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Diouf schießt Mönchengladbach aus den Champions-League-Rängen

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Spielbericht  

Diouf schießt Mönchengladbach aus den Champions-League-Rängen

01.02.2014, 20:32 Uhr | dpa

. Gladbachs Max Kruse (li.) behauptet den Ball gegen Hannovers Manuel Schmiedebach. (Quelle: dpa)

Gladbachs Max Kruse (li.) behauptet den Ball gegen Hannovers Manuel Schmiedebach. (Quelle: dpa)

Auch die Heimpremiere von Tayfun Korkut ist gelungen. Sieben Tage nach dem Sieg beim VfL Wolfsburg gewann Hannover 96 mit seinem neuen Trainer auch gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (0:0). Der an Silvester verpflichtete Coach kommt damit auf die Maximal-Ausbeute von sechs Punkten.

Während Hannover als Zehnter der Tabelle der Bundesliga den Abstand zu den Abstiegsrängen ausbaute, mussten die Gladbacher die zweite Rückrunden-Niederlage hinnehmen und fielen hinter Schalke auf Platz fünf.

Für 96 trafen vor 47.000 Zuschauern Artjoms Rudnevs (57. Minute) und Mame Diouf (82./90.) mit einem Doppelpack. Die zum vierten Mal in Serie sieglose Borussia kam durch Peniel Mlapa (84.) zu einem Treffer.

Fohlen bleiben harmlos

Die Gladbacher waren nur statistisch überlegen. Die Gäste waren meistens im Ballbesitz, ließen die Kugel durch ihre Reihen laufen. Gefährlich war die Borussia dabei aber nicht. In den Strafraum der Hannoveraner kam der Gast fast gar nicht und strahlte wenig Torgefahr aus, ehe der kurz zuvor eingewechselte Mlapa per Kopf traf. Nur bei einem Fernschuss von Patrick Herrmann (23.) musste 96-Torwart Ron-Robert Zieler in der ersten Halbzeit eingreifen.

Das lag auch an 96. Hannover spielte wie in Wolfsburg mit einer kompakten Abwehr. Die zwei defensiven Vierer-Reihen standen dicht und ließen den Gladbacher nur wenige Anspielmöglichkeiten. Unsicherheiten zeigte höchstens Marcelo, der mit einigen Ungenauigkeiten in seinem Spiel auffiel, die allerdings folgenlos blieben.

Neuzugang Rajtoral überzeugt

Einen guten Eindruck hinterließ bei seinem Bundesliga-Debüt der erst am Vortag vorgestellte Frantisek Rajtoral. Der von Viktoria Pilsen ausgeliehene Tscheche verteidigte nach dem Blitz-Transfer auf der rechten Seite, weil der Japaner Hiroki Sakai gesperrt und der Amerikaner Steven Cherundolo verletzt waren. Dabei agierte der 27-Jährige sicherer als der zuletzt oft nervös wirkende Japaner Sakai.

An den schnellen Gegenstößen beteiligte sich Rajtoral bei seinem Einstand noch selten. Mitte der ersten Halbzeit fassten die Hannoveraner erstmals Mut und schalteten danach immer häufiger schnell um und brachten die Gladbacher damit mehrfach in Verlegenheit.

Dioufs Treffer aberkannt

Einige Male musste Marc-André ter Stegen weit aus dem Torraum herauseilen, um für seine zuweilen schläfrig wirkenden Vorderleute zu retten und bei langen Bällen der Gastgeber zu klären. Der im Sommer wechselnde Keeper machte dabei einen souveränen Eindruck, behielt die Nerven und rettete auch bei anderen 96-Chancen.

Chancenlos war ter Stegen bei dem Kopfballtreffer von Diouf kurz vor der Halbzeit, den Schiedsrichter Bastian Dankert nicht gab. Der Referee hatte im Gegensatz zu den pfeifenden 96-Fans ein Foul von Szabolcs Huszti erkannt.

Rudnevs und Diouf per Kopf

Unglücklich sah der Keeper indes beim Kopfballtreffer von Rudnevs aus. Bei der hohen Flanke von Huszti kam ter Stegen nicht heraus, aus knapp drei Metern durfte der vom Hamburger SV ausgeliehene Angreifer nahezu ungehindert einköpfen. Nicht eingreifen konnte er hingegen, als Diouf ebenfalls per Kopf traf. Erneut gab Huszti die Vorlage.

In der Abwehr wirkten die Gladbacher ohnehin anfällig. Der zuletzt wegen einer Augenhöhlenverletzung fehlende Tony Jantschke ersetzte Alvaro Dominguez und hatte zusammen mit Martin Stranzl einige Probleme. Vor allem der laufstarke Diouf und Torschütze Rudnevs beschäftigten das Gladbacher Innenverteidiger-Duo mehr als ihm lieb sein konnte. Kurz vor Schluss ließ Diouf die Heimfans erneut jubeln.

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