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Olympia 2014: US-Teamkleidung könnte gefährlich sein

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USA warnen ihre Athleten  

US-Flagge auf Teamkleidung könnte provokant sein

25.01.2014, 11:58 Uhr | dpa, t-online.de

Olympia 2014: US-Teamkleidung könnte gefährlich sein. Der US-Amerikaner Ryan Haggerty jubelt mit der Flagge seines Landes. (Quelle: imago/photoarena/Eisenhuth)

Der US-Amerikaner Ryan Haggerty jubelt mit der Flagge seines Landes. (Quelle: photoarena/Eisenhuth/imago)

Die USA warnen ihre Sportler bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi zur Vorsicht. Es sei nicht ratsam, außerhalb der Sportstätten und des olympischen Dorfes offen die Team-Kleidung mit der US-Flagge zur Schau zu tragen.

Mit Blick auf Terrordrohungen meinen Regierungsbeamte in Washington, es lägen Notfallpläne für Sotschi vor - Einzelheiten dazu wurden allerdings nicht bekannt. Zwei Wochen vor Eröffnung der Winterspiele äußerte sich auch Verteidigungsminister Jack Hagel zur Sicherheitslage.

Bereits zwei Terroranschläge mit 34 Toten

Auffällige Kleidung der US-Mannschaft "Team USA" könne außerhalb akkreditierter Bereiche die Sicherheit der Sportler gefährden, erklärte eine Sprecherin des State Department. Eine entsprechende Warnung habe das Nationale Olympische Komitee der USA herausgegeben. Solche Warnungen gebe es aber auch bei anderen Großereignissen und internationalen Veranstaltungen, fügte die Sprecherin Marie Harf hinzu.

Nach zwei Terroranschlägen mit insgesamt 34 Toten im etwa 640 Kilometer entfernten Wolgograd hatten die USA zudem Russland-Reisende vor Terrorismus, Kriminalität und den Gesetzen zu homosexueller Propaganda gewarnt. Der Reisehinweis ist bis eine Woche nach dem Ende der Winterspiele und den anschließenden Paralympics am 16. März gültig.

Notfallpläne in Sotschi nicht konkret genug

Regierungsbeamte im State Department sprachen von "recht großen Notfallplänen" für Sotschi für den Fall von Terrorangriffen. Es wurde aber nicht gesagt, wie die Pläne genau aussehen und wie viel US-Sicherheitspersonal in Sotschi vor Ort sei. Es hieß lediglich, Sportler und Funktionäre würden von Sicherheitsleuten begleitet. Konkrete Evakuierungspläne für den Notfall gebe es aber nicht. Die Regierungsbeamten wollten namentlich nicht genannt werden.

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Auch Hagel wurde in Washington zu möglichen Evakuierungsplänen befragt. "Wenn wir unsere Bürger rauskriegen müssen, werden wir entsprechende Arrangements mit den Russen machen." Er bestätigte, dass zwei US-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer bereitstehen werden. Man habe Russland auch Unterstützung in Sicherheitsfragen angeboten. "Wenn sie unsere Hilfe brauchen, dann wollen wir helfen."

Obama und Putin sprechen über die Sicherheit

Kürzlich sprachen bereits US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Wladimir Putin über die Sicherheit bei den Winterspielen. Zeitungsberichten zufolge gab es bereits Kontakte hoher Militärs über eine konkrete Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen. So hätten sich in Brüssel US-Stabschef General Martin Dempsey und sein russischer Kollege Waleri Gerasimow getroffen, berichtete die "New York Times" kürzlich.

Bei den Beratungen sei es um den möglichen Einsatz von US-Elektronik zur Verhinderung von Sprengstoffanschlägen gegangen, hieß es. Im Einzelnen gehe es darum, zu verhindern, dass Sprengstoff etwa durch Handys ferngezündet werden können. Hagel sagte aber, bisher gebe es keine russischen Hilfsanfragen dieser Art.

Islamisten rufen zu Attentaten auf

Die Spiele in der südrussischen Stadt beginnen am 7. Februar. Drei Wochen nach den tödlichen Anschlägen in Wolgograd hatten Islamisten am Wochenende erneut zu Attentaten während der Spiele aufgerufen. Im Nordkaukasus gehen russische Spezialeinheiten seit Tagen gegen Terrorverdächtige vor.


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