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Menschenrechtler werfen Russland Homophobie vor

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Olympia  

Menschenrechtler werfen Russland Homophobie vor

04.02.2014, 13:32 Uhr | dpa

Menschenrechtler werfen Russland Homophobie vor. Aktivisten machen 2013 in Frankfurt auf Homophobie in Russland aufmerksam.

Aktivisten machen 2013 in Frankfurt auf Homophobie in Russland aufmerksam. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi haben Menschenrechtler dem Gastgeber in aller Schärfe Homosexuellenfeindlichkeit vorgeworfen.

Russland dulde Gewalt gegen Schwule und Lesben, kritisierte die Organisation Human Rights Watch (HRW) in einer Mitteilung. Funktionäre, staatsnahe Journalisten und Prominente könnten in den vom Kreml gesteuerten Medien ungehindert Hasskampagnen gegen Minderheiten führen. Auch auf Hilfe von der Polizei könnten misshandelte Homosexuelle in Russland nicht hoffen, beklagte HRW.

Die Olympia-Organisatoren haben zwar stets betont, dass bei den Spielen niemand ausgegrenzt werde. Allerdings kritisierten Menschenrechtler und Aktivisten erneut ein Verbot, in Gegenwart von Minderjährigen positiv über Homosexualität zu sprechen. Das Gesetz führe zu Intoleranz gegenüber Minderheiten. Wer gegen das Verbot verstößt, dem drohen vor allem Geldstrafen. Ausländer müssen jedoch mit 15 Tagen Arrest oder Ausweisung rechnen.

HRW prangerte außerdem eine unzulässige Gleichstellung von Homosexuellen mit Pädophilen an - auch durch den Gastgeber und Kremlchef Wladimir Putin. "Solch eine eiskalte und falsche Botschaft über Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen von Russlands Staatschef ist unverantwortlich und extrem gefährlich", sagte HRW-Expertin Tanya Cooper einer Mitteilung zufolge.

Russland vermittele als Olympia-Gastgeber den Eindruck, als seien Attacken auf Homosexuelle in Ordnung. Inzwischen gebe es Hunderte Gewaltvideos im Internet, auf denen russische Homosexuelle von Rechtsextremen gequält würden. Die Zahl von Überfällen auf öffentlichen Plätzen sowie Drohungen und Entführungen, von denen Schwule betroffen seien, habe seit Unterzeichnung des Gesetzes gegen "Homo-Propaganda" deutlich zugenommen. Aktivisten haben auch in Sotschi Aktionen für mehr Toleranz angekündigt.

Die ehemalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Swetlana Schurowa, die das Bergdorf der Athleten als Bürgermeisterin leitet, betonte, dass gemäß der Charta niemand ausgegrenzt werde bei den Spielen. "Ich habe den Eindruck, dass es inzwischen nur noch um dieses Thema geht und nicht mehr um die Wettkämpfe und die Ergebnisse. Es ist doch egal, welche sexuelle Orientierung jemand hat", sagte sie. Sie sei sicher, dass auch Russen homosexuellen Olympiasiegern applaudieren würden.

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