir wären kein unverdienter Sieger gewesen, aber hätten auch verlieren können", erklärte Klopp. Während der Coach sich aufgrund der guten Hoffenheimer Leistung mit dem Ergebnis abgefunden hatte, musste er bei seinen Spielern Aufbauhilfe leisten: "Wenn ich mir die Jungs in der Kabine anschaue, dann sieht das nicht aus wie ein Unentschieden, sondern als hätten sie verloren."

Durch das Remis fügte die Borussia der eigenen durchwachsenen Bilanz gegen 1899 einen weiteren Punktverlust hinzu. In insgesamt zwölf Spielen reichte es für den BVB zu vier Siegen, bei vier Unentschieden und vier Niederlagen.

Sieg gegen Hertha ist Pflicht

Während die Hoffenheimer als Elfter im Tabellenmittelfeld bleiben, droht Schwarzgelb nun im Kampf um Platz zwei den Anschluss zu verlieren. Sollte Bayer Leverkusen zuhause gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, ab 17.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) drei Punkte einfahren, wäre die Werkself auf acht Punkte enteilt.

Zudem lauert Borussia Mönchengladbach punktgleich als Vierter, und hätte den BVB mit einem Sieg in Mainz sogar überholen können. Am letzten Spieltag zuhause gegen den starken Aufsteiger Hertha BSC ist daher ein Sieg Pflicht für das Team von Trainer Klopp.

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