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FC Bayern München demoralisiert Bundesliga mit Sieg in Stuttgart

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FC Bayern eiskalt  

Glückliche Kannibalen demoralisieren die Liga

30.01.2014, 15:32 Uhr | t-online.de

FC Bayern München demoralisiert Bundesliga mit Sieg in Stuttgart. Im Freudentaumel: Thiago, Neuer und Co. jubeln über den glücklichen Sieg in Stuttgart. (Quelle: imago/Team2)

Pep Guardiola verlangt von den Spielern des FC Bayern auch weiterhin vollen Einsatz. (Quelle: Team2/imago)

Aus Stuttgart berichtet Jörg Runde

Für Manuel Neuer war der Schlusspfiff das Signal für einen letzten Sprint. Einen Moment schien es so, als hätte der Bayern-Keeper noch immer nicht genug von der turbulenten Partie beim VfB Stuttgart, als wollte er noch einmal schneller als ein gegnerischer Angreifer am Ball sein. Kurz bevor er sein Ziel erreicht hatte, stoppte Neuer aber ab und breitete die Arme aus. Er umarmte Matchwinner Thiago Alcantara und schrie gemeinsam mit ihm, Rafinha und Diego Contento seine Freude heraus.

Und dann feierten sie alle zusammen, die nimmersatten Bayern-Spieler, die Kannibalen der Bundesliga. Jene roten Monster, die nicht nur durch Thiagos traumhaft schönen Seitfallzieher in der Nachspielzeit gegen starke Stuttgarter mit 2:1 (0:1) gewannen, sondern mit ihrem glücklichen Sieg auch vielen Fußballfans die Hoffnung raubten, das Münchner Starensemble wäre doch verwundbar. Bei 13 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen dürften nun auch die letzten Zweifler von einer Titelverteidigung der Münchner überzeugt sein.

Bayern-Botschaft brutal und eindeutig

Die Bayern-Botschaft des Abends, ausgesendet an die gesamte Bundesliga, war brutal und eindeutig: Seht her, wir gewinnen auch mit mäßigen Leistungen unsere Spiele, und wir haben trotz der Überlegenheit richtig viel Spaß dabei.

Mangelnde Konzentration 
"Immer zu gewinnen, ist extrem schwierig""

Bayern-Coach Guardiola weiß genau, warum sich sein Team beim VfB Schwer getan hat. Video

Dass es lange Zeit so gar nicht nach einer Bayern-Party aussah, lag vor allem an einem bärenstarken Gegner, der in der Defensive eine erstklassige Partie ablieferte. "Wir haben alle überragend gegen Ball und Gegner gearbeitet", fasste der umtriebige Moritz Leitner nach dem Spiel zusammen und fügte an: "Wir haben wirklich einen Riesenaufwand betrieben.“

Stuttgart giftig im Zweikampfverhalten

Die intensive Arbeit der Stuttgarter hatte zur Folge, dass die zentralen Aufbauspieler der Münchner mehr als eine Stunde so gut wie überhaupt nicht zur Geltung kamen. Philipp Lahm, Toni Kroos und Thiago wurden sofort attackiert, die gewohnten Ballzirkulationen oft schon im Keim erstickt. Den Angreifern Thomas Müller, Mario Götze und Xherdan Shaqiri boten sich kaum Räume, Ansätze zum Dribblings stoppten die VfB-Verteidiger mit einer extrem giftigen Zweikampfführung. "Wir haben gezeigt, wie man die Bayern bremsen kann", sagte Leitner später.

Nahezu jedes gewonnene Duell Mann gegen Mann wurde von den VfB-Anhängern unter den 60.000 Zuschauern frenetisch gefeiert, so dass die gesamte Mannschaft von Minute zu Minute mutiger wurde und auch in der Offensive Akzente setzte. Immer wieder wurden die VfB-Stürmer mit langen Pässen gefüttert, was vor allem der Münchner Deckungszentrale mit Jerome Boateng und Dante nicht sonderlich schmeckte. Die logische Folge war das verdiente 1:0 durch Vedad Ibisevic (29).

Für die starke Anfangsphase ernteten die VfB-Spieler sogar Lob vom gegnerischen Trainer: "Stuttgart hat 30 Minuten sehr gut gespielt, war aggressiver und hat viele Zweikämpfe gewonnen. Wir hatten Probleme, unsere Linie zu finden“, sagte Pep Guardiola später.

VfB-Trainer Schneider: "Was haben wir verbrochen?"

Erst nach seinen Umstellungen nach rund einer Stunde fand der FC Bayern seine Linie und leitete sofort die Wende ein. Durch die Einwechslungen von Mario Mandzukic und Claudio Pizarro wurde das Bayern-Spiel plötzlich unberechenbarer, die Chancen häuften sich. "Da haben wir dann gezeigt, dass wir im richtigen Moment die Tore machen können", jubelte Philipp Lahm über Pizarros Anschlusstreffer (76.) und vor allem Thiagos Last-Minute-Tor (90+3).

"Es hat sich wie ein Sieg angefühlt, und am Ende hast du gar nichts. Das ist ein beschissenes Gefühl", brachte Verteidiger Konstantin Rausch die Gemütslage des VfB-Lagers auf den Punkt. Stuttgarts Coach Thomas Schneider fragte sogar: "Was haben wir verbrochen?"

Kurioser Auftritt 
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Guardiola: "Wir wollen alles gewinnen"

Eine Antwort darauf geben wollte und konnte Philipp Lahm indes nicht. Er schaute nur auf die nächsten Aufgaben seines Klubs. "Jeder Gegner will jetzt der Erste sein, der uns schlägt", sagte Lahm mit Blick auf nun 43 Ligaspiele ohne Niederlage und ergänzte: "Es warten auch in der Bundesliga also noch richtig schwere Aufgaben auf uns."

Davon, dass auch diese Herausforderungen erfolgreich absolviert werden, geht Lahm aus. "Es gibt keinen Grund nachzulassen, bis die Saison vorbei ist“, sagte er. Die Unterstützung seines Trainers ist ihm in diesem Punkt sicher. Denn auch Guardiola, der nun der erste Trainer der Bundesliga-Geschichte ist, der in seinen ersten 18 Partien ungeschlagen blieb, hat noch lange nicht genug: "Wir wollen alles gewinnen und noch viel besser spielen."

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