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Wegen technischer Neuerungen  

Horner rechnet mit langer Eingewöhnungszeit

30.01.2014, 12:04 Uhr | dpa

. Christian Horner (li.) und Sebastian Vettel holten für Red Bull vier Mal in Folge den Weltmeister-Titel. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Christian Horner (li.) und Sebastian Vettel holten für Red Bull vier Mal in Folge den Weltmeister-Titel. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Red Bulls Teamchef Christian Horner rechnet nach der größten technischen Regelreform der Formel 1 mit einer längeren Eingewöhnungszeit. "Es wird einige Rennen dauern, bis man die Sachen abgestimmt hat, da die Rennen durch die Spritbeschränkung strategisch sehr anders werden", sagte er in einem Interview auf der Formel-1-Homepage. In diesem Jahr dürfen die Piloten in den Grand Prix nur noch 100 Kilogramm Benzin an Bord haben.

Vollgas-Rennen sind damit Geschichte. "Man kann es gerne probieren, aber ich glaube, man sieht die Zielflagge dann kein einziges Mal", hatte auch schon Red Bulls Weltmeisterpilot Sebastian Vettel am Rande der Testfahrten in Jerez betont.

Red Bull noch mit Problemen

Die Probleme, die dem 26-Jährigen nur elf Runden an zwei Tagen erlaubten, nahm Horner gelassen. Der Jerez-Test sei ohnehin nur für Systemchecks gedacht. Das richtige Testen beginne erst in Bahrain, wo vom 19. bis 22. Februar die zweite Probeperiode auf dem Programm steht.

Schuld an den Problemen waren Fehlfunktionen am neuen Energierückgewinnungssystem ERS. "Man muss sich vorstellen, dass eine solche Antriebseinheit aus unzähligen Komponenten besteht. Wenn da eine ausfällt, dann ist nicht viel zu machen", so Remi Taffin, von Red-Bull-Motorenlieferant Renault. Das fehlerhafte Teil wurde von Renault angeblich bereits identifiziert und soll ausgetauscht werden. "Das gehört zum Testen dazu", so Taffin.

Horner: "Saison wird ein Rennen der Motorenhersteller"

Seit dieser Saison fährt die Formel 1 mit neuen Turbomotoren, die zusammen mit dem ERS eine sehr komplexe Einheit bilden. Während Renault noch mit Kinderkrankheiten kämpft, zeigten die beiden anderen Motorenhersteller bereits, wie es geht. Inklusive der Silberpfeile absolvierten die Autos mit den Mercedes-Motoren an den ersten beiden Tagen insgesamt 248 Runden, die Ferrari-Boliden inklusive der Scuderia 138. Die Renault-Teams kamen auf gerade einmal 38 Runden.

Christian Horner bekräftigte auch noch einmal, dass die kommende Saison ein "Rennen zwischen den Motorenherstellern" werde - sprich Renault, Mercedes und Ferrari. Von ersten Tendenzen geht Horner erst beim Europaauftakt im Mai in Spanien aus - "wahrscheinlich sogar ein paar Rennen später". 

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