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Jahreswechsel  

Zitatenschätze aus dem Sportjahr

24.12.2013, 09:20 Uhr | dpa

Zitatenschätze aus dem Sportjahr. Mit den Bayern krönte Jupp Heynckes seine Trainer-Karriere und überlässt der Laptop-Generation das Feld.

Mit den Bayern krönte Jupp Heynckes seine Trainer-Karriere und überlässt der Laptop-Generation das Feld. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Sprachlos? Ganz bestimmt nicht. Die Nachrichtenagentur dpa hat die besten Sprüche der Sportler, Trainer und Funktionäre aus diesem Jahr gesammelt:

"Masterplan ist mir zu dramatisch. Das haben die jungen Trainer heute, die Konzept- und Laptop-Trainer, die gekommen und gegangen sind in der Liga. Die machen so was." (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 3. Januar auf die Frage, ob er einen Masterplan für die zweite Saisonhälfte habe)

"Es ist schön, dass ihr mich trotzdem noch jedes Jahr einladet." (Tennisstar Roger Federer am 19. Januar, nachdem er bei den Australian Open erneut Lokalmatador Bernard Tomic ausgeschaltet hatte)

"Habe ich zu Hause das Licht ausgemacht? Und die Waschmaschine?" (Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter am 20. Januar auf die Frage, woran er gedacht habe, als er den spielentscheidenden Ball beim 28:23-Sieg gegen Mazedonien gehalten hatte)

"Ich habe nicht viel von meiner Schnelligkeit verloren - ich war ja nie besonders schnell." (Fußball-Star David Beckham am 31. Januar bei seiner Präsentation als neuer Spieler des französischen Clubs Paris St. Germain)

"Weiß - wie immer." (Super-G-Weltmeisterin Tina Maze am 7. Februar nach dem WM-Training in Schladming auf die Frage, wie der Schnee gewesen sei)

"Der Stein, der uns vom Herzen gefallen ist, war so groß, dass wir froh waren, dass er uns nicht auf den Fuß gefallen ist. Das hätte richtig wehgetan." (Damen-Bundestrainer Gerald Hönig am 14. Februar zum WM-Silbergewinn von Andrea Henkel im Biathlon-Einzel, der ersten DSV-Medaille in Nove Mesto)

"Wir haben leider nicht das Glück gehabt, kein Pech zu haben." (Kombinierer Eric Frenzel am 24. Februar nach dem sechsten Platz des deutschen Teams bei der nordischen Ski-WM in Val di Fiemme)

"Wenn du willst gewinnen, hol' dir einen Finnen." (Das Formel-1-Team Lotus am 17. März via Twitter nach dem Sieg von Kimi Räikkönen beim Saisonauftakt in Melbourne)

"Meine Spieler werden angeboten wie auf dem Viehmarkt. Ihre Ausstiegsklauseln kann man in der Zeitung lesen - das ist furchtbar." (Trainer Christian Streich nach dem 1:5 in Dortmund am 17. März über das veränderte Klima im einstmals geruhsamen Freiburg)

"Ich habe das Gefühl, dass jetzt schon die Hirnmasse verstoffwechselt wird. In den nächsten Wochen heißt es nur noch essen, essen, essen." (Skilangläufer Tim Tscharnke am 24. März über seine Erschöpfung zum Abschluss der Weltcup-Saison)

"In den vergangenen Wochen hat es bei uns ein bisschen gemenschelt - jetzt wollten wir wieder Maschinen sein." (Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer am 31. März nach dem 9:2 gegen den HSV)

"Bei solch kühlen Temperaturen bin ich noch nie Meister geworden, weder als Spieler noch als Trainer." (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 6. April zur frühesten Titelentscheidung in der Bundesliga)

"Eine Sechs." (Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel am 13. April auf die Frage, welche Schulnote er den Reifen in dieser Formel-1-Saison gebe)

"Es gibt ungünstigere Zeitpunkte. Zum Beispiel vier Stunden vor dem Spiel." (BVB-Trainer Jürgen Klopp am 23. April zum Bekanntwerden des Wechsels von Mario Götze zu Bayern München einen Tag vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid)

"Hätte ich doch mal Mathematik nicht nach der elften Klasse abgewählt." (Dressurreiterin Isabell Werth am 25. April, nachdem sie beim Weltcup-Finale in Göteborg 17 statt 15 Einerwechsel geritten hatte)

"Eigentlich wollten wir uns im zweiten Jahr in der 2. Liga stabilisieren. Dieses Saisonziel haben wir verfehlt." (Eintracht Braunschweigs Präsident Sebastian Ebel am 28. April nach dem Aufstieg seines Teams in die Fußball-Bundesliga)

"Das kann ich nicht beurteilen, ich bin kein Kriminaltechniker." (Bayern-Profi Thomas Müller am 11. Mai auf die Frage, ob auf der Meisterschale noch Fingerabdrücke der Dortmunder waren)

"Wir Zebras geben nicht auf!!!! Zeigt Streifen! Jetzt!" (Die Duisburger Fußball-Legende Bernard Dietz am 30. Mai nach der Entscheidung, dem Zweitligisten MSV die Spielberechtigung zu verweigern)

"Jupp Heynckes hat den einzigen Fehler der Saison gemacht: Er hatte nur einen Anzug dabei." (Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über die Auswirkungen der Bierduschen für den Bayern-Coach nach dem Pokalsieg am 1. Juni)

"Die Tour de France drei Wochen lang ungedopt zu fahren, das ist nicht gesund." (Der wegen Betrugs angeklagte Radprofi Stefan Schumacher am 24. Juni vor dem Landgericht Stuttgart)

"Dauerhaft ist es nicht akzeptabel, dass ein Brausehersteller 100 000 Mercedes-Benz-Mitarbeitern vor der Nase herumfährt." (Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff am 28. Juni in Silverstone über den dreimaligen Formel-1-Konstrukteursweltmeister Red Bull)

"Beruhigt bin ich erst, wenn da keine Tampons, Binden und Kondome rumschwimmen." (Bundestrainer Stefan Lurz am 19. Juli zur Wasserqualität bei den WM-Wettbewerben der Freiwasserschwimmer im Hafen von Barcelona)

"Ich freue mich schon wieder auf den November." (St.-Pauli-Kapitän Fabian Boll am 28. Juli nach dem 0:0 in der Zweitliga-Partie beim Karlsruher SC, wo auf dem Spielfeld 41,4 Grad Celsius gemessen worden war)

"Das Fallobst zuerst." (Der sechsmalige Europameister Ludger Beerbaum, nachdem er von Bundestrainer Otto Becker am 20. August als EM-Startreiter eingeteilt wurde)

"Ich wäre auch für einen Cent zu Real Madrid gewechselt." (Der walisische Fußball-Nationalspieler Gareth Bale, der für 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zum spanischen Rekordmeister gewechselt ist, am 2. September)

"Uff!!!" (Erste Reaktion von Thomas Bach nach seiner Wahl zum IOC-Präsidenten am 10. September in Buenos Aires)

"Doping ist so, wie sich im Supermarkt die Taschen vollzumachen und durchs Hintertürchen abzuhauen." (Der deutsche Rad-Sprinter und vierfache Tour-de-France-Etappensieger Marcel Kittel am 17. September in einem Interview des Magazins "Tour")

"Wer nach fünf Spieltagen den Kopf in den Rasen steckt, verliert die Richtung aus den Augen." (Werder Bremens Sportdirektor Thomas Eichin am 17. September in einem Interview mit der eigenen Medienabteilung)

"Er hat kleinere Füße, aber ich glaube, die sind schwerer, deswegen kann er so Vollgas fahren." (Formel-1-Pilot Lewis Hamilton am 5. Oktober über das Erfolgsrezept von Weltmeister Sebastian Vettel)

"Die haben so viel Geld ausgegeben für das Stadion. Kleiner Tipp: das nächste Mal richtige Netze kaufen." (Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler am 18. Oktober nach dem 2:1-Sieg bei 1899 Hoffenheim zum löchrigen Tornetz)

"Jetzt haben Sie endlich mal eine Einladung vom DFB bekommen." (Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, am 28. Oktober bei der Verhandlung über das Phantomtor zu Stefan Kießling)

"Wir haben i-Pads, i-Phones, aber wir haben keine Torlinientechnik." (Verteidiger Tony Jantschke von Borussia Mönchengladbach am 9. November)

"Es gibt keinen Grund, ein Gentleman auf der Strecke zu sein, da keine Frauen fahren." (Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel vor dem Großen Preis der USA in Austin am 14. November)

"Ich will ehrlich sein: Ich hatte geschlafen." (Portugals Superstar Cristiano Ronaldo am Sonntag über die verpasste Gruppenauslosung für die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien am 7. Dezember)

"Ich hoffe, sie lassen mich zurück ins Land!" (Sir Geoff Hurst nach der Auslosung bei Twitter. Der englische Fußball-Weltmeister von 1966 hatte sein Heimatland am 6. Dezmber in eine WM-Gruppe mit Italien, Uruguay und Costa Rica gelost)

"Mir ist klar, dass die vor uns liegenden Aufgaben nicht dem Format eines 100-Meter-Laufs entsprechen, sondern mehr dem Bild eines Marathons." (Der neue DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes am 7. Dezember in Wiesbaden)

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