Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Niersbach: Entgleisungen in Stadien nicht übersehen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Fußball  

Niersbach: Entgleisungen in Stadien nicht übersehen

12.01.2014, 12:57 Uhr | dpa

Niersbach: Entgleisungen in Stadien nicht übersehen. DFB-Päsident Wolfgang Niersbach warnt davor, Entgleisungen in Stadien zu übersehen.

DFB-Päsident Wolfgang Niersbach warnt davor, Entgleisungen in Stadien zu übersehen. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Mit Choreographien in den Kurven und vielfältigen Aktionen am ersten Rückrundenspieltag der Bundesliga am 27. Januar wollen die Fans ein Zeichen gegen den alltäglichen Rassismus in Stadien setzen.

"So schön die Atmosphäre in unseren Stadien ist, dürfen wir die Entgleisungen, ob sie nun rechter oder homophober Art seien, nicht übersehen. Unsere Stadien sind zu groß, als dass wir alles im Griff haben könnten", betonte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bei einer Podiumsdiskussion am Sonntag in Frankfurt/Main. Anlass war das Jubiläum der Initiative "Nie wieder".

Seit zehn Jahren setzt sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dafür ein, dass in den deutschen Stadien regelmäßig an die Verbrechen der Naziherrschaft erinnert und zur Zivilcourage aufgerufen wird. Im Dialog mit Ligapräsident Reinhard Rauball betonte Niersbach ausdrücklich die gesellschaftliche Verantwortung des Fußballs und nahm auch die Politik in die Verantwortung: "Die Vereine fühlen sich oft ohnmächtig und alleingelassen von Polizei und Staat, weil sie Randalierer nicht nachhaltig sanktionieren können. Deswegen müssen wir öffentlich umso aktiver mit dem Thema umgehen", sagte der Spitzenfunktionär. Er versprach zudem, Problemfälle wie Alemannia Aachen, wo die rechte Szene die Fankurven massiv unterwandert, intensiver zu betreuen.

Auch Rauball sprach sich für eine klare politische Positionierung des Fußballs aus und berichtete in seiner Funktion als Präsident von Borussia Dortmund über die Rückkehr von Neonazis in die Südkurve des Signal Iduna Parks. "Wir gehen absolut konsequent in diesen Fällen vor: mit Stadionverboten und Vereinsausschlüssen. Es ist wichtig zu sehen, dass es uns vor zehn Jahren gelungen ist, die Situation in unserem Stadion weitgehend in den Griff zu kriegen", sagte er und betonte auch, dass die Lage weitaus weniger dramatisch sei als noch vor zehn Jahren.

Rauball forderte die Politik zu konkreterem Handeln auf: "Es ist ein Armutszeugnis, dass sich der Bund aus seiner Verantwortung herausredet mit den Worten, dass Dummheit nicht mit rechtlichen Mitteln zu begegnen sei. Hier muss mehr kommen von der Bundesregierung."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal