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Das Sportjahr 2013 im Rückblick: Teil II

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Jahreswechsel  

Das Sportjahr 2013 im Rückblick: Teil II

25.12.2013, 00:02 Uhr | dpa

Das Sportjahr 2013 im Rückblick: Teil II. Sebastian Vettel erhält in Saint-Denis im feierlichen Rahmen seinen Pokal für den vierten WM-Titel in Serie.

Sebastian Vettel erhält in Saint-Denis im feierlichen Rahmen seinen Pokal für den vierten WM-Titel in Serie. Foto: Michel Euler. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Sebastian Vettel wandelt auf den Spuren von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim sichert sich zum vierten Mal hintereinander den WM-Titel.

Am 27. Oktober gewinnt der 26-jährige Ausnahmepilot den Großen Preis von Indien und steht vorzeitig als Champion fest. Beim Grand Prix der USA übertrumpft Vettel sein einstiges Jugendidol Schumacher sogar: In Austin feiert der jüngste Formel-1-Champion den achten Saisonsieg in Folge - einen mehr als der frühere Ferrari-Star.

Und auch beim Finale in Brasilien triumphiert der Heppenheimer. Mit 13 Siegen in einer Saison stellt Vettel den Rekord von Schumacher von 2004 ein. Zudem egalisiert er mit seinem neunten Erfolg nacheinander die Uralt-Bestmarke von Alberto Ascari, der dies saisonübergreifend in den Jahren 1952 und 1953 geschafft hatte.

Der Erfolg des auf Sieg programmierten Vettel ist fast schon normal. Im Vergleich dazu kommt der von Sabine Lisicki beim Tennis-Turnier in Wimbledon überraschend. Sie schaltet auf ihrem Siegeszug bis ins Finale unter anderem die fünfmalige Wimbledon-Siegerin und Weltranglisten-Erste Serena Williams aus. In den Sommertagen von London entfacht die Blondine in Deutschland eine Tennis-Euphorie wie zu Zeiten von Boris Becker und Steffi Graf - wenn auch nur kurz.

Im Endspiel unterliegt die Berlinerin jedoch der Französin Marion Bartoli mit 1:6, 4:6 - und Deutschland muss weiter auf den ersten Wimbledon-Sieg seit Graf vor 17 Jahren warten. "Ich war überwältigt von der Situation", gesteht sie bei der Siegerehrung unter Tränen.

Auf Tränen verzichtet Lance Armstrong - auch wenn diese zur medial inszenierten Doping-Beichte des gestürzten einstigen Radsport-Dominators nach jahrelangem Schweigen passen würden. Der Texaner gesteht vor einem Millionen-Publikum im TV-Interview mit US-Star-Moderatorin Oprah Winfrey, bei allen seinen sieben Titeln der Tour de France gedopt gewesen zu sein.

Als reuiger Sünder im Büßerkleid taugt Armstrong allerdings wenig. Kritiker werfen ihm vor, nichts zur weiteren Aufklärung von Dopingpraktiken beigetragen zu haben. Und Travis Tygart, Chef der US-Anti-Doping-Agentur USADA, der mit seinen Ermittlungen den Sturz des früheren Radsport-Helden herbeigeführt hat, fordert: "Wenn er es ernst meint, seine Fehler zu korrigieren, muss er ein vollständiges Doping-Geständnis unter Eid ablegen."

Die IOC-Exekutive sorgt am 12. Februar für Entsetzen im Ringer-Universum. Laut ihrer Empfehlung soll von 2020 an die wohl älteste Kampfsportart der Welt nicht mehr olympisch sein. Die Begründung: Schlechte TV-Quoten, sinkende Mitgliederzahlen, komplizierter Modus. Diese Nachricht löst eine weltweite Protestwelle aus. Mit einer beispiellosen Image-Kampagne und zahlreichen Reformen stemmen sich die Mattenkämpfer gegen das Olympia-Aus. Mit Erfolg: Am 8. September beschließt die IOC-Vollversammlung, Ringen im olympischen Programm zu behalten. Die Traditions-Sportart wendet den Absturz in die Bedeutungslosigkeit ab.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verpasst es hingegen, sich für Olympia zu qualifizieren - zumindest für die Winterspiele 2014. Platz zwei im Qualifikations-Turnier in Bietigheim-Bissingen hinter Österreich verhindert erstmals in der Geschichte des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) die olympische Teilnahme. Die Ausnahme: 1948 durfte der DEB nach dem Zweiten Weltkrieg gar nicht erst antreten.

Der teuerste Fußballer der Welt kommt aus Wales. Real Madrid zahlt geschätzte 100 Millionen Euro für Gareth Bale. Der 24-jährige Mittelfeldspieler macht bei Tottenham Hotspur in der englischen Premier League auf sich aufmerksam. Bale kommt mit der Empfehlung von 43 Toren in 146 Partien für die Spurs. Durch den Rekordtransfer setzt sich Real unter Druck. Selbst der königliche Club aus der spanischen Hauptstadt stößt an finanzielle Grenzen.

Die 100 Millionen Euro müssen gegenfinanziert werden. Das geht am besten damit, einen eigenen Star zu verkaufen. Die Wahl fällt auf Mesut Özil. Der gebürtige Gelsenkirchener wird eine Dreiviertelstunde vor dem Ende der englischen Transferperiode zum FC Arsenal veräußert - für 50 Millionen Euro. So viel Geld hat noch kein deutscher Profi gekostet. Özil ist auch der mit Abstand teuerste Spieler, den Arsenal gekauft hat. Die alte Bestmarke hält der Russe Andrej Arschawin mit 18 Millionen Euro.

Als sich das Jahr langsam dem Ende neigt, sorgt Leverkusens Top-Angreifer Stefan Kießling mit einem sogenannten Phantom-Tor für Aufsehen. Sein Kopfball geht im Spiel bei 1899 Hoffenheim knapp am Tor vorbei, findet jedoch durch ein Loch im Netz von hinten den Weg ins Tor. Schiedsrichter Felix Brych gibt den Treffer - eine klare Fehlentscheidung. Hoffenheim verliert das Spiel 1:2. Dennoch lehnt das DFB-Sportgericht ein Wiederholungsspiel ab.

Dass Schach durchaus einen Glamour-Faktor haben kann, beweist Magnus Carlsen. Der Norweger gewinnt im November die WM durch einen Sieg gegen Titelverteidiger Viswanathan Anand in dessen indischer Heimatstadt Chennai. Carlsen ist mit 22 Jahren zweitjüngster Champion. Nicht nur in seiner Heimat ist das Superhirn ein Star, der auch als Hobby-Model auf sich aufmerksam macht.

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