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Sicherheitsexperte Spahn warnt vor Polizei-Spielen

15.01.2014, 11:41 Uhr | dpa

Sicherheitsexperte Spahn warnt vor Polizei-Spielen. Helmut Spahn befürchtet massives Polizeiaufkommen bei den Olympischen Winterspielen.

Helmut Spahn befürchtet massives Polizeiaufkommen bei den Olympischen Winterspielen. Foto: Peter Kneffel. (Quelle: dpa)

Doha (dpa) - Der deutsche Sicherheitsexperte Helmut Spahn hat Sorge, dass die Olympischen Winterspiele in Sotschi von der Polizei geprägt werden könnten.

"Die Russen werden sicherlich alles unternehmen, um diese Spiele sicher zu gestalten", sagte der Geschäftsführer des International Centre for Sport Security (ICSS) in Katar und frühere Sicherheitsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Nachrichtenagentur dpa: "Aber die Herausforderung wird sein, das so zu organisieren, dass es noch ein Sportereignis ist und kein Sicherheitsevent wird."

Nach den Anschlägen Ende Dezember in Wolgograd mit mehr als 30 Toten und über 70 Verletzten müssen sich Sportler und Besucher der Wettkämpfe in der Schwarzmeerstadt auf Heerscharen an russischen Sicherheitskräften einstellen. Russlands Präsident Wladimir Putin will mit allen Mitteln verhindern, dass sein Prestigeobjekt von terroristischen Anschlägen getroffen werden könnte. Die Winterspiele werden am 7. Februar eröffnet. Sie dauern bis zum 23. Februar.

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"Jede sportliche Großveranstaltung hat eine latente Bedrohung im Bereich Terrorismus", erklärte Experte Spahn am Sitz des ICSS in Doha. Von 2006 bis 2011 arbeitete der 52-Jährige für den DFB und war auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland für die Sicherheit zuständig. "Es ist schwierig, eine Balance zwischen Sicherheit und den Freiheitsrechten von Besuchern und Athleten herzustellen", beschrieb Spahn die Problematik der russischen Organisatoren. "Ich kann 70 000 Polizeibeamte einsetzen, Überwachungskameras und Drohnen. Eine hundertprozentige Sicherheit aber gibt es nicht." Seine Organisation wird mit Beobachtern vor Ort sein. Die USA haben einen Reisehinweis für Russland ausgegeben und vor Terrorismus, Kriminalität und den Gesetzen zu homosexueller Propaganda gewarnt.

Ende des vergangenen Jahre waren innerhalb von 24 Stunden zwei Bombenanschläge in einem Linienbus und im Hauptbahnhof von Wolgograd verübt worden. Nicht erst seit der Drohung des islamistischen Terroristenführers Doku Umarow, Olympia mit "allen Mitteln, die Allah erlaubt" zu verhindern, herrscht in Sotschi Alarmstimmung. Weit mehr als 60 000 Uniformierte sind in Stellung für die Verteidigung. Kremlchef Putin, der selbst einst den Inlandsgeheimdienst FSB führte, will in Sachen Sicherheit nichts dem Zufall überlassen.

Die russische Führung garantiert trotz der jüngsten Anschläge weiter sichere Spiele. Neben Personal sollen zahlreiche technische Hilfsmittel für die Sicherheit zum Einsatz kommen, darunter allein 5500 Kameras zur Videoüberwachung. Sicherheitsdienste planen Medienberichten zufolge den Einsatz von Drohnen und Ortungssystemen, die fremde U-Boote lokalisieren und so Angriffe vom Meer verhindern könnten. Kommentatoren sprachen schon von der "Festung Sotschi".

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