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US-Regierung setzt Zeichen des Protests gegen Sotschi-Spiele

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Olympia  

US-Regierung setzt Zeichen des Protests gegen Sotschi-Spiele

18.12.2013, 16:16 Uhr | dpa

Washington (dpa) - Die Sotschi-Spiele werden mehr und mehr zum Politikum. Nach dem Verzicht von Bundespräsident Joachim Gauck, Frankreichs Präsident François Hollande und EU-Kommissarin Viviane Reding, teilte das Weiße Haus mit, die US-Regierung schicke keine hochrangigen Staatsvertreter.

Dafür werden aber offen homosexuelle Athletinnen wie Tennis-Ikone Billie Jean King und Eishockey-Medaillengewinnerin Caitlin Cahow der US-Delegation bei den Eröffnungs- und Schlussfeiern angehören. Ein deutliches Zeichen des Protests gegen Wladimir Putins Prestigeprojekt.

"Ich fühle mich geehrt, die USA in Sotschi zu repräsentieren. Ich hoffe, diese Olympischen Spiele werden ein wegweisender Moment für die universelle Anerkennung aller Menschen sein", erklärte King via Twitter. Janet Napolitano, die ehemalige Heimatschutzministerin und heutige Leiterin der Universität von Kalifornien, wird die Präsidenten-Delegation bei der Eröffnungszeremonie anführen. Bei der Abschlussfeier übernimmt der stellvertretende US-Außenminister William Burns diese Funktion. Für die Sommerspiele 2012 in London hatte das Weiße Haus noch die First Lady Michelle Obama als Delegationsleiterin ernannt.

Die Sotschi-Spiele stehen wegen des Anti-Homosexuellen-Gesetzes, der Ausbeutung hilfloser Wanderarbeiter, der massiven Umweltsünden und Kostenexplosion massiv in der Kritik. Aktivisten hatten im Sommer zu einem Boykott der Spiele aufgerufen. Diese Forderungen waren von US-Präsident Barack Obama und dem britischen Premierminister David Cameron zurückgewiesen worden.

Frankreich entschied sich jetzt, Sportministerin Valérie Fourneyron zur Eröffnungsfeier nach Sotschi zu entsenden. Es solle nicht nach anderen Botschaften in dieser Entscheidung gesucht werden, betonte eine Regierungssprecherin am Mittwoch in Paris und wies indirekt Vermutungen über einen Boykott zurück. Sie ergänzte allerdings, Staatspräsident Hollande habe bei fragwürdigen Gesetzen sein Missfallen den russischen Behörden gegenüber stets klar ausgedrückt und sich für Gleichberechtigung eingesetzt.

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