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Sportpolitik  

Harting und Obergföll bringen Sportlotterie auf den Weg

17.12.2013, 16:15 Uhr | dpa

Harting und Obergföll bringen Sportlotterie auf den Weg. Christina Obergföll und Robert Harting übergaben den Erlaubnisantrag für die Deutsche Sportlotterie.

Christina Obergföll und Robert Harting übergaben den Erlaubnisantrag für die Deutsche Sportlotterie. Foto: Patrick Seeger. (Quelle: dpa)

Mainz (dpa) - Die Deutsche Sportlotterie (DSL) ist auf dem Weg. Die "Sportler des Jahres", Christina Obergföll und Robert Harting, übergaben in Mainz mit Unterstützung von Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink den sogenannten Erlaubnisantrag an Rheinland-Pfalz-Finanzminister Carsten Kühl.

"Ich glaube an die Idee", sagte Diskus-Olympiasieger und -Weltmeister Harting mit Überzeugung. Zusammen mit dem Krefelder Unternehmer Gerald Wagener hat der Berliner die Lotterie initiiert.

Der mehrere hundert Seiten starke Antrag muss vom zuständigen Glücksspiel-Kollegium geprüft und genehmigt werden. "Ich weiß aber nicht, wie lange das dauert. Das Gremium tagt einmal im Monat", sagte SPD-Politiker Kühl. Die DSL soll Spitzenathleten zusammen mit den Geldern der Stiftung Deutsche Sporthilfe finanziell und sozial besser absichern. "Die Lotterie soll ein Loch füllen. Heute können sich Athleten nicht ausreichend auf den Sport konzentrieren, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen. Sie denken zu viel an den beruflichen Werdegang", bemängelte Harting.

Auch Speerwurf-Weltmeisterin Obergföll kritisierte, dass viel Athleten in olympischen Randsportarten sich einen Job suchen müssten, um finanziell über die Runden zu kommen. "Sicher haben wir die Sporthilfe, doch das reicht nicht. Für die sportliche Karriere ist es besser, wenn man keinen Job daneben braucht", sagte Obergföll.

An der in Großbritannien gut angenommenen Sportlotterie orientieren sich Harting und Co. Mindestens 35 Prozent der Einnahmen sollen dabei in die Sportförderung fließen. Bis zur endgültigen Zulassung planen die Initiatoren, die im Sportartikelhersteller adidas einen ersten namhaften Partner gefunden haben, die Strukturen aufzubauen. Ein Beirat soll über die Verteilung entscheiden.

Die Deutsche Sportlotterie steht in Konkurrenz zur Glücksspirale. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte deshalb Bedenken angemeldet. Die Glücksspirale wurde 1969 vom Nationalen Olympischen Komitee, Deutschen Lotto- und Totoblock und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen gegründet. Aus ihr fließen bis heute Gelder in den Sport, der größte Teil aber in den Breitensport.

Nur ein kleiner Teil kommt überhaupt bei den Athleten an. Harting sieht die DSL deshalb nicht in Konkurrenz zur Glücksspirale. "Beide Lotterien überschneiden sich nicht. Der Spitzensport setzt andere Maßstäbe. Wir wollen, dass Leistungssport in Deutschland wieder Zukunft hat", erklärte der Leichtathlet. Er hofft darauf, dass die Bedenken des DOSB im Zusammenspiel mit der Sporthilfe ausgeräumt werden können. Vom neuen DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann erwartet der Berliner nach eigener Aussage aber wenig Unterstützung.

Hartings Vision ist es, dass "wir langfristig erreichen, dass die Topsportler statt 300 Euro auf 1000 Euro Förderung monatlich kommen." Obergföll schließt sich an. "Ich weiß nicht, ob das klappt. Aber wenn, dann wäre das traumhaft."

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