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DOSB bleibt bei seinen hohen Olympia-Zielen

13.01.2014, 13:47 Uhr | dpa

DOSB bleibt bei seinen hohen Olympia-Zielen. DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank hat hohe Erwartungen.

DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank hat hohe Erwartungen. Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Skispringer in der Krise, die Biathleten oft nur Mittelmaß, die Eisschnellläufer ganz auf Jenny Wolf und Claudia Pechstein und die Kombinierer auf Eric Frenzel angewiesen: Vier Wochen vor Sotschi kämpft so mancher deutscher Wintersportler noch um seine Topform.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hält dennoch an seinen hohen Ansprüchen fest. "Es bleibt bei dem mit den Verbänden gemeinsam festgelegten Zielkorridor", sagte Leistungssportdirektor Bernhard Schwank der Nachrichtenagentur dpa.

Demnach strebt der DOSB insgesamt zwischen 27 und 42 Medaillen und einen Platz unter den ersten Drei in der Nationenwertung an. Im Moment scheint dies ein höchst ambitioniertes Vorhaben, aber DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hatte immer wieder betont, dass die Olympia-Mannschaft ihr Ergebnis von 2010 "mindestens halten und möglichst verbessern" wolle. In Vancouver gewannen die deutschen Sportler 30 Medaillen - davon zehnmal Gold, 13 Mal Silber und siebenmal Bronze - und lagen in der Nationenwertung auf Rang zwei hinter Gastgeber Kanada.

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Der DOSB und Schwank setzen darauf, dass sich nach Ende der Olympia-Qualifikationen die Athleten den letzten Feinschliff holen. "Dann arbeiten sie daran, kleinere Schwächen auszumerzen. Wir hoffen uns dadurch an der ein oder anderen Stelle noch eine Leistungssteigerung", erklärte der Sportchef, räumte aber auch ein: "Erkennbar ist jedoch bei den derzeit laufenden Weltcups und Turnieren, dass die anderen Nationen ebenfalls mit großem Aufwand und viel Einsatz den Kampf um das Podest in Sotschi eröffnet haben. Hier bestätigt sich unsere Beobachtung der vergangenen vier Jahre. Wir haben stets davon gesprochen, dass der Konkurrenzkampf immer härter wird."

Nach dem Kommunikationsdesaster rund um die Zielvereinbarungen für die Sommerspiele in London 2012 hatte der DOSB frühzeitig die Medaillenziele offengelegt. Mittlerweile spricht man beim Dachverband von "Zielkorridoren", die genaue Zahl der angestrebten Goldmedaillen wird nicht mehr genannt. Die sieben Wintersportverbände wurden 2013 mit insgesamt 8,14 Millionen Euro gefördert, diese Investition soll sich in Russland auszahlen.

Allein der Deutsche Skiverband (DSV) mit seinen alpinen und nordischen Assen und den Biathleten soll für 15 bis 20 Medaillen gut sein. "Ich glaube nicht, dass man die Zielvorgaben verändern sollte. Diese 15 Medaillen orientieren sich ja an den Medaillen von Vancouver und Whistler Mountain", sagte der neue DSV-Präsident Franz Steinle. "Und es sind ja noch drei, vier Wochen bis Olympia, und wir hoffen schon, dass wir diese Sollvorgabe erfüllen können."

Trotz der Pleite bei der Vierschanzentournee sieht Schwank die Entwicklung im Skispringen der Männer und Frauen "insgesamt betrachtet positiv". Und: "Die Formkurve der Biathleten zeigt nach oben. Wir vertrauen hier auf die Arbeit der erfahrenen Trainer und Betreuer." Der zweite Platz der Frauen-Staffel am Mittwoch in Ruhpolding bestätigt diese Einschätzung.

Dass im Eisschnelllauf die Routiniers Jenny Wolf und Claudia Pechstein die ganze Last tragen, kommentierte der DOSB-Leistungssportdirektor so: "Zwei Weltklasse-Läuferinnen zu haben, ist kein Risiko, sondern eine Chance. Aber die Breite früherer Jahre fehlt uns natürlich. Diese Breite wieder zu schaffen, wird eine zentrale Aufgabenstellung für den Verband im nächsten olympischen Zyklus."

Die Nordischen Kombinierer sind mittlerweile vor allem von einem Mann abhängig: dem zweimaligen Weltmeister Eric Frenzel. Bei den Alpinen ruhen die Hoffnungen auf Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther, bei den Langläufern nach einer medaillenlosen WM 2013 vor allem auf Denise Herrmann.

Der Deutsche Bob- und Schlittenverband (BSD) - vor vier Jahren im Rodeln, Bob und Skeleton mit zehn Medaillen dekoriert - stellt höchste Ansprüche sich selbst. "Wir haben uns beim Medaillenziel die zehn Plaketten in Vancouver auf die Fahnen geschrieben und gesagt: Wir machen eine mehr", sagte Generalsekretär und Sportdirektor Thomas Schwab. "Wir stehen zusammen mit dem DOSB für die hohen Ziele."

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