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Eishockey-Frauen wollen in Sotschi positiv überraschen

15.01.2014, 15:57 Uhr | dpa

Eishockey-Frauen wollen in Sotschi positiv überraschen. Peter Kathan träumt von einer Medaille.

Peter Kathan träumt von einer Medaille. Foto: Karl-Josef Hildenbrand. (Quelle: dpa)

München (dpa) - 21 deutsche Eishockey-Frauen wollen bei den Winterspielen in Sotschi für das nicht qualifizierte Männer-Team in die Bresche springen und bei Olympia positiv überraschen.

"Der Druck auf uns ist durch das Fehlen der Männer natürlich höher", sagte Bundestrainer Peter Kathan in München. "Aber es liegt auch eine Chance darin: Der Fokus liegt auf uns, mit guten Leistungen können wir auf unseren Sport aufmerksam machen."

18 Spielerinnen und drei Torhüterinnen darf Kathan mitnehmen. Seine Vorschläge an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gab der 64-Jährige am Mittwoch bekannt, die offizielle Nominierung des Kaders erfolgt am 23. Januar. Bei der teaminternen Bekanntgabe der Auserwählten vor rund einer Woche nach dem Länderspiel gegen die Schweiz (1:4) seien reichlich Tränen geflossen, sagte Kathan.

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Als Chefin auf dem Eis führt Susann Götz (OSC Berlin) den DEB-Kader an, "als Kapitän hat sie die Truppe seit Jahren voll im Griff", meint Kathan. Mit 314 Länderspielen und dann drei Olympia-Teilnahmen ist die 32 Jahre alte Bettina Evers (ESC Planegg-Würmtal) die erfahrenste Spielerin im Team, die jüngste ist die erst 18-jährige Kerstin Spielberger (EHC Klostersee).

Die Idee, dass eine der angestrebten 30 Medaillen für Deutschland von seinen Frauen erobert werden könnte, sei "ein Schmarrn", sagte Kathan. "Unser Ziel kann eigentlich nur Platz fünf wie 2006 in Turin lauten." Gegen die Gold-Favoriten USA und Kanada waren die Frauen vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) bisher chancenlos. Gegen Schweden, Finnland und Russland sind die Erfolgsaussichten kaum besser.

Um in Gruppe B gegen Russland (9. Februar), Schweden (11. Februar) und Japan (13. Februar) zu bestehen, legte Bundestrainer Kathan bei seiner Nominierung vor allem Wert auf Robustheit und Defensivstärke. "Körperliche Präsenz ist im internationalen Vergleich sehr wichtig, wir müssen hinten gut stehen", sagte er und forderte: "Taktisch müssen wir es wie die Gegner der Fußballer vom FC Bayern München angehen."

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