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Snowboarder: Freude auf Heimspiel vor Sotschi

31.01.2014, 15:27 Uhr | dpa

Snowboarder: Freude auf Heimspiel vor Sotschi. Isabella Laböck möchte groß auftrumpfen.

Isabella Laböck möchte groß auftrumpfen. Foto: Christophe Karaba. (Quelle: dpa)

Sudelfeld (dpa) - Die deutschen Snowboarder wollen sich zu Hause ein gutes Gefühl für ihre ambitionierte Olympia-Mission holen. Eine knappe Woche vor der Eröffnungsfeier in Sotschi streben Weltmeisterin Isabella Laböck und Turin-Silbermedaillengewinnerin Amelie Kober Topplätze beim Heim-Weltcup an.

"Es ist doppelt schön, vor einem Heimpublikum zu gewinnen. Natürlich ist das wieder das Ziel, auch wenn das 60 andere auch wollen", sagte Kober. "Ein Rennen daheim ist nicht alltäglich." 2010 und 2012 gewann die heute 26-Jährige ihr Heim-Rennen, das in diesem Jahr auch das Weltcup-Finale ist.

Im Kampf um die Kristallkugeln spielen die deutschen Boarder keine Rolle, aber im Olympia-Winter zählen die Winterspiel-Plaketten sowieso mehr. Erfolge beim Wettkampf in Bayern wären für das Selbstvertrauen enorm wichtig. "Im letzten Rennen vor Sotschi will jeder zeigen, dass er stark drauf ist, dass mit ihm zu rechnen ist", betonte Selina Jörg, die für einen von drei deutschen Podestplätzen in dieser Saison sorgte.

15 Starter schickt der Snowboard Verband Deutschland (SVD) beim Parallel-Riesenslalom am Sudelfeld am Samstag ins Rennen, darunter sind sieben von zehn Olympia-Teilnehmer. "Wir versuchen, uns beim Training oder beim Wettkampf ein gutes Gefühl zu holen, an den letzten Sachen zu arbeiten", erklärte Weltmeisterin Laböck. Viel an der Form für den Saison-Höhepunkten können die Sportler allerdings nicht mehr feilen. "Das ist ein bisschen wie am Abend vor 'ner Prüfung noch lernen", schilderte Anke Karstens, die sich auf den letzten Drücker das Ticket für Sotschi sicherte.

"Gut, dass dieser Druck kurz vor den Olympischen Spielen abgelegt werden kann und ein Heim-Weltcup genutzt werden kann, sich ohne den letzten Druck auf die Olympischen Spiele vorzubereiten", erklärte Sportdirektor Stefan Knirsch und hofft auf Werbung für die seit 1998 olympische Sportart. "Es ist der einzige Weltcup, den wir in Deutschland haben. Dementsprechend wichtig ist es für uns in der öffentlichen Wahrnehmung."

Für Trainer Andreas Scheid ist "Wettkampf auf jeden Fall das beste Training für Olympia". Sein Team trägt beim Ziel von drei Medaillen in Sotschi die größte Last. "Wir haben bei der letzten Weltmeisterschaft drei Medaillen geholt. Wenn wir ein ähnliches Ziel erreichen, dann bin ich super happy", erklärte Scheid. Neben den Alpin-Boardern werden Konstantin Schad bei den Snowboardcrossern die größten Medaillenchancen in Russland zugetraut.

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