Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2014: Schwank: Team hat Potenzial - "Notfallplan" dabei

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia 2014  

Schwank: Team hat Potenzial - "Notfallplan" dabei

05.02.2014, 17:53 Uhr | dpa

Olympia 2014: Schwank: Team hat Potenzial - "Notfallplan" dabei. Michael Vesper hofft auf viele deutsche Medaillen.

Michael Vesper hofft auf viele deutsche Medaillen. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Das Deutsche Haus war noch eine Baustelle, doch Deutschlands Wintersport-Asse sind startklar für die Olympischen Spiele in Sotschi.

"Die Begeisterung und die Vorfreude der Athleten ist spürbar", sagte Chef de Mission Michael Vesper auf der Auftakt-Pressekonferenz im noch unfertigen "Wohnzimmer des deutschen Sports" in Krasnaja Poljana. Kurz vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele am Freitag war der Optimismus groß. "In der Mannschaft steckt viel Potenzial", erklärte Bernhard Schwank, der Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Das Wunschziel des DOSB sind 30 Medaillen (10 Gold/13 Silber/7 Bronze) wie vor vier Jahren in Vancouver, wo nur Gastgeber Kanada mehr Gold sammelte und einzig die USA insgesamt noch mehr Edelmetall holten. Der mit den Fachverbänden für Sotschi ermittelte Zielkorridor liegt zwischen 27 und 42 Medaillen. "Wir wollen auf dem Treppchen und auf einem der drei ersten Plätze des Medaillenspiegels landen", erklärte Vesper. Bis zum Donnerstag werden 130 der 153 Athleten in der Olympia-Region eingetroffen sein. In der nächsten Woche kommt die Nachhut mit Slalom-Goldkandidat Felix Neureuther.

Härteste Rivalen im Kampf um das Prädikat "Beste olympische Wintersport-Nation" sind Kanada, die USA, Norwegen und Gastgeber Russland. "Die Konkurrenz hat massiv aufgeholt, auch in den traditionellen Sportarten", sagte Vesper. "Deshalb sind 30 Medaillen ein ehrgeiziges Ziel." Große Hoffnungen setzt der DOSB vor allem auf die Biathleten, Rodler und Nordischen Kombinierer. "Da wollen wir ein entscheidendes Wörtchen mitreden", sagte Schwank vor allem mit Blick auf die Rodler, die zuletzt im Weltcup alles abgeräumt haben. Die mit technischen Problemen ringenden Bobfahrer reisen noch einmal zum Fitnesstraining nach Istanbul.

Eishockey-Nationalspielerin Daria Gleißner muss nach ihrem Sturz in die Bande im Trainingsspiel gegen die USA sogar ganz nach Hause. Das Risiko eines Einsatzes sei "nach der gestrigen Verletzung zu hoch", erklärten Mannschaftsarzt Meinhard Balensiefen und der leitende Arzt der Olympia-Mannschaft, Bernd Wolfarth. Die 20-Jährige erlitt am Dienstag eine Gehirnerschütterung und Halswirbelsäulen-Verletzung und musste die Nacht im Krankenhaus verbringen. Als Ersatz wird am Donnerstag die 26 Jahre alte Stürmerin Lisa Schuster aus Berlin anreisen.

Keine Sorgen hat das deutsche Olympia-Team in den sensiblen Sicherheitsfragen - trotz der Terrorbedrohung bei den Winterspielen. "Es gibt keine Sonderaktion für die deutsche Mannschaft", erklärte Vesper und ergänzte mit Bezug auf die USA: "Wir haben auch keine Flugzeuge oder Schiffe gechartert, und es sind keine deutschen Kriegsschiffe im Schwarzen Meer." Für das US-Team stehen Kleinflugzeuge für das Ausfliegen von Athleten im Ernstfall bereit. Außerdem wurden zwei Kriegsschiffe der US-Flotte vor die Küste von Sotschi beordert.

Für den Fall eines Terrorangriffs halten das Bundeskriminalamt und der DOSB aber einen Notfallplan für das deutsche Team in Sotschi bereit. In einer zwölfseitigen Broschüre ist unter Punkt 4 von einer "Notfallplanung" für den "Fall eines Eintritts eines schwerwiegenden sicherheitsrelevanten Ereignisses" die Rede. Dieser werde dann "gemeinsam mit DOSB und Mannschaftsleitern erstellt". Die Verhaltensregeln, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, enthalten Hinweise, die teilweise denen des Auswärtigen Amtes entsprechen.

DOSB-Sprecher Klaue erklärte, diese Broschüre gebe es "vor allen Olympischen Spielen. Sie ist nur angepasst an die Situation in Russland und enthält die üblichen Sicherheitsbestimmungen". Allerdings wird das deutsche Team von zwei BKA-Beamten begleitet. "Das ist wie immer üblich. Sie informieren uns immer über die Lage.". Das Deutsche Haus in Krasnaja Poljana werde zudem von 25 Bundespolizisten geschützt. "Wir fühlen uns gut vorbereitet", meinte Vesper. "Sicherheit ist wichtig, wir wollen sie nicht kleinreden."

Empört reagierte der DOSB auf Doping-Mutmaßungen des Molekularbiologen Perikles Simon. "Ich halte solche Angaben für unseriös und respektlos gegenüber den Athleten", sagte Vesper. Simon hatte behauptet, dass 60 Prozent aller Olympia-Teilnehmer in Sotschi gedopt an den Start gehen würden. Zugleich nährte er Zweifel, dass die ansteigenden Form der deutschen Biathleten, Eisschnellläufer oder der Nordischen Kombinierer nur auf guter Trainingsplanung basiert. "Er pustet das einfach in die Lande. Das hat nichts mit wissenschaftlicher Begleitung des Sports zu tun", schimpfte Vesper.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal