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Drei Wochen vor Sotschi: Wintersportler blühen auf

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Olympia  

Drei Wochen vor Sotschi: Wintersportler blühen auf

19.01.2014, 14:29 Uhr | dpa

Drei Wochen vor Sotschi: Wintersportler blühen auf. DOSB-Chef Alfons Hörmann (l) und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hoffen auf deutsche Erfolge in Sotschi.

DOSB-Chef Alfons Hörmann (l) und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper hoffen auf deutsche Erfolge in Sotschi. Foto: Frank Rumpenhorst. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Je näher die Olympischen Spiele von Sotschi rücken, desto besser sind die deutschen Wintersportler in Form. Am Wochenende gab es Weltcup-Siege serienweise.

Der neue DOSB-Präsident Alfons Hörmann musste auf dem Weg vom Shortrack-EM in Dresden nach Mainz ständig rechts ranfahren. "Ich habe die unterbrechungsreichste Fahrt meines Lebens gemacht", erzählte der 53-Jährige später im ZDF-"Sportstudio" mit strahlender Miene, "weil ich immer wieder auf einen Parkplatz musste, um den nächsten Weltcup-Sieg zu genießen." Die Erfolgsmeldungen der deutschen Wintersportler kommen drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Sotschi gerade recht. Vor allem die zuletzt oft gescholtenen Biathleten und die ohnehin erfolgsverwöhnten Rodler trumpften am Wochenende auf.

Zuvor waren doch Zweifel aufgekommen, ob sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit seinen sogenannten "Ziel-Korridoren" für das Spektakel vom 7. bis 24. Februar zu weit hinaus gewagt hatte. 27 bis 42 Medaillen sollen her, mindestens 30 wie vor vier Jahren in Vancouver. Das hatte Generaldirektor Michael Vesper erst vergangene Woche wieder betont.

"Die Ergebnisse der letzten Tage bestätigen unsere ambitionierte Zielsetzung für Sotschi. Die Form der Mannschaft zeigt in die richtige Richtung und deutet auf eine gute Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt hin", sagte Hörmann am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Gleichzeitig warnte der Spitzenfunktionär: "Doch bei Olympia werden die Karten neu gemischt und es wird schwer, das Ergebnis von Vancouver zu wiederholen."

Innerhalb von wenigen Tage kämpften sich vor allem die Skispringer und Biathleten aus einem Tief. Am Donnerstag weckte der 18-jährige Andreas Wellinger aus Ruhpolding auf der Schanze von Wisla mit seinem ersten Weltcup-Sieg überhaupt olympische Medaillenhoffnungen. Und am Samstag verpassten Wellinger und Co. in Zakopane beim letzten Team-Wettbewerb vor Sotschi nur knapp den Sieg.

Ein wahres Freudenfest feierten die Skijäger in Antholz. Erst streckte Andrea Henkel beim Zieleinlauf beide Fäuste gen Himmel, knapp drei Stunden später lief Simon Schempp mit der gleichen Jubel-Geste als Erster über die Linie. Ausgerechnet bei der Olympia-Generalprobe haben die deutschen Biathleten in die Siegspur zurückgefunden. "Olympia-Favorit bin ich nun nicht, kann aber mit einer großen Portion Selbstvertrauen nach Sotschi fahren", sagte der Uhingener nach seinen überraschenden Erfolgen am Freitag im Sprint und am Samstag in der Verfolgung.

In der Nordischen Kombination führt Olympia-Gold wohl nur über Eric Frenzel. Der Oberwiesenthaler ist in bestechender Form und gewann am Samstag auch die zweite Etappe des Seefeld-Triple. Beim Langlauf-Weltcup im polnischen Szklarska stürmten die Sprint-Asse Denise Herrmann und Tobias Wenzl als jeweils Zweite auf das Podest. Die 25-jährige Hermann aus Oberwiesenthal fährt allerdings als einzige ernsthafte deutsche Medaillenanwärterin in der Loipe nach Sotschi und sagte: "Die Form stimmt."

Gar in bestechender Form sind die Rodler, die vor vier Jahren bei den Winterspielen in Kanada fünf Medaillen abgeräumt haben. Mit sieben Siegen in acht Rennen ist Weltmeisterin Natalie Geisenberger klare Gold-Favoritin. Die 25-Jährige fuhr am Sonntag beim Heimrennen in Altenberg überlegen ihren 23. Weltcup-Erfolg ein und durfte sich wie im Vorjahr über den Gesamtsieg freuen. "So kann es jetzt nach Sotschi gehen. Ich bin schon sehr positiv gestimmt", sagte sie nach ihrer nahezu perfekten Generalprobe. Diese lieferten auch Olympiasieger Felix Loch sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt ab, die ebenfalls den Gesamt-Weltcup sicher haben.

Hingegen knirscht es bei den Bobfahrern noch mächtig: Auf der Olympia-Bahn von 1976 in Innsbruck/Igls patzten sowohl Weltmeister Francesco Friedrich mit seinem Anschieber Jannis Bäcker sowie Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt und seine Oberhofer Crew. Und im Lager der Eiskunstläufer bereiten die vierfachen Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy Sorgen: Die Chemnitzer Paarläufer am Sonntag haben kurz vor dem Kürfinale bei der EM in Budapest wegen einer Grippe von Aljona abgesagt.

Aber in Sotschi könnten auch neue Sterne aufgehen: Erstmals dürfen die Slopestyler bei Olympia ran - und die Medaillenchancen für eine junge Deutsche sind hervorragend: In Gstaad jubelte die 17-Jährige Lisa Zimmermann vom WSV Oberaudorf über ihren ersten Weltcup-Sieg.

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