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Sotschi-Starter zwischen Promitreff und Weltcup-Stress

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Olympia  

Sotschi-Starter zwischen Promitreff und Weltcup-Stress

02.02.2014, 16:47 Uhr | dpa

Sotschi-Starter zwischen Promitreff und Weltcup-Stress. Claudia Pechstein (2.

Claudia Pechstein (2.v.r) gut gelaunt am Flughafen in Sotschi. Foto: Anatoly Maltsev. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Claudia Pechstein und Co. trainieren schon gut gelaunt in Sotschi, anderen deutschen Olympia-Startern gelangen ihre Generalproben bei den letzten Weltcups nicht immer. Erst am Dienstag wird das Gros des deutschen Teams an die Schwarzmeerküste reisen.

Bis dahin ist Training oder Kofferpacken angesagt - für die Eisschnellläufer ist abseits der eher stupiden Übungskilometer (noch) Zeit für etwas Ablenkung. Ein Treffen beim Essen mit US-Snowboarder Shaun White ist da hochwillkommen. "Wenn man Superstars in der Mensa trifft, dann ist Olympia!", postete Sprinter Nico Ihle in einem sozialen Netzwerk.

Die deutschen Kufenflitzer werden in der hochmodernen Adler-Arena von Sotschi langsam heimisch. Nach drei Tagen Training hielt die gute Laune von Medaillenkandidatin Claudia Pechstein an. "Ich fühle mich auf dem Eis total wohl. Wenn es am Wochenende über 3000 Meter genauso läuft, bin ich absolut zufrieden", sagte die 41-Jährige, die weiter als Fahnenträgerin gehandelt wird.

Während Pechstein bei ihren sechsten Winterspielen nach ihrer Doping-Sperre um Medaillen und auch ihre Rehabilitation kämpft, sind jüngere Athleten von der Atmosphäre schon jetzt beeindruckt. "Man träumt davon und macht sich seine Vorstellungen. Aber diese riesengroßen Anlagen, die gesamte Infrastruktur haben mich dann doch überwältigt", sagte der Inzeller Moritz Geisreiter.

Claudia Pechstein absolvierte eine Woche vor der ersten Entscheidung über 3000 Meter ihre Trainingsrunden hinter drei russischen Langstrecklern. "Das ging ganz schön flott. Natürlich spüre ich mein Alter nicht nur im Kopf, sondern am ganzen Körper", verriet die 41-Jährige, die beim ersten Versuch noch abreißen lassen musste, sich danach aber auf das Spitzentempo der Männer eingestellt hatte und viele Runden mithielt. Erstaunt ist Deutschlands Rekord-Winterolympionikin darüber, wie sich das Umfeld des Olympia-Parks in den vergangenen elf Monaten verändert hat. "Im März war das alles eine einzige Baustelle, die ist verschwunden."

Ein Großteil des 153-köpfigen deutschen Aufgebots reist erst am Dienstag nach Sotschi. Bei den letzten Weltcups vor den Winterspielen gab es gelungene und verpatzte Generalproben. Weiteres Selbstvertrauen holten sich Langläufer und Skispringer. Beim Sprint in Toblach (Italien) überzeugten Denise Hermann und Josef Wenzl mit den Plätzen zwei und drei. Severin Freund sprang beim Heimspiel in Willingen als Zweiter endlich mal wieder auf ein Weltcup-Podest. Die Snowboarder konnten die Bühne ihres Heim-Weltcups am Sudelfeld nicht zu glänzenden Vorstellungen nutzen: Isabella Laböck wurde als beste Deutsche Siebte.

Bescheiden lief das Wochenende für die Alpinen. Am Samstag fielen die Rennen wetterbedingt aus, am Sonntag sorgte Fritz Dopfer im Riesenslalom als Achter für das beste Resultat. Gold-Hoffnung Maria Höfl-Riesch muss das Wochenende in Kranjska Gora schnell abhaken. Bei schwierigen Pistenbedingungen reichte es für die Doppel-Olympiasiegerin nur zu Platz 23 - so schlecht war sie seit zehn Jahren nicht mehr in einem Weltcup-Slalom. Höfl-Riesch gilt weiterhin neben Pechstein und der Biathletin Andrea Henkel als aussichtsreichste Kandidatin, bei der Eröffnungsfeier am Freitag mit der deutschen Fahne die deutsche Mannschaft ins Olympiasation zu führen.

Mit dabei könnte dann auch Bene Mayr sein, der nach erfolgreichem Protest doch noch ins Olympia-Team rutschte. Am Tag nach seiner Ankunft in Krasnaja Poljana blieb er allerdings erkältet in seinem Zimmer. "Die optimale Vorbereitung war das jetzt nicht, das muss ich schon sagen", meinte Bundestrainer Thomas Hlawitschka. Was der junge Coach bei seiner Inspektion oberhalb von Rhosa Chutor gesehen und zu berichten hatte, dürfte Mayrs Vorfreude nochmal gesteigert haben. "Es wird unglaublich spektakulär, das ist eine versprochene Show. Die Kicker sind groß. Die sind richtig groß", erzählte Hlawitschka. "Der Kurs ist fahrerisch sehr anspruchsvoll, das spricht für den Bene."

Während Journalisten noch mit unfertigen Unterkünften hadern, gab es von den Athleten keine Klagen über die Unterkünfte an der Schwarzmeerküste und den Bergen des Kaukasus. Claudia Bokel, Mitglied der IOC-Exekutive und Vorsitzende der IOC-Athletenkommission lobte: "Es ist sehr schön, und die Zimmer sind großzügig. Langsam füllt es sich." Auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, überzeugte sich am Samstag von der Qualität der Unterkunft, die er auch selber bewohnt.

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