Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Kremlgegner wirft Putin-Freunden Bereicherung vor

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia  

Kremlgegner wirft Putin-Freunden Bereicherung vor

27.01.2014, 15:53 Uhr | dpa

Kremlgegner wirft Putin-Freunden Bereicherung vor. Alexej Nawalny kritisiert seit langem die russische Regierung.

Alexej Nawalny kritisiert seit langem die russische Regierung. Foto: Maxim Shipenkov. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat Freunden von Kremlchef Wladimir Putin eine milliardenschwere Bereicherung bei den Olympischen Winterspielen vorgeworfen.

Bei mindestens zehn Olympia-Objekten in Sotschi am Schwarzen Meer lägen die Kosten anderthalb bis zweieinhalb Mal so hoch wie angesetzt, schrieb der prominente Anti-Korruptions-Kämpfer auf seiner neuen Internetseite. Mehrausgaben von vielen Milliarden Euro seien nicht anders als durch Korruption erklärbar, teilte Nawalny mit. Die Winterspiele in Sotschi, die am 7. Februar beginnen, gelten mit 37,5 Milliarden Euro als die teuersten der Geschichte.

Präsident Putin, Regierungschef Dmitri Medwedew und andere Funktionäre hatten Korruptionsvorwürfe bei Olympia mehrfach zurückgewiesen und Beweise gefordert. Allerdings kritisiert Nawalny seit langem mangelnde Transparenz bei den Ausgaben. Regierungsgegner beklagen, dass es in Russland keine unabhängigen Prüfstellen oder Quellen gebe.

Auf seiner neuen Internetseite veröffentlicht Nawalny eine Landkarte mit den einzelnen Olympia-Objekten zum Anklicken. Die Ausgaben für die Sotschi-Spiele seien fünf Mal so hoch wie in Vancouver 2010 und etwa zehn Mal höher als in Turin 2006, teilte Nawalny mit.

Allein beim Straßenbau für die ersten Winterspiele unter Palmen hätten sich Oligarchen-Freunde Putins um mehrere Milliarden Euro bereichert. Statt der veranschlagten Summe von etwa zehn Milliarden US-Dollar (7,3 Mrd Euro) sei hier mindestens das 1,8-fache geflossen.

Nach Darstellung von Nawalny kostete zudem allein das Stadion Fischt für die Eröffnungszeremonie zweieinhalb Mal so viel wie international üblich. Die Ausgaben lägen zwischen 17,4 Milliarden und 23 Milliarden Rubel (378 Mio bis 500 Mio Euro). Das seien je Zuschauerplatz Kosten von mindestens 435 000 Rubel (rund 10 000 Euro), teilte Nawalny mit.

"Bei den Sotschi-Spielen messen sich nicht nur Sportler. An ihnen haben auch Beamte und Geschäftsleute teilgenommen, die Olympia in eine Quelle der Bereicherung verwandelt haben", schrieb Nawalny. Regierungsgegner kritisieren eine "maßlose Verschwendung" öffentlicher Gelder, die dringend nötig seien etwa für Schulen.

Die Moskauer Führung hatte die Ausgaben stets verteidigt und unter anderem damit begründet, Sotschi zu einer Modellregion für ein neues Russland zu machen. Der Sommerferienort soll durch die neue Infrastruktur künftig ganzjährig nutzbar sein - erstmals auch als Wintersportziel.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal